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Bönnigheim sendet eine Kampfansage an die Konkurrenz

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Mit der Leistung beim souveränen 35:29 im Regionalliga-Derby gegen die Sport-Union Neckarsulm II kann es der TSV Bönnigheim mit jedem Gegner aufnehmen. Denn die Mannschaft von Trainer Dominic Zäh hat den  Aufstieg noch nicht aus den Augen verloren.

Nur selten bekamen die Neckarsulmerinnen in der Abwehr so Zugriff auf die Bönnigheimerinnen wie hier auf Katja Kerner (Zweite von links).
Nur selten bekamen die Neckarsulmerinnen in der Abwehr so Zugriff auf die Bönnigheimerinnen wie hier auf Katja Kerner (Zweite von links).  Foto: Lina Bihr

Nach Minuspunkten sind es weiterhin sechs Punkte Rückstand auf den Regionalliga-Spitzenreiter HSG Stuttgarter Kickers/TuS Metzingen II. Die Rückkehr in die 3. Liga haben die Handballerinnen des TSV Bönnigheim aber noch nicht aus den Augen verloren. „Der Rückstand ist groß, aber wir haben noch einen guten Spielplan. Fast alle direkten Konkurrenten kommen noch zu uns“, berichtet TSV-Trainer Dominic Zäh. „Aber wenn das funktionieren soll, müssen wir eine perfekte Runde voll hinlegen. Abgeben darf man nichts mehr – und auch dann wird es noch schwierig. Aber abgehakt ist es noch nicht.“

Bönnigheim: Wenige Probleme mit der offensiven Abwehr der Neckarsulmerinnen

Die Leistung beim 35:29 (14:12)-Heimsieg im Derby gegen die Sport-Union Neckarsulm II war aber zumindest einmal eine Kampfansage an die Konkurrenz. „Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert“, erklärt Bönnigheims Rückraum-Spielerin Katja Kerner. Und Zäh ergänzt: „Wir hatten erstaunlich wenig Probleme mit der offensiven Abwehr der Neckarsulmerinnen. Da hatte ich zumindest vor dem Spiel Sorgen, dass das schwieriger werden könnte. Aber letztlich war es 60 Minuten lang gut gespielt.“

Immer wieder fanden die Bönnigheimerinnen Lücken im Abwehrverbund der Gäste und kamen zu leichten Toren. Dadurch zogen die Neckarsulmerinnen den Ärger ihres Trainers auf sich. „Irgendwie hat vor allem in der zweiten Halbzeit die Grundaggressivität gefehlt. Wir hätten viel mehr Fouls machen müssen und nicht zulassen, dass die Bönnigheimerinnen einfach durch die Mitte laufen. Aber irgendwie waren die Köpfe woanders“, bemängelt Krunoslav Jelinic. Das machte sich auch im Ergebnis bemerkbar. Nach 14 Gegentoren in Hälfte eins kassierten die Neckarsulmerinnen nach dem Seitenwechsel 21.

SUN-Reserve reist ersatzgeschwächt an - für Trainer Jelinic aber keine Ausrede

Dass die Sport-Union II ersatzgeschwächt in die Ganerbenstadt angereist war – vor allem im Rückraum und damit im Abwehr-Mittelblock hatte Jelinic wenige Optionen zur Verfügung –, will der Neckarsulmer Coach allerdings nicht als Ausrede gelten lassen. „Da müssen wir uns durchkämpfen“, sagt er. Für Bönnigheims Katja Kerner jedoch dennoch ein Grund für den klaren Sieg des TSV. „Es kam uns zugute, dass die SUN-Reserve nicht so viel durchwechseln konnte und wir eine volle Bank hatten“, erklärt die Bönnigheimer Rückraum-Spielerin.

Am Ende sei der Sieg aber „ein paar Tore zu hoch ausgefallen“, fügt Kerner hinzu. Und Zäh ergänzt: „Die Neckarsulmerinnen haben es auch gut gemacht. Für mich stehen sie zu Unrecht auf einem Platz im hinteren Tabellendrittel.“

4:0-Lauf des TSV direkt nach der Pause sorgt für klare Verhältnisse

Für klare Verhältnisse sorgten die Bönnigheimerinnen zu Beginn der zweiten Hälfte. Mit einem 4:0-Lauf setzten sie sich auf 18:12 (37. Minute) ab. Die Gäste leisteten sich in dieser Phase einen Fehlpass nach dem anderen. „Wir wussten, dass die Neckarsulmerinnen viel ins Eins-gegen-eins gehen. Das haben wir gut verteidigt“, sagt Kerner. Und Zäh lobt: „Die Mädels haben vor allem Trixi Hanak und Rebecca Schäfer nicht in die Nahwurfzone kommen lassen.“

In die Bresche sind die anderen Neckarsulmerinnen aber nicht gesprungen. „Es haben sich letztlich nur zwei oder drei Spielerinnen getraut, überhaupt etwas zu machen“, bemängelt Jelinic. Zu wenig, um den Rückstand noch mal zu verkürzen.

TSV Bönnigheim: Gerullis, Cotardo, Baranski – Zäh (2), Haiges (2), Haar (2), Sanwald (2), Luft (4), Graner (8/5), Kynast, Häberlen (3/2), Biedermann (3), Kerner (5), Duman (3).

Sport-Union Neckarsulm II: Martel, Wagner – Gerold, Aurenz, Hanak (7), Korn (3), Schäfer (9), Schrembs, Wiesenmayer, Gomes-Shala, Rieger (2), Siegle (7), Zischka, Zimprich.

Schiedsrichter: Michael Hommel/Matthias Schwarz.

Siebenmeter: TSV: 7/8; Sport-Union II: 6/9.

Zeitstrafen: 6/2.

Zuschauer: 350.

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