Deshalb tritt der TSV Heinsheim in Schweinfurt nur mit einem Bulgaren an
Nur mit einem Ausländer, aber zuversichtlich: Ralf Fein, Technischer Direktor und Trainer des TSV Heinsheim, geht davon aus, dass die Bad Rappenauer auch in Schweinfurt klar gewinnen.

Etwas improvisieren müssen die Verantwortlichen des TSV Heinsheim vor dem letzten Saisonwettkampf der Zweitliga-Saison an diesem Samstag (17 Uhr) beim AC Schweinfurt. Denn weil Deniz Danev bereits in der nächsten Woche bei der EM im georgischen Batumi an den Start gehen wird, steht er genauso wenig zur Verfügung wie Gabriel Marinov, der sich in der Woche nach dem letzten Heimwettkampf der Heinsheimer gegen den SV Germania Obrigheim II an der Schulter verletzt hat und nun auch die kontinentalen Titelkämpfe verpasst. Und auch Tanislav Angelov ist keine Alternative. Nach einer Verletzungspause ist er „aktuell nicht in der Verfassung, an einem Wettkampf teilzunehmen“, sagt Ralf Fein, Technischer Direktor und Trainer des TSV.
Damit steht dem Team aus dem Bad Rappenauer Teilort für das Duell mit Schweinfurt nur noch ein ausländischer Heber zur Verfügung: Dzhan Zarkov, der erst Anfang Mai bei der Junioren-WM im ägyptischen Ismailia international im Einsatz ist. „Wir sind dennoch zuversichtlich, dass wir mit 3:0 gewinnen werden“, erklärt Ralf Fein. Mit rund 80 Punkten weniger als zuletzt, als die Heinsheimer nahe an ihre Saisonbestmarke von 649,6 Zählern gehoben haben, rechnet der TSV-Trainer in der Aufstellung mit Natalie Fein, Patrick Carvalho, Christian Martens, Roi Tayler Pfister, Janick Kahse und Zarkov.
Vorteil AC Schweinfurt: Hoher Frauenanteil im Team
Einzig im Reißen traut Ralf Fein den Schweinfurtern zu, dass sie Heinsheim Paroli bieten können. Denn die Gastgeber haben zum einen einige Frauen im Kader, die in dieser Teildisziplin Vorteile haben. Zum anderen sind nicht alle Heinsheimer in dieser Teildisziplin „nicht ganz in der Topverfassung, weshalb es knapp werden könnte“, sagt Ralf Fein, der aber davon ausgeht, dass der Punkt an den TSV gehen wird, und fügt hinzu: „Im Stoßen sollten wir ganz klar die Oberhand behalten, wenn nichts schief geht.“
Der letzte Saisonwettkampf wird gleichzeitig eine Premiere. Noch nie zuvor haben sich der TSV Heinsheim und der AC Schweinfurt duelliert. Die Unterfranken sind erst 2024 in die 2. Bundesliga aufgestiegen, als den Heinsheimern der Sprung in die Beletage gelang. Bereits in ihrem ersten Jahr im deutschen Unterhaus etablierten sich die Schweinfurter. Und auch in dieser Saison spielen sie eine ordentliche Rolle in der Gruppe B. Mit 10:14 Punkten sind sie vor dem Abschlusswochenende Sechster.Auf die Tabelle dürfte der Ausgang des Duelles zwischen Heinsheim und Schweinfurt keine Auswirkungen haben. Die Bad Rappenauer könnten zwar noch Gräfenroda vom zweiten Platz verdrängen. Dazu müsste der designierte Vizemeister aber in Obrigheim verlieren. Tritt das ein, könnte auch Rang sechs für Schweinfurt in Gefahr sein. Denn die SVG-Reserve hat nur einen Punkt Rückstand auf Schweinfurt. nac
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