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Kein Sightseeing am Bodensee: TSV Weinsberg will in Konstanz gewinnen

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Gegen eine extrem junge Mannschaft der HSG Konstanz II müssen die Weinsberger um Trainer Oliver Heß hellwach und körperlich präsent sein - aber auch auf zwei wichtige Akteure verzichten.

Simon Schrempf auf Felix Hofacker - so könnte es auch am Sonntagnachmittag in Konstanz funktionieren.
Simon Schrempf auf Felix Hofacker - so könnte es auch am Sonntagnachmittag in Konstanz funktionieren.  Foto: Ralf Seidel

Es soll kein launiger Mannschaftsausflug werden, das betont Trainer Oliver Heß deutlich. Denn niemand beim TSV Weinsberg hat Lust, am Sonntagabend nach einer Niederlage mehr als zwei deprimierende Stunden im Bus sitzen und 220 Kilometer nach Hause fahren zu müssen - ohne Erfolgserlebnis, ohne Punkte, dafür mit reichlich Frust und schweren Beinen.

900 Meter in die Schweiz, 220 Kilometer nach Weinsberg

220 Kilometer hin und 220 Kilometer zurück sind die Rahmenbedingungen für die längste Auswärtsfahrt, die den Weinsbergern in dieser Oberliga-Saison bevorsteht: Am Sonntag (17 Uhr) gastiert der TSV bei der HSG Konstanz II. Von der Schänzle-Sporthalle südlich des Seerheins sind es nur etwa 900 Meter bis in die Schweiz. Für Ausflüge oder Sightseeing-Trips fährt die Weinsberger Reisegruppe allerdings nicht an den Bodensee, sondern um zu punkten - am besten doppelt. "Wir sind auf jeden Fall motiviert und wollen gewinnen; die Jungs haben Bock", sagt ihr Trainer, der jedoch auf Jan König und Max Schulze wird verzichten müssen.

Weinsberg sieht sich gut vorbereitet

Die extrem junge Nachwuchsmannschaft von Zweitligist HSG Konstanz (Durchschnittsalter 19,7 Jahre) gewann bisher zwei ihrer drei Partien. "Sie spielen oft eine offensive 3:2:1-Abwehr", weiß Oliver Heß. "Wir sind darauf aber gut vorbereitet und haben Lösungsmöglichkeiten erarbeitet." Sein Gegenüber, HSG-Trainer Benjamin Schweda, sieht in den Weinsbergern eine "Wundertüte", die es zu beschäftigen und zu "nerven" gelte, um gegen sie bestehen zu können.

"Konstanz ist im Eins-gegen-Eins brutal flink auf den Beinen. Das ist keine Truppe, die aus zehn Metern zu Sprungwürfen ansetzt", sagt Heß. Die ohnehin robusten Weinsberger werden daher in der Defensive kompakt verteidigen und ihre körperlichen Vorteile ausspielen müssen, um die HSG vom Tempo-Spiel abzuhalten. Gelingt dies, wäre das wohl auch der Stimmung auf der Rückfahrt äußerst zuträglich.

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