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SG Schozach-Bottwartal geht ungeschlagen in die Winterpause

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Drittliga-Spitzenreiter Schozach-Bottwartasl feiert 30:22-Sieg gegen die HSG Wittlich. Lotta Gerstweiler gibt ein umjubeltes Comeback, Trainer Hans Christensen wird den Verein am Saisonende jedoch verlassen.

Feuer frei zum Jahresabschluss: Beatrice Keil (beim Wurf) und die SGSB-Frauen erzielen gegen eine der besten Abwehrreihen der Liga 30 Treffer.
Foto: Mario Berger
Feuer frei zum Jahresabschluss: Beatrice Keil (beim Wurf) und die SGSB-Frauen erzielen gegen eine der besten Abwehrreihen der Liga 30 Treffer. Foto: Mario Berger  Foto: Berger, Mario

Der seligste Mensch in der Beilsteiner Langhanshalle war am Sonntagnachmittag Lotta Gerstweiler. Nach mehr als zehnmonatiger Verletzungspause feierte die Rückraumlinke gegen die HSG Wittlich ihr Comeback. Unter "Lotta, Lotta"-Sprechchören durfte die 18-Jährige in der 20. Minute aufs Feld. "Ich war echt aufgeregt", verriet Gerstweiler. Immerhin zwei Treffer steuerte die Rechtshänderin zum souveränen 30:22 (13:9)-Erfolg der SG Schozach-Bottwartal gegen die HSG Wittlich bei.

Aufwand ist für den Trainer dauerhaft zu groß

"Mit Lotta bekommen wir einen neuen Faktor ins Spiel. Schön, dass sie wieder die Sägespäne in der Manege gerochen hat", freute sich Trainer Hans Christensen mit seiner Rückkehrerin.

Seit dem 1. März 2020 ist sein Team inzwischen ungeschlagen. Alle elf Pflichtspiele des Jahres 2021 wurden gewonnen. "Die Mannschaft zieht unheimlich gut mit, versucht alles umzusetzen, was ich vorgebe. Selbst wenn es nicht sinnvoll ist", schmunzelte Christensen mit Blick auf die beeindruckende Jahresbilanz und fügte kampfeslustig an: "Die bittere Nachricht an die Konkurrenz lautet: Wir haben unser Potenzial längst noch nicht ausgeschöpft."

Trotzdem wird der Trainer den Verein am Saisonende verlassen, wie die SGSB am Sonntagabend mitteilte. Der Aufwand für den Pforzheimer sei zu groß. Ein Nachfolger soll noch vor Weihnachten präsentiert werden.

Beeindruckende Tempoverschärfung in der Schlussphase

Wohin die Entwicklung des Teams gehen könnte, war in einigen Phasen gegen Wittlich zu sehen. In den letzten zehn Minuten beispielsweise, als Christensen nach einer Auszeit eine Tempoverschärfung seines Teams forderte. Das Spiel war zu dem Zeitpunkt beim Stand von 22:14 schon entschieden. Nichtsdestotrotz war der 5:2-Zwischenspurt beeindruckend. Ob über die Schnelle Mitte oder über Ballgewinne in der Defensive, Sekunden später waren die Gastgeberinnen in aussichtsreicher Abschlussposition.

Theresa Müller, ein Doppelschlag von Gerstweiler, Drittliga-Top-Torschützin Hannah Hönig sowie Caroline Maier erzielten die Treffer in dieser Phase. Das Tor des Tages blieb Trixi Hanak vorbehalten. In Unterzahl bediente Sophie Räuchle die Rückraumspielerin von Rechtsaußen mit einem Kempa-Pass, den die 22-Jährige zum 20:13 (46.) verwandelte. "Das war eigentlich nicht so geplant, aber super gespielt von Sophie", lobte Hanak.

Kurze Schwächephase unmittelbar vor und nach dem Seitenwechsel

Es war aber nicht alles Gloria zum Jahresabschluss. Kurz vor und kurz nach dem Seitenwechsel stockte das SG-Spiel. Ein 5:0-Lauf vom 6:13 zum 11:13 brachte die Gäste zurück ins Spiel. In der Phase zeigte Wittlich, warum sie vor vor dem Spiel zusammen mit Freiburg und der SGSB die stärkste Defensive besaßen Natascha Weber brach den siebenminütigen Tor-Bann, Hönig baute den Vorsprung von der Siebenmeterlinie wieder auf 18:13 (43.) aus.

Mehr Infos zum Spiel

SG Schozach-Bottwartal: Keller, Brausch (Tor) - Weber (3/1), Hanak (1), Müller (7), Kaufmann (1), Hönig (12/5), Keil (1), Klenk, Hage (1), Räuchle (1), Maier (1), Gerstweiler (2), Loehnig.

Beste Schützinnen der HSG: Meier (6/4), Kappes (5). Schiedsrichter: Markus Fähnle, Jörg Schulle. Siebenmeter: SGSB 7/6, HSG 5/4.

Zeitstrafen: 2/4.

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