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Hakro Merlins haben Bock auf den Aufstieg

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So haben die Hakro Merlins Crailsheim ihren 40. Geburtstag gefeiert. Bei der Gala gab es ein ganz besonderes Geschenk.

Die beiden Geschäftsführer der Hakro Merlins Crailsheim, Lukas Lienert (links) und Martin Romig im Gespräch.
Die beiden Geschäftsführer der Hakro Merlins Crailsheim, Lukas Lienert (links) und Martin Romig im Gespräch.  Foto: Marc Schmerbeck

Feiern – das können die Hakro Merlins Crailsheim. Dafür sind sie auch bekannt. Schließlich ist der Zweitligist als Partyverein groß geworden. „Wir waren schon seltsame Typen damals“, sagte Gründungsmitglied und heutiger Geschäftsführer Martin Romig. So verwundert es auch kaum, dass sich die Hohenloher ihren 40. Geburtstag am vergangenen Wochenende etwas kosten ließen.

Andererseits gab es dafür am Samstag auch im Spiel gegen die Karlsruhe Lions beim 87:77 zwei Punkte. Die Merlins sind in diesem Jahr damit weiter ungeschlagen. Danach wurde noch gebührend mit den Fans gefeiert.

Feiern ist ein Teil des Merlins-Gen - Von einem Sponsor gibt es ein besonderes Geschenk

„Feiern war schon immer ein Merlins-Gen“, sagte der Sportliche Leiter Ingo Enskat einen Tag vorher, als im Hangar in Crailsheim mit geladenen Gästen zelebriert wurde. „Mein Leben wäre definitiv schlechter gewesen, wenn ich nicht hierher gekommen wäre.“

Und bei der Gala hatte Eberhard Spies, der Vorstandsvorsitzende der VR-Bank Heilbronn-Schwäbisch Hall, ein ganz besonderes Geschenk dabei. Nämlich einen neuen Sponsorenvertrag für die nächsten fünf Jahre – ligaunabhängig. Da war sogar der sonst so redselige Merlins-Geschäftsführer Martin Romig kurz sprachlos. Und Spies schob hinterher

„Was wir machen, machen wir aus dem Herzen. Es gibt keinen Profi-Verein in Deutschland, der aus so wenig so viel macht.“ Und weiter: „Die Herren von der Bundesliga schauen schon kritisch. Wir meinen es ernst, wir kommen wieder.“

Ein kurzweiliger Abend, an dem viel geredet wurde - Grußbotschaft aus der NBA

Ansonsten war es am Freitag überhaupt ein Abend, an dem viel geredet wurde. Eine Phrase wurde ständig wiederholt: „Einmal Merlin, immer Merlin.“ Dies kam sogar per Grußbotschaft aus dem Munde von Tuomas Iisalo. Mit dem Finnen als Trainer hatten die Crailsheimer ihre erfolgreichste Zeit in der Bundesliga. Sie wurden Zweiter im Pokalwettbewerb, spielten international in dieser Zeit. „Ich habe einige meiner besten Basketball-Erinnerungen an diese fünf Jahre“, sagte Iisalo in einer Grußbotschaft. Nach Stationen in Bonn und Paris wurde er Coach des NBA-Clubs Memphis Grizzlies. „Ich bin stolz, ein Teil der Merlins zu sein. Ich wünsche euch das Beste für die Zukunft. Einmal Merlin, immer Merlin.“

Um wachsen zu können benötigt der Zweitligist eine größere Halle

Doch die Zukunft ist in einer Frage weiter offen. Um zu wachsen, um absehbar auch eine Zukunft in der Bundesliga zu haben, brauchen die Merlins in den nächsten Jahren eine neue Halle – eine Spielstätte mit größerer Zuschauerkapazität.

Doch auch wenn Crailsheims Oberbürgermeister Christoph Grimmer die Geschichte der Merlins wie ein „Märchen von der Schul-AG zum Vizepokalsieger“ bezeichnete und dem sportlichen Aushängeschild der Stadt einige Komplimente unterbreitete („Es ist großartig, einzigartig, was sie auf die Beine gestellt haben“), machte er kein klares Bekenntnis dafür, dass sich die Stadt allzu sehr für eine neue Halle engagiert.

Nur so viel: „Ich würde mich freuen, wenn wir die Merlins noch in unseren Stadtfarben sehen würden. Vielleicht können wir es hinbekommen, wenn wir es schaffen, eine Halle in Crailsheim hinzubekommen, dass sie dann in Gelb spielen.“

Merlins wollen zurück in die erste Bundesliga

Unabhängig von der Hallenfrage arbeiten die Merlins laut Enskat daran, dass sie wieder nach oben kommen, „aber ohne Druck, weil wir es wollen“. Und das am liebsten schon in dieser Saison – im Jahr des 40. Geburtstages. Aktuell stehen die Crailsheimer auf Platz drei der ProA. So sagt auch Lukas Lienert: „Ich habe Bock, dass wir wieder aufsteigen. Ich glaube daran.“ Auch er steht sinnbildlich für die Geschichte der Merlins. Als Werkstudent fing Lienert, ehemaliger Oberliga-Fußballer, bei den Basketballern an. Mittlerweile ist er zum zweiten Geschäftsführer neben Martin Romig aufgestiegen.

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