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Festung Weibertreuhalle: TSV Weinsberg feiert vierten Heimsieg in Folge 

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Dank einer starken Abwehr- und Torhüterleistung gewinnt der TSV Weinsberg in der Regionalliga mit 30:24 gegen den HSG Ostfildern. Bemerkenswert ist auch der Auftritt des Ersatz-Rechtsaußen. 

Von Gustav Döttling 
Phillip Brodmann ersetzte den kranken Rechtsaußen Maximilian Zeisler und lieferte mit sieben Treffern eine starke Partie ab.
Phillip Brodmann ersetzte den kranken Rechtsaußen Maximilian Zeisler und lieferte mit sieben Treffern eine starke Partie ab.  Foto: Mario Berger

Als Alen Hadzimuhamedovic zwei Sekunden vor der Schlusssirene den Ball zum Endstand von 30:24 in die Maschen des Netzes der HSG Ostfildern hämmerte, herrschte in der Weibertreuhalle Jubel pur. Die Weinsberger Fans feierten ihre junge Regionalligamannschaft am Samstagabend nach dem vierten Heimsieg in Folge mit stehenden Ovationen. „Wir haben eine fantastische Abwehr gespielt und Stefan Koppmeier im Tor war wieder ein starker Rückhalt. Das war ein Schlüssel zum Sieg“, sagte Trainer Edin Hadzimuhamedovic. Der „Schlüssel“ Koppmeier meinte: „Es macht riesig Spaß mit den Jungs, man sieht, wie positiv sich die Mannschaft in kurzer Zeit entwickelt hat.“

TSV-Youngsters spielen die Gäste schwindelig 

Nach einem 0:2-Rückstand zu Beginn der Partie steigerten sich die Hadzimuhamedovic-Schützlinge von Minute zu Minute. Ab der dritten Minute hatten die Gäste bis zum Pausenpfiff so gut wie nichts mehr zu bestellen. In der 20. Minute führte der TSV bereits mit 11:3. Die Gastgeber spielten mit ihrem Tempo-Handball und beeindruckenden Kombinationen die Gästeabwehr schwindelig. So verzückten Nicolas Ehrlich und Alen Hadzimuhamedovic gleich mehrfach die Fans mit dem Kempa-Trick, auch wenn er nicht immer gelang. Zur Halbzeit führte der TSV mit 16:10. Bei einer noch konsequenteren Chancennutzung hätte der Vorsprung durchaus noch höher ausfallen können.

Nur einmal hatte die Mannschaft von Trainer Edin Hadzimuhamedovic eine kleine Schwächephase zu überstehen. Nach Wiederanpfiff kam Ostfildern schwungvoll aus der Kabine und verkürzte den Rückstand innerhalb von sechs Minuten auf 16:14. Erst eine Auszeit des Weinsberger Trainers unterbrach den Angriffswirbel der Gäste. Hadzimuhamedovic schien die richtigen Worte gefunden zu haben. Seine Mannschaft kämpfte sich erfolgreich in die Erfolgsspur zurück und distanzierte die Gäste von der Filder bis zum 18:14 in der 39. Minute.

Rechtsaußen Phillip Brodmann glänzt mit sieben Toren  

Dieses Mal hatte der Erfolg gleich mehrere Väter. Neben Alen Hadzimuhamedovic, mit 10 Toren erneut bester Torschütze, und Torhüter Stefan Koppmeier, der mit 14 Paraden, darunter einem gehaltenen Siebenmeter glänzte, überzeugte Rechtsaußen Phillip Brodmann als siebenfacher Torschütze. Die Anspiele von Torhüter Koppmeier bei Tempogegenstößen verwandelte Brodmann zu 99 Prozent.

An seinem Beispiel zeigt sich die positive Entwicklung der ganzen Mannschaft. „Wir sind zu einer Einheit zusammengewachsen und haben alle riesigen Bock zu spielen“, schwärmte nach dem Spiel „Wirbelwind“ Nicolas Ehrlich. Er sorgte mit seinem Tempo für Lücken in der gegnerischen Abwehr und ermöglichte Tore seiner Mitspieler. „So ein Sieg fühlt sich gut an, vor allem, weil wir als Mannschaft gut zusammenspielen. Dazu haben uns die Zuschauer wieder richtig nach vorne gepusht“, freute sich Alen Hadzimuhamedoviz.

TSV Weinsberg: Koppmeier, Koch (Tor) - Hadzimuhamedovic (10), P. Brodmann (7), Ehrlich (4), Kandic (4), Titzmann (2), Köhler (1), Schrempf (1), Weber (1), Magdic, Paulsen, Pröllochs, Rieser, Schmitt.

Bester Schütze der HSG: Gehrung (5/1).

Schiedsrichter: Mauritz Möller, Patrick Neumann

Siebenmeter: TSV 2/0, HSG 5/2.

Zeitstrafen: 7/4.

Disqualifikation: Köhler (TSV/46.) nach dritter Zeitstrafe.

Zuschauer: 200. 

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