TSB Horkheim gewinnt trotz Schwächephase und überholt die Junglöwen
Beim 33:29-Sieg gegen den Tabellennachbarn in der 3. Liga Süd wird es nach einem Acht-Tore-Vorsprung nochmal eng, doch der TSB Horkheim kann am Ende wieder zulegen.

Überholmanöver gelungen: In der Tabelle der 3. Liga Süd ist der TSB Horkheim (18:24 Punkte/Platz 11) an den Rhein-Neckar Löwen II (17:27/Rang 12) vorbeigezogen. In der Stauwehrhalle wurde am Samstagabend ein 33:29 (20:14)-Heimsieg bejubelt. Aber auf der Überholspur gab es kapitale Fehlzündungen im TSB-Motor. Der zwischenzeitliche Acht-Tore-Vorsprung schmolz dahin. Bis zum 29:28 in der 53. Minute rumpelte es mächtig. Immerhin, ein Totalschaden konnte vermieden werden.
Hauptsache gewonnen, lautete das Fazit von TSB-Trainer Dragos Oprea. "Die zwei Punkte bleiben in Horkheim, das ist alles, was zählt." Er hatte die Partie als Muss-Spiel deklariert. Ein Sieg war Pflicht. Den gab es dann auch. Die Schwächephase zwischendrin machte Oprea nicht zum Wüterich. Ziemlich gelassen sagte er: "Schade, dass wir so einen Vorsprung aus der Hand gegeben haben." Seine Forderung an die Mannschaft: "Da müssen wir cleverer agieren."
Horkheimer 20:12 in der 28. Minute
Es ist ja letztlich gut gegangen. Im Duell der Tabellennachbarn aus dem hinteren Mittelfeld der 3. Liga Süd hatte der TSB beim 33:29 doch das bessere Ende für sich. "Die Hypothek" aus der ersten Halbzeit, so Alexander Bossert, der Trainer der Rhein-Neckar Löwen II, sei eben doch "zu hoch" gewesen. Bis zu acht Tore Unterschied waren es, letztmals beim Horkheimer 20:12 in der 28. Minute. Man sei bis dahin "überhaupt nicht griffig in der Abwehr" gewesen, klagte Bossert.
Der TSB hatte einen 7:1-Vollgas-Start hingelegt (9. Minute). Im Angriff lief es richtig gut. Torwart Julian Buchele und die Horkheimer Abwehr waren ebenfalls sehr gut. Über 12:6 (16.) zog der TSB auf 16:8 (21.) weg. "Mit aller Entschlossenheit", sagte Dragos Oprea, habe man da das Ziel Heimsieg verfolgt. Erste Konzentrationsschwächen gab es nach rund 25 Minuten. Zur Pause stand es 20:14.
In der 38. Minute war der Vorsprung auf vier Tore geschmolzen. Nach dem 25:21 nahm TSB-Trainer Oprea eine Auszeit. Es fehlte nun an defensiver Widerstandskraft. Torwart Julian Malek, der in der zweiten Halbzeit spielte, war nicht der starke Rückhalt wie Buchele vor der Pause. In der Offensive gab es vermehrt Würfe aus nicht optimalen Positionen sowie leichte Ballverluste. "In allen Bereichen" sah Dragos Oprea nun Fehler.
Man habe "in die zweite Halbzeit nochmal alles reingelegt", sagte hingegen Gästetrainer Alexander Bossert. Die Horkheimer Schwächen brachten die Junglöwen voll zurück ins Spiel. Beim 27:26 (49.) war es nur noch ein Tor Vorsprung. Jetzt kehrte Julian Buchele ins TSB-Tor zurück. Rechtsaußen Mario Urban und Florian Uhl (je zwei) erzielten nun wichtige Tore. Der TSB blieb vorne, legte wieder zu. Beim 31:28 (54.) war eine Vorentscheidung gefallen. Zwei Überzahl-Phasen halfen den Horkheimern.
Julian Buchele ist ein Erfolgsfaktor
Als Nick Fröhlich in der 58. Minute einen Siebenmeter zum 33:29 verwandelte, war der Heimsieg unter Dach und Fach. Den letzten Junglöwen-Wurf hielt Julian Buchele. Der Youngster war ein wichtiger Erfolgsfaktor für den TSB.
Alexander Bossert haderte: "Wir kommen auf ein Tor ran - und machen uns das Leben dann wieder selber schwer." Sein Fazit: "Ein bisschen mehr war drin." Doch die zwei Punkte blieben in Horkheim. Und der TSB zog in der Tabelle an den Junglöwen vorbei.
TSB Horkheim: Malek, Buchele - Mönch (3), Reichert (4), Bröhl (3), Fröhlich (10/4), Noah Matusik, Urban (2), Rebmann (1), Niklas Matusik (1), Uhl (5), Agner, Starz (4). Beste Werfer Rhein-Neckar Löwen II: Kraft (7/4), Grupe (5), Kessler (5). Schiedsrichter: Marvin Dannecker/Manuel Volz.
Siebenmeter: TSB: 4/4; RNL II: 5/4.
Zeitstrafen: 5/6.
Zuschauer: 400.
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