TSV Bönnigheim geht frohen Mutes ins Drittliga-Abenteuer
Die Frauen des TSV Bönnigheim sind in die Vorbereitung gestartet. Erstes Testspiel findet am 22. Juli gegen die SG Schozach-Bottwartal statt.

Seit einer Woche läuft die Saisonvorbereitung beim Drittliga-Aufsteiger TSV Bönnigheim. Allerdings nicht mit knochenharten Konditionseinheiten. "Die Lauf- und Krafteinheiten haben die Mädels ab Anfang Mai individuell durchgeführt", sagt der neue Trainer Sven Bühler. Daher ging es gleich an die Themen Handlungsschnelligkeit und Balltechnik. "Härte und Tempo - das sind die zwei großen Aufgabengebiete für uns, um in der 3. Liga zu bestehen", ist Bühler überzeugt.
Erfahrenen Co-Trainer gewonnen
Der Nachfolger von Aufstiegscoach Stefan Martin hat sich mit Predrag Effinger einen erfahrenen Co-Trainer ins Team geholt. "Ich brauchte vor allem jemanden, der sich in Analyse-Dingen auskennt, auf den ich mich verlassen kann", erklärt Bühler die Wahl. "Pitschi" Effinger trainierte zuletzt die Württembergliga-Frauen des TV Weilstetten, war zuvor unter anderem bei der SG BBM Bietigheim tätig. "Mein Ziel ist es, Sven zu unterstützen und so gut es geht jede einzelne Spielerin weiterzubringen", sagt Effinger.
Gut zwei Monate hat das Trainerteam dafür Zeit. Am ersten oder zweiten September-Wochenende wird der TSV in die erste Drittliga-Saison seiner Vereinsgeschichte starten. Der Deutsche Handballbund (DHB) hat die Bönnigheimerinnen in die Süd-West-Staffel eingruppiert. Dort finden sich bekannte Namen wie die TG 88 Pforzheim, die HSG St. Leon/Reilingen oder die SG Steinbach/Kappelwindeck wieder. Allerdings auch unbekannte Größen wie der 1. FSV Mainz 05 II, die HSG Gedern/Nidda oder die TSG 1888 Eddersheim. Bönnigheims Mitaufsteiger Leinfelden/Echterdingen, der TSV Wolfschlugen oder Frisch Auf Göppingen II sind hingegen in der Südstaffel gelandet. "Natürlich gehen uns da einige Partien gegen Teams aus der Region flöten, dafür lernen wir einige neue Gegner kennen. Das ist auch reizvoll", sagt Bühler.
Drei Spielerinnen selbst ausgebildet
Bedauerlich findet er es eher, dass mit Zweitliga-Aufsteiger SG Schozach-Bottwartal, Drittliga-Absteiger TV Möglingen und der zurückgezogenen SG BBM Bietigheim II gleich drei Derbys wegfallen. Immerhin - gegen die SGSB bestreitet der TSV am Freitag, 22. Juli, um 19.30 Uhr sein erstes Heim-Testspiel vor Zuschauern. "Da freue ich mich sehr drauf. Da sind einige Spielerinnen dabei, die ich schon in der Jugend trainiert habe", sagt Bühler. Ein Trio findet sich allerdings auch in den eigenen Reihen. Sina Häberlen, Maike Grosser und Lena Halupka waren bei der JSG Neckar-Kocher allesamt Bühler-Schützlinge. "Es ist schön, dass viele Spielerinnen, die ich mit ausgebildet habe, heute bei hochklassigen Vereinen in der Region spielen."
Fest steht ebenfalls der Termin für den traditionellen Stromberg-Cup. Am Sonntag, 14. August, werden unter anderem die Zweitligisten Regensburg, Mainz sowie Ketsch am Start sein. Als internationaler Gast ist der Schweizer Erstligist HV Herzogenbuchsee dabei. "Das Heimturnier wird eine Standortbestimmung für uns. Danach wissen wir, woran wir noch arbeiten müssen und was schon gut funktioniert", blickt Bühler voraus. Unabhängig davon lautet das Saisonziel des Aufsteigers selbstredend Klassenerhalt. "Das wird eine enorme Herausforderung", ist sich Bühler sicher.
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