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HEC Eisbären haben vor Playoff-Auftakt gegen Schwenningen aus mehreren Gründen Druck

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Die Heilbronner EC Eisbären gehen als Zweiter der Hauptrunde in Viertelfinal-Serie gegen Schwenninger ERC. Erinnerung an die vergangene Saison und die aktuelle Lage rund ums Eishockey im Unterland machen Situation besonders.

Die Heilbronner EC Eisbären gehen punktgleich mit Klassenprimus TSG Reutlingen als Hauptrundenzweiter in die Playoffs der Baden-Württemberg-Liga.
Die Heilbronner EC Eisbären gehen punktgleich mit Klassenprimus TSG Reutlingen als Hauptrundenzweiter in die Playoffs der Baden-Württemberg-Liga.  Foto: Marc Schmerbeck

Die Anspannung sei noch etwas größer als die Vorfreude auf die an diesem Wochenende beginnenden Playoffs in der Baden-Württemberg-Liga, berichtet Kai Sellers. „Zum einen steckt noch die Erinnerung an die letzte Saison in den Knochen, als wir in der ersten Runde ausgeschieden sind. Zum anderen ist Sport Sport – man kann nichts planen“, berichtet der Trainer der HEC Eisbären. „Außerdem ist die Gesamtsituation in Heilbronn mit der Insolvenz der Falken eine komplett andere als bisher.“

Im Viertelfinale bekommen es die Eisbären als Hauptrundenzweiter mit dem Tabellensiebten Schwenninger ERC zu tun. Das erste Spiel der Best-of-Three-Serie steigt an diesem Samstag (19.15 Uhr) in der Doppelstadt, am Sonntag (18.30 Uhr) geht es am Europaplatz weiter. Wird eine dritte Partie notwendig, findet diese am Freitag, 20. Februar (20 Uhr), erneut in Heilbronn statt.

HEC-Coach Sellers warnt: Schwenningen wird kein Selbstläufer

„Die Schwenninger haben einen breiten Kader und dazu eine gute Jugend, auf die sie immer zurückgreifen können. Alle Spieler sind gut ausgebildet, können Schlittschuh laufen, kämpfen und Eishockey spielen“, erklärt Sellers. „Das wird kein Selbstläufer.“ Da sei es egal, dass die Eisbären mehr als doppelt so viele Punkte in den 21 Hauptrundenpartien geholt haben wie die Wild-Wings-Amateure. Auf jeden Fall kann Sellers aus dem Vollen schöpfen - nicht so wie in der vergangenen Saison, als ihm im Viertelfinale nur acht Feldspieler zur Verfügung standen. Lediglich Moritz Kuen plagt sich mit einer Erkältung herum. Dazu fehlen die Langzeitverletzten David Weidlich (Rücken) und Felix Kollmar (Knie).

Hat auch der Druck, Meister werden zu müssen, um im Fall der Abwicklung der Falken GmbH ein Aufstiegsrecht zu haben, Einfluss? „Das kann ich gar nicht differenzieren. Der Druck, sportlich erfolgreich zu sein, belastet mich immer – ich bin sehr ehrgeizig –, treibt mich aber auch an“, sagt der HEC-Trainer. „Der Fokus ändert sich auf jeden Fall nicht.“  

Eisbären verpassen Platz eins der Hauptrunde aufgrund schlechterer Tordifferenz

Ein bisschen schwingt allerdings in den Worten Sellers auch Wehmut mit, dass die Eisbären Platz eins zum Abschluss der Hauptrunde noch der TSG Reutlingen überlassen mussten. Aber nur ein bisschen. „Wir haben ja nur ein paar Tore weniger geschossen, sind aber punktgleich“, berichtet der HEC-Coach und ergänzt: „Wir haben trotzdem Heimrecht in den Playoffs - bis auf eine mögliche Finalserie gegen Reutlingen.“

Allerdings hätten die Heilbronner sich im Falle, dass sie als Klassenprimus ins Viertelfinale gegangen wären, ein paar Reisestrapazen erspart. Als Hauptrundenbester hätten sie die erste Playoff-Runde gegen den SC Bietigheim-Bissingen gespielt. Und die Steelers-Amateure wären auch aus einem anderen Grund ein reizvoller Gegner. In 21 Hauptrundenpartien sicherten sie sich nur zwei Punkte - durch einen Sieg nach Penaltyschießen gegen den Vorletzten Schwenningen. Der SCB scheint nicht wirklich konkurrenzfähig. „Wie schnell es gehen kann, dass man als haushoher Favorit aber gegen ein Team ausscheiden kann, hat die vergangene Saison gezeigt“, erklärt Sellers.

Im Halbfinale droht Duell mit Baden Rhinos

In einem möglichen Halbfinale kommt es dann voraussichtlich zum Duell entweder mit dem Hauptrunden-Dritten EHC Zweibrücken oder dem Sieger der Serie zwischen den Baden Rhinos aus Hügelsheim und dem 1. CfR Pforzheim. Sellers hofft dabei fast ein bisschen auf Zweibrücken, obwohl der EHC den Heilbronnern durch den Sieg am Europaplatz am letzten Spieltag den Hauptrunden-Titel vermasselt hat. „Ich spiele ungern gegen Hügelsheim, den Baden Rhinos gehe ich gerne aus dem Weg“, erklärt der HEC-Trainer. „Wir haben so eine lange Geschichte zusammen.“ Einem Duell mit Zweibrücken schaut er dagegen positiv entgegen. „Wir hatten den EHC auf in unserem letzten Heimspiel im Griff, machten das Spiel, hatten aber Scheibenpech“, berichtet Sellers. 

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