TSV Bönnigheim verabschiedet sich erhobenen Hauptes aus der 3. Liga
Drittliga-Frauen des TSV Bönnigheim erkämpfen sich gegen die TSG Eddersheim in der Schlussphase ein 32:32, was für die Weinstädterinnen ein ganz besonderer Punktgewinn ist.

Erhobenen Hauptes hat sich der TSV Bönnigheim am Samstagabend aus der Drittklassigkeit verabschiedet. Am letzten Spieltag der 3. Liga Süd-West kamen die Weinstädterinnen um Co-Trainer Predrag Effinger, der in seinem letzten Spiel den erkrankten Sven Bühler vertrat, bei der TSG Eddersheim nach einer intensiven Schlussphase zu einem 32:32 (19:15) und sicherten sich damit ihren ersten und einzigen Auswärtspunkt der Saison.
Bereits vor der Partie standen beide Teams als Absteiger fest. Bönnigheim hatte den Ligaverbleib vor zwei Wochen bei der HSG Wittlich sportlich verpasst, die Gastgeberinnen aus dem südhessischen Hattersheim zogen sich nach erfolgreichen Drittliga-Jahren freiwillig aus dem höherklassigen Handball zurück. Entsprechend positiv wollten sich die Kontrahenten daher verabschieden.
Viele offensive Freiheiten für die Bönnigheimer Gäste
Den Gästen gelang das zunächst etwas besser. Der TSV Bönnigheim genoss gegen eine schwache Eddersheimer Abwehr im Rückraum viele offensive Freiheiten und nutzte diese auch aus. Katja Kerner und Sandra Graner hatten mit ihren Toren nach zehn Minuten einen 5:3-Vorsprung für den TSV herausgearbeitet, der beim 18:13 (27. Minute) durch Lea Meic auf zwischenzeitlich bis zu fünf Tore angewachsen war.
Die Gastgeberinnen probierten in den ersten 30 Minuten viel aus, wechselten die Abwehrformationen und rotierten zwischen den Pfosten munter durch. Doch wirklichen Zugriff bekamen sie nur selten. Einzig auf Tabea Schweikart, die über Rechtsaußen und bei Tempogegenstößen vom TSV kaum aufzuhalten war, konnte sich TSG-Trainer Tobias Fischer in Hälfte eins verlassen.
Enges Spiel nach der Halbzeit
Aus der Pause kam Eddersheim dann druckvoller und hatte nach fünf Minuten und vier Treffern trotz zwischenzeitlicher Unterzahl das Halbzeitresultat wieder egalisiert. In der Folge entwickelte sich ein enges Spiel, in dem sich die Gastgeberinnen nach 46 Minuten erstmals mit zwei Toren absetzen konnten.
In der Schlussphase versuchten schließlich beide Teams durch Auszeiten das Momentum auf ihre Seite zu ziehen, doch der TSV Bönnigheim fand die richtigen Antworten: Kathrin Gerullis gelangen wichtige Paraden und Sina Häberlen traf per Siebenmeter zum 31:31, bevor Lena Halupka sechs Sekunden vor Schluss als siebte Feldspielerin durch ihren Treffer zum 32:32 den Endstand herstellte.
Vorletzter nach Höhen und Tiefen
"Vorne konnten wir die herausgespielten Dinge nicht verwerten, aber Kathrin Gerullis hält uns im Spiel. Ich bin froh über den Punkt und dass das Team, bei dem alle Spielerinnen zum Einsatz kamen, niemals aufgegeben hat", sagte Predrag Effinger. Durch die Punkteteilung und eine Niederlage der TG Pforzheim bei der SG Kappelwindeck/Steinbach beendet der TSV eine Spielzeit mit vielen Verletzungssorgen und sportlichen Höhen und Tiefen als Vorletzter auf dem zehnten Tabellenplatz.
TSV Bönnigheim: Hamann, Cotardo, Gerullis - Zäh, Haiges, Gröger, Graner (5/1), Meic (3), Christel (3), Samer, Häberlen (6/1), Biedermann, Halupka (5), Kerner (10), Fischer, Grosser.
Erfolgreichste Werferinnen TSG Eddersheim: Tabea Schweikart (12), Lea Müller (5/2).
Schiedsrichter: Dustin Seidler/Denis Seidler.
Siebenmeter: TSG Eddersheim: 4/5; TSV Bönnigheim: 2/3.
Zeitstrafen: 3/2. Disqualifikation: Alexandra Zäh (TSV Bönnigheim/51.).
Zuschauer: 335.
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