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Wohin führt der Weinsberger Weg?

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Eine überragende Abwehrleistung ermöglicht dem Handball-Regionalligisten TSV Weinsberg einen souveränen 33:24-Erfolg gegen den HC Neuenbürg 2000. Die Männer von Edin Hadzimuhamedovic stehen aktuell auf Tabellenplatz zwei, der zum Aufstieg berechtigen würde.

Weinsbergs Trainer Edin Hadzimuhamedovic (Mitte) hat den Regionalligisten Weinsberg optimal auf Neuenbürg eingestellt.
Weinsbergs Trainer Edin Hadzimuhamedovic (Mitte) hat den Regionalligisten Weinsberg optimal auf Neuenbürg eingestellt.  Foto: Berger, Mario

Dicht gedrängt haben sie sich flott zum Siegerkreis formiert. „Hier regiert der TSV“, hallt es durch die Weibertreuhalle. Einen treffenderen Schlachtruf gibt es nicht. Jedenfalls nicht am Samstagabend, wo die Weinsberger Regionalliga Männer äußerst souverän den HC Neuenbürg mit 33:24 (17:12) geschlagen haben und in der Tabelle nun auf Position zwei geklettert sind – punktgleich mit der HSG Willstätt/Hanauerland.

TSV gibt die sportlich richtige Antwort

Die junge Weinsberger Mannschaft hat eine Woche nach der Niederlage gegen Baden-Baden die richtige Antwort auf dem Feld gegeben: Mit Tempohandball, einer überragenden Abwehrleistung und dem wurfgewaltigen Trio Jan Pröllochs, Maximilian Zeisler und Nils Eilers, das in der Addition mehr als die Hälfte der TSV-Tore erzielt hat. „Ich habe von meiner Mannschaft nichts anderes erwartet“, sagt Trainer Edin Hadzimuhamedovic, „für so eine junge Mannschaft spielen wir eine absolut überragende Runde, da gehören in der Entwicklung halt auch solche Spiele wie in Baden-Baden dazu.“

Energie und Leidenschaft vorleben

Also hat der Trainer bei den Einheiten unter der Woche, in der krankheits- und verletzungsbedingt einige Akteure gefehlt haben, auf seine Weise vorgelebt, was er sehen möchte: „Er geht mit so einer Energie und Leidenschaft voran, das reißt einen wirklich mit“, sagt Philipp Brodmann. Gemäß dem Vorbild haben die Weinsberger „ein starkes Zeichen gesetzt und auf jeden Fall Charakter gezeigt“, wie Tim Titzmann den Sieg umschreibt.

Jan Pröllochs (li.) hat sechs Tore zum souveränen Weinsberger Sieg beigesteuert.
Jan Pröllochs (li.) hat sechs Tore zum souveränen Weinsberger Sieg beigesteuert.  Foto: Kunz, Christiana

Schneller Jan Pröllochs macht mächtig Betrieb

Eine starke Präsenz in der Abwehr, einen hellwachen und reflexstarken Stefan Koppmeier im Tor sowie hohe Effizienz mit viel Esprit im Angriff haben in der ersten Viertelstunde zum 9:5 geführt – bezeichnenderweise durch einen verdeckten Wurf in Hüfthöhe aus dem Rückraum von Jan Pröllochs, der zwei Drittel der Partie mit seinen hohen antizipatorischen Fähigkeiten und seiner Schnelligkeit für mächtig Betrieb und damit so manchen Fehler in Neuenbürgs Defensive gesorgt hat. Der Pfedelbacher gibt sich nach dem klaren Erfolg jedoch bescheiden: „Ich hatte das Glück, dass ich die Lücken etwas mehr genutzt habe, aber das war eine super Mannschaftsleistung.“

Linksaußen manuel Weber verlängert Vertrag

Lob vom Trainer hat der 18-Jährige dennoch bekommen: „Jan war ein Jahr verletzt und spielt wie ein erfahrener und abgezockter Handballer.“ Die 17:12-Führung durch Dean Köhler – zugleich der Halbzeitstand – und das 25:15, einem Tempogegenstoß von Tim Titzmann 20 Minuten vor Schluss, haben Edin Hadzimuhamedovic die Möglichkeit gegeben, in der Schlussphase allen im Team Zeit auf dem Feld zu ermöglichen, „weil alle wirklich 110 Prozent im Training geben“. Auch Manuel Weber. Der Linksaußen, der aus der eigenen Jugend stammt, hat seinen Vertrag mit dem TSV verlängert.

Hadzimuhamedovic: „Nicht übertreiben“

Wohin der Weinsberger Weg noch führt? „Wir wären gut beraten, jetzt nicht zu übertreiben“, sagt Edin Hadzimuhamedovic und bremst bei aller Freude über den Sieg und Tabellenplatz zwei das Gedankenkarussell über einen möglichen Aufstieg in die 3. Liga. „Wir schauen mal, was erreichbar ist“, meint auch Jan Pröllochs „und hoffen aufs Beste.“

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