Hochsprung Heilbronn steigt Ende August – als Finalstation der „What-Gravity-Tour“
Hochsprung-Olympiasieger Mutaz Essa Barshim hat Wort gehalten und der „What-Gravity-Tour“ einen äußerst prominenten Neuzugang beschafft. Wer der Kracher ist und warum auch das Meeting auf dem Heilbronner Marktplatz davon profitiert.
Sektfontänen bei der Siegerehrung und mit Christina Honsel (2 Meter) sowie Tobias Potye (2,27 Meter) zwei Supersieger aus Deutschland, das war Hochsprung Heilbronn 2025. Mittendrin im Trubel auf dem Heilbronner Marktplatz: Ein begeisterter Mutaz Essa Barshim. Der 34-Jährige aus Katar hatte wegen einer Verletzung zwar für die 3. Auflage im Vorjahr passen müssen.
Doch im Hintergrund hat der Olympiasieger von Tokio bereits seine Fäden mit seinen Freunden vom Organisationsteam aus Heilbronn gesponnen. Und hat bei der Pokalübergabe an den Tschechen Jan Stefela, den Premierensieger der von ihm organisierten exklusiven Hochsprung-Serie „What-Gravity-Tour“ vielsagend angedeutet, dass neben dem von ihm veranstalteten Meeting in Doha und jenem in Heilbronn noch eine weitere Station im Gespräch sei.

Hochsprung Heilbronn bei „What-Gravity-Tour“ – Startschuss fällt in der Slowakei
Details hat der Ex-Weltmeister nicht verraten. Doch nun ist klar, dass die „What-Gravity-Tour“ tatsächlich wächst – und zwar gleich um zwei weitere Meetings. Eines davon gilt als Traditionsveranstaltung und steht bereits am Dienstag, 24. Februar, im internationalen Leichtathletik-Kalender: das renommierte Hallen-Hochsprung-Meeting in Banská Bystrica, das bereits zum 32. Mal ausgetragen wird.

Die Slowaken „wollten unbedingt bei unserer Tour dabei sein“, sagt Oliver Blumenstock vom Trägerverein Internationales Hochsprung-Meeting Heilbronn. Und obwohl die anderen Stationen unter freiem Himmel stattfinden, ist die Veranstaltung unterm Hallendach eine perfekte Ouvertüre ins Hochsprung-Jahr.
Bei den Silber-Meeting sammeln die Hochsprung-Asse Weltranglistenpunkte
Banská Bystrica ist wie Heilbronn bei World Athletics, dem Leichtathletik-Weltverband, als sogenanntes Silber-Meeting angemeldet, was den erfolgreichen Topathleten viele Punkte für die Weltrangliste garantiert. Die Vorjahressieger waren der ukrainische Star Jaroslawa Mahutschich mit 2,01 Meter und der sprunggewaltige Südkoreaner Sanghyeok Woo (2,28 Meter).
Fürst Albert II. von Monaco gehört nun zur Serien-Familie
Doch damit nicht genug. Die „What-Gravity-Tour“ hat noch einen weiteren sehr prominenten Neuzugang, der an diesem Freitag (13. Februar) bekanntgegeben worden ist: Monte Carlo. Auf Facebook hat Mutaz Essa Barshim ein Foto mit Fürst Albert II. von Monaco, dem langjährigen Präsidenten der Monegassischen Leichtathletik-Föderation, gepostet.

Es zeigt beide im chicen Outfit mit der Vereinbarung für die künftige Zusammenarbeit. Das Diamond-League-Meeting an der Cote d`Azur, das am 5. August 2026 stattfindet und zu den finanzstärksten in der Szene gehört, ist im Sommer also erstmals Teil der Serien-Familie.
Ein Kracher über den Oliver Blumenstock sagt: „Es macht uns sehr glücklich.“ Auch deshalb, weil die monegassischen Kollegen Heilbronn in höchsten Tönen gelobt haben, noch nie wären sie bei einer Veranstaltung mit so viel Herzblut dabei gewesen. „Darauf sind wir doppelt stolz“, meint Oliver Blumenstock, „dieses Kompliment ist mit Geld nicht zu bezahlen.“
Oliver Blumenstock über Hochsprung Heilbronn: „Haben uns in der Hochsprung-Welt schon einen Namen gemacht“
Das Finale der „What-Gravity-Tour“ aber steigt am 29. und 30. August 2026 wie im Vorjahr auf dem Heilbronner Marktplatz. An welchem Tag die Frauen anlaufen und wann genau die Männer springen, ist derzeit noch nicht final entschieden. Der Grund: Die Dichte im Wettkampfkalender und die damit verbundene Logistik.

Klar aber ist für Oliver Blumenstock: „Wir haben uns in der Hochsprung-Welt schon einen Namen gemacht.“ Und das, obwohl der Nachfolger des Meetings in Eberstadt 2026 erst in seine vierte Auflage geht. Doch auf den ersten Erfolgen ruht sich auch im Organisationsteam niemand aus. „Wir haben einige Ideen, wie wir uns weiterentwickeln“, sagt Oliver Blumenstock.
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