Das Duo Popp/Nersinger leitet jetzt die Schaltzentrale der Red Devils
Mit Eduard Popp und Nico Nersinger haben die Bundesliga-Ringer der Red Devils Heilbronn nun eine Doppelspitze in der Geschäftsstelle. Abteilungsleiter Patrick Reutter ist der dritte starke Mann im Bunde.

Aus eins mach zwei - die Geschäftsstelle des Bundesligisten Red Devils Heilbronn wird künftig durch eine Doppelspitze verantwortet. Eduard Popp und Nico Nersinger leiten die Schaltzentrale der Sparte Ringen des SV Heilbronn am Leinbach im Vereinsheim in Frankenbach. Vorgänger Dominik Bauer hatte nach knapp eineinhalb Jahren auf Ende August sein Arbeitsverhältnis gekündigt.
Während Nersinger über Würzburg den Weg nach Heilbronn gefunden hat, ist Popp bereits seit Jugendjahren ein Aushängeschild der Mattenkämpfer aus der Römerhalle. "Eddi" wird sich aber nicht hinter seinem Schreibtisch verstecken, sondern für die Roten Teufel auch weiterhin in der Bundesliga an den Start gehen. "Nico und ich teilen uns die Aufgaben. Er übernimmt das Organisatorische, das Operative", klärt Popp auf, Nersinger kümmere sich zum Beispiel um alle Dinge rund um die Bundesligakämpfe. "Ich selbst arbeite an der Außendarstellung der sportlichen Entwicklung der Red Devils."
Ziel ist, die Professionalisierung voranzutreiben
Nersinger stammt ausdem bayerischen Allgäu nahe Günzburg und war nach seinem Master im Sportmanagement für die Handballer der Würzburger Wölfe und zuletzt bei den Basketballern der Würzburg Baskets im Marketing-, Sales- und Sponsoring-Bereich tätig. Das sind auch in Heilbronn die "Kompetenzen, die ich einbringen werde", sagt Nersinger. Es gehe darum, die "Professionalisierung" voranzutreiben und den "Event-Charakter der Heimkämpfe" zu stärken.
Der 28-Jährige wohnt in Kühlsheim und war aktiv im Fußball, Tennis, Eishockey und American Football unterwegs. Alles Sportarten, die auch in Heilbronn auf hohem Niveau betrieben werden. "Ich versuche, den Heilbronner Sport mit all seinen Aspekten mit ins Boot zu holen", sagt Nersinger. Es helfe nicht, gegeneinander zu arbeiten. "Da müssen wir gemeinsam das Bestmögliche herausholen."
Reutter wurde bei den Heimkämpfen vom Ringervirus befallen
Der dritte starke Mann in der Führung der Roten Teufel ist Patrick Reutter. Der Geschäftsführer des Sport- und Gesundheitszentrums Sportivo ist als Sponsor des Bundesligisten zum Fan geworden und seit Ende März Abteilungsleiter der Sparte Ringen. "Ich bin im Sport groß geworden, habe lange Jahre aktiv Kickboxen betrieben", erzählt der 32-Jährige, er sei vom Ringervirus befallen. "Ich war bei den letzten sieben Heimkämpfen dabei und habe in dieser Zeit durch mein Sponsoring auch mit den Sportlern zu tun gehabt. Das hat einfach Lust auf mehr gemacht."
Als Kind des Vereins sieht sich Popp als Bindeglied zwischen Profibereich und Ehrenamt, zwischen Bundesliga-Ringern und der Nachwuchs-Abteilung. "Da müssen Dinge zusammengeschweißt, als Gemeinschaft und Einheit präsentiert werden", sagt Popp. Auch gehe es darum, die Red Devils als Marke zu installieren und für Sponsoren einen Mehrwert zu generieren, um sie als Partner zu gewinnen, beziehungsweise zu halten. "Ich bin hier aufgewachsen, habe einen starken Bezug zu den Menschen und den Unternehmen in der Region. Das will ich uns zu Nutze machen."
Popp bereitet sich auf ein Berufsleben in der Selbstständigkeit vor
Für den 32-Jährigen Möckmühler waren die zurückliegenden Monate ereignisreich. Mitte Februar verkündete der dreimalige WM-Fünfte, Olympia-Fünfte und -Achte (2021) sein internationales Karriereende. 2021 hatte der Schwergewichtler bei der EM im polnischen Warschau die Bronzemedaille gewonnen. "Mein Köper hat mir Signale gegeben", erzählt Popp von anhaltenden Rückenproblemen. Hauptgrund war jedoch, er habe gemerkt, "Feuer und die Motivation, international nochmals 100 Prozent zu gehen" war nicht mehr in dem Maße vorhanden war, wie es notwendig gewesen wäre.
Im März wurde Popp zum dritten Mal Vater, verlängerte zuvor seinen Vertrag bei den Red Devils und bereitet sich seitdem auf ein Berufsleben in der Selbstständigkeit als Trainer im Sport-, Fitness- und Gesundheitsbereich vor. Ende des Monats endet dann auch seine Zeit in der Bundeswehr-Sportförderkompanie in Bruchsal.
Fitnesstrainer
Ab Oktober steht Eduard Popp endgültig beruflich auf eigenen Füßen, arbeitet in der Selbstständigkeit im Gesundheitsbereich als Fitnesscoach und Personal-Trainer. "Ich trainiere Einzelpersonen, aber auch Mannschaften oder Gruppen", erzählt Popp. Er betreut aktuell beim Fußball-Landesligisten VfR Heilbronn die Aktiven, wie auch die Jugend als Athletiktrainer. "Am 1. Oktober beginnt für mich das Abenteuer Selbstständigkeit so richtig. Es ist alles noch im Aufbau, ich experimentiere, probiere viele Dinge aus. Was konkret daraus wird, kann man jetzt noch nicht sagen, ich habe aber schon damit begonnen, das ein oder andere Projekt umzusetzen." Auch Sportplattformen und Sportkonzepte sollen zu seinem Portfolio gehören. "Vieles ist in der Entwicklung, aber noch nicht spruchreif.
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