Hängepartie bei Meister HB Ludwigsburg geht weiter: Bundesliga verkommt zur Farce

  
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Bundesliga-Teilnahme oder vorzeitiger Rückzug? Die Hinhaltetaktik von Meister HB Ludwigsburg schadet dem gesamtem Frauen-Handball. Unser Autor wünscht sich einen klaren Schlussstrich.

Der Jubel längst verklungen, die meisten Spielerinnen bei neuen Vereinen, Meister HB Ludwigsburg auseinandergefallen. Wie es weitergeht, ist dennoch weiterhin offen.
Der Jubel längst verklungen, die meisten Spielerinnen bei neuen Vereinen, Meister HB Ludwigsburg auseinandergefallen. Wie es weitergeht, ist dennoch weiterhin offen.  Foto: Marijan Murat

Irgendwann ist es auch mal gut. Eine Woche vor dem Start der neuen Saison der Handball-Bundesliga der Frauen wissen Vereine und Liga (HBF) noch immer nicht, ob die HB Ludwigsburg am Spielbetrieb teilnehmen wird oder sich aufgrund ihrer finanziellen Probleme zurückzieht. Frühestens am nächsten Dienstag sei mit einer Entscheidung zu rechnen, heißt es aus verschiedenen Quellen. Bis zu 300.000 Euro fehlen laut „Stuttgarter Zeitung“ noch, um den Etat zu decken.


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HBL-Vorstandschef Christian Köhle sprach vor zwei Wochen noch von vielversprechenden Gesprächen mit Geldgebern, doch fehlt trotz Kostenminimierung durch eingesparte Top-Gehälter und dem Ausschluss aus der Champions League offenbar noch immer ein riesiger Betrag. Dazu stehen mit Sofia Hvenfelt, Karolina Kudlacz-Gloc und der an einem Kreuzbandriss laborierenden Dorottya Faluvégi noch genau drei Spielerinnen im Kader.

Ludwigsburger Hinhaltetaktik schadet der gesamten Bundesliga

So nachvollziehbar die Hinhaltetaktik der HB Ludwigsburg angesichts des Wunsches, den kompletten Absturz zu vermeiden und womöglich mit einer neuen, schwächeren Mannschaft nur sportlich in die 2. Bundesliga abzusteigen, auch ist, so schädlich ist er für alle anderen.

Am komplizierten ist die Situation derzeit für Ludwigsburgs angedachten Auftaktgegner Frisch Auf Göppingen, der den Meister eigentlich am Samstagabend in der EWS-Arena empfangen soll, aber von einer vernünftigen Planung gezwungenermaßen weit entfernt ist. Die nach Professionalisierung strebende HBF und ihre Eliteklasse verkommt einmal mehr zur Farce. Sperrt den Laden in Ludwigsburg endlich zu!

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