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Sebastian Heymanns Olympia-Chancen sind gesunken

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Horkheimer Rückraum-Akteur von Bundesligist Frisch Auf Göppingen fehlt im 17er-Kader der Deutschen Nationalmannschaft für die Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele in Paris.

Das Rückraum-Duo ist gesprengt: Julian Köster (links) und Sebastian Heymann werden bei den Olympischen Spielen wohl nicht gemeinsam für die DHB-Auswahl auflaufen.
Das Rückraum-Duo ist gesprengt: Julian Köster (links) und Sebastian Heymann werden bei den Olympischen Spielen wohl nicht gemeinsam für die DHB-Auswahl auflaufen.  Foto: Andreas Gora

Die Olympischen Sommerspiele in Paris (26. Juli bis 11. August) werden wohl ohne Sebastian Heymann stattfinden. Die Chancen auf einen Kaderplatz im Aufgebot der deutschen Handball-Nationalmannschaft haben sich für den Horkheimer deutlich verschlechtert, nachdem Bundestrainer Alfred Gíslason den 26-Jährigen am Montag nicht in seinen 17er-Kader für die am 30. Juni in Hennef beginnende, unmittelbare Olympia-Vorbereitung berufen hat.

"Es waren schwierige Entscheidungen zu treffen, aber das spricht letztlich auch für die Qualität und die daraus resultierende Konkurrenz. Die jetzt eingeladenen Spieler befinden sich sicher in einer Pole Position, um in Paris dabei zu sein", sagte Axel Kromer, Sport-Vorstand des Deutschen Handballbundes (DHB).

Marko Grgic übernimmt Heymanns Kaderplatz

Für den im linken Rückraum beheimateten Heymann, der bei der Europameisterschaft im Januar dem 17-köpfigen deutschen Kader noch angehört hatte, ist nun Marko Grgic vom ThSV Eisenach in die Mannschaft gerückt.

"Die eingeladenen Spieler wissen jetzt, wie ihr Sommer aussieht", sagte Bundestrainer Alfred Gíslason. "Wir haben einen starken Kreis zusammen und freuen uns auf dieses Team."

Olympia-Traum muss noch nicht ganz ausgeträumt sein

Ganz zu ist die Tür zu den Olympischen Spielen für Heymann freilich noch nicht. Weil der Rechtshänder Ende Mai vom DHB bei der IHF als Teil eines erweiterten 35er-Kaders registriert worden war, besteht für ihn noch eine Rest-Hoffnung. Der DHB muss dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) 17 Akteure zur Nominierung für die Sommerspiele vorschlagen, der der DOSB am 2. Juli offiziell nachkommen wird.

Bis zum 8. Juli muss Alfred Gíslason dann entscheiden, wer dem finalen 14er-Kader angehört und wer die drei Reserve-Plätze einnehmen wird. Danach sind personelle Veränderungen nur noch aufgrund von Verletzungen möglich. Potenzielle Nachrücker müssen zuvor Teil des 35er-Kaders gewesen sein. Heymann war am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.


Das Aufgebot des DHB für die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele:

Tor: Andreas Wolff (KS Vive Kielce), David Späth (Rhein-Neckar Löwen), Joel Birlehm (Rhein-Neckar Löwen).

Linksaußen: Lukas Mertens (SC Magdeburg), Rune Dahmke (THW Kiel).

Rechtsaußen: Christoph Steinert (HC Erlangen), Tim Hornke (SC Magdeburg).

Kreis: Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Justus Fischer (TSV Hannover-Burgdorf), Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen).

Rückraum Mitte: Juri Knorr (Rhein-Neckar Löwen), Luca Witzke (SC DHfK Leipzig), Marian Michalczik (TSV Hannover-Burgdorf).

Rückraum links: Julian Köster (VfL Gummersbach), Marko Grgic (ThSV Eisenach).

Rückraum rechts: Renars Uscins (TSV Hannover-Burgdorf), Franz Semper (SC DHfK Leipzig).

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