Benedikt Jiranek von den Bietigheim Steelers: Stolz auf das Erreichte
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Der 24 Jahre alte Verteidiger, der in den vergangenen beiden Spielzeiten für die Heilbronner Falken aufs Eis ging, hat sich vom Ergänzungsspieler zum wichtigen Faktor in der Rotation des DEL2-Aufsteigers Bietigheim Steelers gemausert - und hofft auf die eine oder andere Überraschung in den Playoffs.
Benedikt Jiranek hat sich in die Rotation des DEL2-Aufsteigers Bietigheim Steelers gekämpft. Der Verteidiger, der in der Vorsaison für die Falken aufs Eis ging, hofft nun auf die ein oder andere Überraschung in den Playoffs.
Foto: Imago/Maximilian Koch
Bei den Heilbronner Falken war Benedikt Jiranek in den vergangenen beiden Spielzeiten ein Leistungsträger in der Oberliga. Vor dieser Saison wagte der Verteidiger dann aber den Sprung in die Deutsche Eishockey Liga 2 (DEL2). Der Rechtsschütze wechselte zum Unterländer Erzrivalen Bietigheim Steelers – und musste erst einmal Lehrgeld bezahlen. „Der größte Unterschied war die erhöhte Geschwindigkeit. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen“, zieht der 24-Jährige nach Abschluss der Hauptrunde als Fazit. „Außerdem war es schon ein Unterschied, ob ich in der Oberliga zur wichtigsten Verteidigungsgruppierung gehörst und dann eine kleine Rolle einnimmst, wenn du eine Klasse höher gehst. Aber das ist ja normal, dass man erst einmal auf dem Rücksitz Platz nehmen musst – vor allem, wenn man noch gar keine DEL2-Spiele vorweisen kann.“
Den Rücksitz bei den Steelers – Jiranek war zu Beginn der Saison der überzählige Verteidiger – hat der gebürtige Nürnberger aber schnell verlassen. Bereits gegen Mitte November hatte er sich in die Rotation des amtierenden Oberliga-Meisters aus dem Ellental gespielt. „Es war das Ergebnis meiner Weiterentwicklung übers Jahr“, berichtet der 24-Jährige. „Dazu kamen ein, zwei Verletzungen, so dass ich die Chance auf eine größere Rolle bekam.“ Und diese Gelegenheit nutzte Jiranek. „Ich denke, ich habe die Rolle, die die Mannschaft von mir braucht, erfüllt habe und immer noch erfülle – nämlich ein solides Verteidigungsstück“, erklärt der Verteidiger.
Mit seiner wachsenden Rolle hat Benedikt Jiranek auch angefangen zu scoren
Mit der größeren Rolle im Team der Steelers und damit mehr Spielanteilen begann Jiranek, auch zu scoren. Sein vermeintlich erster Treffer wurde zwar Joshua Rust zugeschrieben. „Schon, als ich geschossen habe, war mir klar, dass der Puck von einem Mitspieler getippt war“, sagt der 24-Jährige. „Wichtig war einfach, überhaupt ein Tor zu erzielen. Denn ich weiß noch, das war ein ganz enges Spiel.“ Der Treffer bedeutete den 1:1-Ausgleich beim 2:1-Sieg nach Penaltyschießen bei den Lausitzer Füchsen.
Seine Torpremiere holte Jiranek drei Wochen später bei den Kassel Huskies nach. „Außer ein Tor in den Playoffs hätte ich mir keinen schöneren Treffer als ersten in der DEL2 fast nicht wünschen können als in so einem für uns wichtigen Spiel bei einem der Spitzenteams in der Klasse“, freut sich der Verteidiger und ergänzt lapidar: „Durch die höhere Spielzeit konnte ich mir aber halt auch ein paar mehr Torchancen erarbeiten.“
Luis Ludin – ein Spieler, der Erwartungen an ihn oft übertrifft
Nach Ende der Oberliga-Hauptrunde und damit kurz vor Ende der Wechselfrist in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL2) wechselte noch Luis Ludin von den Heilbronner Falken zu den Bietigheim Steelers. „Für mich war es sehr schön, dass er gekommen ist“, sagt Benedikt Jiranek, der sich schon in der vergangenen Saison bei den Heilbronner Falken sehr gut mit dem 24-jährigen Stürmer verstanden hat. Der Deutsch-Österreicher ist vor allem ein harter Arbeiter, der „jeden Tag alles gibt“, sagt Jiranek. „Was Besseres in der jetzigen Situation hätten wir nicht finden können.“
Doch wie kann Ludin den Bietigheim Steelers in den DEL2-Playoffs überhaupt helfen? „Einfach, indem er er selbst ist“, erklärt Jiranek. „Im Moment brauchen wir zuallererst ein bisschen Hilfe in der Kaderbreite. Aber ich glaube, dass er uns durch sein Talent mehr helfen kann, als nur die Kaderbreite zu erweitern. Er ist ein Spieler, der die Erwartungen an ihn übertreffen kann. Wie sehr er uns helfen kann, da setze ich kein Limit.“ nac
Mit seiner Leistung hat Jiranek dazu beigetragen, dass sich die Steelers als Aufsteiger direkt fürs Playoff-Viertelfinale qualifiziert haben, obwohl Bietigheim nur zwei Punkte aus den ersten acht Saisonspielen geholt hatte. „Uns war bewusst, dass die Prognosen für uns nicht gerade rosig waren – auch aufgrund unseres geringen Etats. Aber wir wussten von Tag eins an, wie viel Potenzial wir in unserem Team haben“, sagt Jiranek. „Wir sind nicht nur da, um mitzuhalten, sondern um zu gewinnen.“
Kontingentspieler der Bietigheim Steelers sind überragend laut Benedikt Jiranek
Vor allem die Kontingentspieler der Bietigheimer haben richtig eingeschlagen. „Wie die Tore geschossen haben, war phänomenal“, erklärt Jiranek. Jack Dugan (67 Punkte/25 Tore), Brett Kemp (63/28), Marek Racuk (55/21) und Cole Fonstad (44/21) stehen unter den besten 26 Scorern der DEL2. „Allen anderen war klar, welche Rolle jeder hatte. Und die hat jeder perfekt erfüllt“, fügt der 24-Jährige hinzu.
Auftakt in der Best-of-Seven-Serie der Runde der besten Acht gegen die Towerstars ist am 17. März (19.30 Uhr) in Ravensburg. Erstes Heimspiel in der Ege-Trans-Arena ist am 20. März (19.30 Uhr). „Zwar haben wir alle vier Hauptrundenspiele gegen die Towerstars verloren. Doch das wird in den Playoffs irrelevant. Jetzt, wenn die Playoffs losgehen, wird alles auf null gestellt“, berichtet Jiranek. „Es wird eine enge und umkämpfte Serie. Ich möchte definitiv keine Kappe auf die Saison setzen. Wir sind noch für eine Überraschung gut.“
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