Trainer Ben Matschke hat bei Frisch Auf Göppingen richtig Stress im neuen Job
Frisch Auf Göppingen siegt beim Testspiel in Willsbach zwar mit 37:36 gegen Zweitligist HSC 2000 Coburg, doch der neue FAG-Trainer hat noch viele Baustellen zu beackern.

Von einer entspannten Reise in die Heimat konnte bei Ben Matschke keine Rede sein. Der neue Trainer von Bundesligist Frisch Auf Göppingen steht aktuell unter Dauerstrom. Da bildete das Testspiel gegen Zweitligist HSC 2000 Coburg am Samstagabend in Willsbach keine Ausnahme. Eher im Gegenteil.
"Es ist im Augenblick wahnsinnig viel zu tun. Wir trainieren zwei Mal am Tag, dazu kommen Presse- und Sponsorentermine. So ein Traditionsclub will etwas von einem. Das gehört dazu", sagt Matschke. Seine Familie hat er vorsorglich mal in den Sommerurlaub verabschiedet, er würde sie ohnehin kaum zu Gesicht bekommen.
Frisch Auf steht vor personellem Umbruch
Vor gut drei Wochen hat der 42-Jährige mit der Saisonvorbereitung bei seinem neuen Club begonnen. Es gilt, einen großen personellen Umbruch im Team zu bewerkstelligen. Mit dem langjährigen Kapitän Tim Kneule, der seine Karriere beendet hat, und Nationalspieler Sebastian Heymann, der zu den Rhein-Neckar Löwen gewechselt ist, ging viel Qualität verloren.
"Es ist sehr viel Detailarbeit nötig, viel Videostudium, viel gegenseitiges Kennenlernen, viel Kommunikation in der Gruppe und mit jedem Einzelnen", erklärt Matschke. Alles ist darauf ausgerichtet, zum Bundesliga-Start am 6. September gegen den HSV Hamburg topfit zu sein.
Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter ist noch ausbaufähig
Bis dahin liegt zweifellos noch viel Arbeit vor den Grün-Weißen. Das führte der knappe 37:36-Erfolg gegen Coburg, der erst durch einen von Marcel Schiller verwandelten Siebenmeter nach der Schlusssirene zustande kam, deutlich vor Augen. "Beide Teams haben wenig Wert auf Defensive gelegt. Unser Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter hat allerdings überhaupt nicht funktioniert", gab Matschke unumwunden zu.
Entsprechend unzufrieden war auch Julian Buchele mit seiner Leistung. Der Junioren-Nationalkeeper, der vergangene Saison noch beim Drittligisten TSB Horkheim zwischen den Pfosten stand, bekam kaum eine Hand an den Ball. "Keine Ahnung, es gibt so Spiele", ärgerte sich der 20-Jährige. Tags drauf beim 35:26-Erfolg in Schorndorf gegen den Schweizer Erstligisten HSC Kreuzlingen lief es auch für den Youngster schon wieder deutlich besser.
Oskar Neudeck ist wieder fit
Mit Oskar Neudeck wagt ein zweiter ehemaliger TSB-Akteur mit Frisch Auf den Sprung in die Bundesliga. "Ich traue es beiden zu. Entscheidend ist, dass sie in kleinen Schritten denken. Es geht darum, konstante Leistungen zu bringen, indem sie konsequent an den Schwächen arbeiten. Beide sind sehr lernwillig", sagt Matschke.
Die wichtigste Botschaft aus dem Munde Neudecks lautete: "Mit dem Rücken ist alles gut." Der 22-Jährige hatte wegen hartnäckiger Rückenbeschwerden beinahe die gesamte vergangene Saison pausieren müssen.
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