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68. Proklamation der Unterländer Sportler des Jahres
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Fest des Sports: Feiern unter Freunden

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Viel Applaus für die Ausgezeichneten und den Show-Act beim Fest des Sports, aber auch reichlich Gesprächsstoff hat es in der regionalen Sportfamilie gegeben. Anekdoten eines besonderen Abends.

Von fhu, lm, swa, nac
Volle "Pyramide" in der Kreissparkasse Heilbronn. Zum Fest des Sports sind 360 geladene Gäste gekommen.
Volle "Pyramide" in der Kreissparkasse Heilbronn. Zum Fest des Sports sind 360 geladene Gäste gekommen.  Foto: Mario Berger

Susanne Gumbrecht weiß das Jahr nicht mehr so genau. An den Ort des damaligen Fest des Sports erinnert sie sich aber noch genau. „Da war die Veranstaltung bei der TG Böckingen“, sagt Susanne Gumbrecht. Ein Podestplatz bei den deutschen Meisterschaften im Tischtennis hat damals für Platz drei bei der Unterländer Sportlerwahl gesorgt. Susanne Gumbrecht ist damals noch unter ihrem Mädchennamen Harst angetreten. Inzwischen ist die Tischtennis-Laufbahn beendet, zur Gewinnerin ist sie beim Fest des Sports aber trotzdem geworden. Denn Gumbrechts Wahlschein, auf dem Tischtennisspielerin und Vereinskameradin Minh-Thao Nguyen (Sport-Union Neckarsulm) ganz oben gestanden hat, ist gezogen worden. Der Leserpreis geht an die aus Neckarsulm stammende Neckargartacherin.

Familie Gumbrecht darf sich ein Wochenende lang auf einen von der Audi AG zur Verfügung gestellten A5 Avant freuen. Bei der Testfahrt ohne Kilometerbegrenzung kann sie nun das Auto made in Neckarsulm ausgiebig testen.

Andreas Axmanns magische Momente aus dem ipad

Der Media-Magier Andreas Axmann hat mit seiner mehrfach ausgezeichneten Show für Staunen gesorgt.
Der Media-Magier Andreas Axmann hat mit seiner mehrfach ausgezeichneten Show für Staunen gesorgt.  Foto: Mario Berger

Es gibt nicht nur magische Sportmomente, sondern auch Bühnenmomente, die einfach nur magisch sind. Andreas Axmann verblüfft auch bei seinem zweiten Auftritt beim Fest des Sports alle Zuschauer mit seinen Illusionen und Tricks bei seinen zwei jeweils fünfzehnminütigen Auftritten auf der Bühne unter der Pyramide der Kreissparkasse. Mensch und Maschine ist das zentrale Thema, im Tablet des aus Berlin angereisten Axmann steckt viel mehr als in so einem handelsüblichen Gerät. 

Als Jugendlicher hat Axmann schon die bekanntesten deutschen Magier kennengelernt, Zauberworkshops bei den heutigen „Ehrlich Brothers“ absolviert. Das ist anders, völlig großartig“, sagt Axmann über die „Großillusionisten“. Er selbst ist als „Kleinillusionist in seiner Nische glücklich. „Ich habe es lieber ein bisschen dezenter. Ich bin keiner für die große Bühne“, sagt Axmann. Wie anstrengend ist so ein Auftritt eigentlich? „Das ist schon wie Sport, weil ich mich sehr konzentrieren muss“, sagt Axmann, der jeden seiner Auftritte analysiert und sich in Heilbronn über Fehler geärgert hat, die gar niemand mitbekommen hat. Als nächstes will Andreas Axmann einen humanoiden Roboter auf die Bühne bringen. Mit einem Jahr Vorbereitung für sechs magische Minuten auf der Bühne rechnet der Künstler. Das ist auch im Sport häufig nicht anders.

Sekt zum Empfang: Die Hostessen der Kreissparkasse Heilbronn haben die Besucher begrüßt.
Sekt zum Empfang: Die Hostessen der Kreissparkasse Heilbronn haben die Besucher begrüßt.  Foto: Mario Berger

Carolin Ingelfinger - eine alte Bekannte in der Region

Der Name Carolin Ingelfinger hat jahrelang auf der Gästeliste des Fests des Sports gestanden: Fünf Mal ist sie von 2002 bis 2006 zusammen mit Katja Knaack Weltmeisterin im Zweier-Kunstradfahren geworden, drei Mal (2002 bis 2004) sind sie das Duo Unterländer Sportler des Jahres gewesen. „Ich war schon lange nicht mehr da. Zuletzt müsste es 2006 gewesen sein“, sagt die 41-Jährige, die Birgit Gottschling, Vorstand Finanzen des RSV Concordia Erlenbach, begleitet hat. Dem Kunstradsport ist Carolin Ingelfinger immer noch verbunden, sie ist regelmäßig in Erlenbach, wohnt aber in Stuttgart, wo sie als Stakeholdermanagerin bei der Messe arbeitet und sagt: „Man schaut jetzt in Stuttgart nach Heilbronn.“ Wegen den Projekten der Schwarz-Gruppe, nicht wegen des Sports. Mit Katja Knaack ist sie nach wie vor in engem Kontakt: „Ihr Sohn steigt jetzt gerade in den Kunstradsport ein“, erzählt sie.

Uwe Ralf Heer, Moderator des Abends und Chefredakteur der Heilbronner Stimme hat Marga Eimüllner (re) und ihre Tochter Tina Häffner begrüßt - und in Bildern an ihren Ehemann und Vater, an den Ende Dezember verstorbenen Uli Eimüllner, erinnert.
Uwe Ralf Heer, Moderator des Abends und Chefredakteur der Heilbronner Stimme hat Marga Eimüllner (re) und ihre Tochter Tina Häffner begrüßt - und in Bildern an ihren Ehemann und Vater, an den Ende Dezember verstorbenen Uli Eimüllner, erinnert.  Foto: Mario Berger

Erinnerungen an einen besonderen Mann: Uli Eimüllner hat große Spuren hinterlassen

Es tut immer noch weh. Am 26. Dezember ist Uli Eimüllner im Alter von 76 Jahren gestorben. Der Lauffener ist nie großspurig gewesen, hat aber überall in der Sportlandschaft große Spuren hinterlassen. Mit Bildern ist beim Fest des Sports an den Sportler und Macher gedacht worden. „Es ist schon toll, dass er so geschätzt wurde, das hat uns sehr berührt. Er wäre auch sehr stolz gewesen“, sagt seine Frau Marga Eimüllner, die begleitet worden ist von ihrer Tochter Tina und Schwiegersohn Michael Häffner – der Leichtathlet war 2000 Unterländer Sportler des Jahres. Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel sagt am Saalmikrofon: „Ich finde es toll, dass hier an Uli erinnert wurde. Und ich finde es toll, dass Celine Rieder so eine besondere Verbindung zu Rolf Härdtner und seiner Familie hat: Es gibt keine Familie in der Region, die so viel für den Sport macht.“

Kleinkaliberschützin Nele Stark hat im Vorfeld des Weltcups in China am Flughafen Schanghai acht Stunden gewartet - weil die Beamten ihre Munition gezählt haben.
Kleinkaliberschützin Nele Stark hat im Vorfeld des Weltcups in China am Flughafen Schanghai acht Stunden gewartet - weil die Beamten ihre Munition gezählt haben.  Foto: Lars Müller-Appenzeller

Pingelige chinesische Beamte zählen die Munition von Nele Stark einzeln

Viel Engagement bringt auch Nele Stark für ihren Sport auf. Die Schützin des SSV Güglingen sagt nach Platz zwei: „Die Urkunde kommt neben die andere zum Fernseher. Ich freue mich darüber sehr – es muss nicht immer eine Medaille sein.“ Die hängen über dem Fernseher („Es müssten etwas mehr als 20 von deutschen Meisterschaften aufwärts sein“). So sehe sie ihre Erfolge jeden Tag. „Es dürfen gerne noch mehr werden.“ Dabei ist die 22-Jährige gleich in ihrem ersten Jahr voll bei den Aktiven angekommen. Dort hat sie so manches erlebt – wie in China, als die Behörden auf dem Flughafen in Schanghai sie vor dem Weltcup in Ningbo acht Stunden haben warten lassen – trotz vorheriger Anmeldung. Denn die Beamten dort haben jede einzelne Munition gezählt – „und in einer Box sind 500 Stück“, erzählt Nele Stark, „dann haben sie sich auch noch verzählt und es ging von vorne los.“

THomas Zeitz stößt mit (von links) Johanna Fossum, Kim Hinkelmann und Angunn Gudmestad an.
THomas Zeitz stößt mit (von links) Johanna Fossum, Kim Hinkelmann und Angunn Gudmestad an.  Foto: Mario Berger

Falken-Profis haben Bammel vor unangenehmen Fragen

Die Heilbronner Falken stecken gerade im Tief. Anfang des Monats wurde die Insolvenz der GmbH & Co. KG eröffnet. Die Spieler, wenn sie den Eishockey-Oberligisten nicht schon verlassen haben, haben Sommerpause. Eine Teilnahme an den Playoffs ist wegen der Insolvenz untersagt, obwohl sportlich das Ticket souverän gelöst wurde. Für die Wahl zur Mannschaft des Jahres waren die Falken aber wegen ihrer süddeutschen Meisterschaft in der vergangenen Saison nominiert. Wohl beim Fest des Sports haben sich Freddy Cabana, Corey Mapes und Malte Krenzlin jedoch nicht wirklich gefühlt. Im Fall, dass sie unter die ersten drei kommen würden, hatten die drei Eishockeycracks schon unangenehme Fragen zur aktuellen Situation befürchtet. So weit kam es allerdings nicht. In diesem Jahr wurde nur die Mannschaft des Jahres auf die Bühne gebeten. Die Falken, obwohl Zweiter geworden, konnten entspannt sitzen bleiben.

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