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Handball

Bönnigheim trotz 44 Gegentoren nicht bedient

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Oberliga-Frauen des TSV nehmen 36:44 gegen Metzingen II wegen Bundesliga-Bonus des Gegners relativ gelassen

Vergeblich gekämpft: Swantje Ziegler und Bönnigheim schafften es nicht, sich gegen die starke Metzinger Bundesligareserve durchzusetzen.Foto: Veigel
Vergeblich gekämpft: Swantje Ziegler und Bönnigheim schafften es nicht, sich gegen die starke Metzinger Bundesligareserve durchzusetzen.Foto: Veigel

Nein, enttäuscht über die krachende 36:44 (18:20)-Niederlage war Dieter Szabo nicht. "Wir haben gekämpft, aber gegen diesen Kader muss man − auch als Tabellendritter − wirklich nicht gewinnen", sagte der Trainer des TSV Bönnigheim gewohnt gelassen.

Im ersten Heimspiel der Rückrunde mussten sich seine Oberliga-Frauen gegen die TuS Metzingen II zwar geschlagen geben, die Gäste waren allerdings auch mit vier Spielerinnen aus der Bundesliga angereist. Schon in den ersten Spielminuten wurde klar, dass man diese Partie gegen das neu formierte Metzinger Team nicht mit dem ersten Aufeinandertreffen im September, bei dem Bönnigheim mit 24:21 als Sieger vom Platz gegangen war, vergleichen konnte.

Früher Rückstand Die Gäste starteten mit schnellen Spiel und lagen bereits in der 4. Minute mit 4:1 in Führung. Auch nach einer Auszeit von Dieter Szabo beim Spielstand von 3:7 fanden die Bönnigheimerinnen nicht richtig in die Begegnung. Gegen die technisch stark aufspielenden Metzingerinnen stand die Bönnigheimer Abwehr zu passiv und agierte nicht aggressiv genug. Auch im Angriff fand der Ball zu selten den Weg in Richtung TuS-Tor.

So geriet der TSV nach 14 Minuten schon mit sechs Toren in Rückstand. Dann ging jedoch ein Ruck durch die Gastgeberinnen und sie holten Treffer um Treffer auf. Durch schöne Zuspiele an die einlaufenden Außenspielerinnen und an den Kreis verkürzten sie den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 18:20. Hervorzuheben auf Bönnigheimer Seite war besonders Katharina Bauer, die durch ihre Treffsicherheit vom Siebenmeterpunkt und Kreis mit zwölf Toren glänzte.

Im zweiten Durchgang kamen die Bönnigheimerinnen gut ins Spiel zurück. Durch schnelles Angriffsspiel erzielte der TSV einfache Tore und konnte Metzingen bis zur 42. Minute beim 26:28 Paroli bieten − dann ließ jedoch die Konzentration und auch die Kraft beim TSV nach. Die Metzinger Rückraumspielerinnen spielten ihre Klasse gekonnt aus. Gegen die zu löchrige Abwehr kamen die Gäste teilweise völlig frei zum Torerfolg und bauten die Führung innerhalb von drei Minuten auf fünf Tore aus. Die letzten 15 Minuten dominierte Metzingen die Partie dann nach Belieben.

Sie ließen sich von den verschiedenen Abwehrvarianten des TSV nicht aus dem Konzept bringen und gingen beim etwas zu hoch ausgefallenen 44:36-Endstand als verdienter Sieger vom Platz. Enttäuscht über die Niederlage war der Aufsteiger aus Bönnigheimer deshalb auch nicht allzu sehr.

Keine Abwehr " Es war spektakulär, die Metzingerinnen sind hervorragende Handballerinnen − man muss aber auch sagen: an diesem Tag war bei uns so gut wie keine Abwehr vorhanden", sagte TSV-Abteilungsleiter Manfred Schmälzle.

Die Ausfälle von Sabrina Zerweck und Rabea Rometsch wiegen für ihn schwer: "Da hat einfach etwas Durchschlagskraft gefehlt. Aber auch ohne sie kann man noch guten Handball spielen." Das taten die Bönnigheimerinnen phasenweise ja auch. "Wenn man 36 Tore wirft, gewinnt man eigentlich, aber es waren einfach zu viele Fehler", betonte Schmälzle. Aber enttäuscht? Nein, das war auch er nicht. red/dok

TSV Bönnigheim: Schuch, Bauer (Tor); Tittes (3), A. Bauer, Stithem, Rupertus (2), Krieg (6), Belz (4), A. Ziegler (3), K. Bauer (12/4), S. Ziegler (3), Hildenbrand (3).

Beste Schützinnen TuS: Szücs (10/2), Welser (8). Siebenmeter: TSV 4/4; TuS 6/5. Zeitstrafen: 3/3.

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