Gänsehaut, aber keine Punkte für die Heilbronn Reds
|
2 Min
Erfolgreich kopiert!
Heilbronn Reds verlieren nach starker Aufholjagd in ausverkaufter Halle die Regionalliga-Partie gegen Haiterbach. Warum der Trainer kaum Ansatz zur Kritik hatte.
Nils Maisel (rechts) versucht sich durchzusetzen. Die Heilbronn Reds verloren ihr Regionalliga-Spiel gegen KKK Haiterbach.
Foto: Lina Bihr
Es kommt selten vor, dass Trainer nach Niederlagen zufrieden sind. Doch Goran Mijic wollte nicht viel kritisieren an seiner Mannschaft – obwohl die Heilbronn Reds am Sonntag ihr Heimspiel gegen KKK Haiterbach mit 72:78 verloren. „Meine Jungs haben das Maximum geliefert“, sagte Mijic. „Die individuelle Klasse des Gegners hat das Spiel entschieden.“
Haiterbach zieht auf einmal davon
In den ersten fünf Minuten war die Regionalliga-Partie noch ausgeglichen, dann zog Haiterbach auf einmal davon. Entschied das erste Viertel mit 24:13 für sich. 25:40 hieß es zur Halbzeit. „Manchmal kann man noch so gut verteidigen und die treffen trotzdem. Das ist eben Basketball“, sagte Mijic. „Ich glaube, den Leuten hat es Spaß gemacht. Und das ist doch das wichtigste.“
Schließlich war die Halle ausverkauft. Und dank der doch großen Anzahl mitgereister Gästefans herrschte auch eine „sehr, sehr krasse Stimmung“, wie Heilbronns Shooting Guard Dennis Schnakenberg meinte. „Man hat teilweise kein Wort verstanden, das man selbst gesagt hat. Aber es war ein schönes Gefühl vor den ganzen Fans zu spielen. Da hatte ich fast eine Gänsehaut. Wir haben uns durch die erste Halbzeit selbst Probleme gemacht. Aber wir sind ja nochmal zurückgekommen.“
Couragierte Aufholjagd der Heilbronn Reds wird nicht belohnt
Doch die couragierte Aufholjagd der Heilbronner wurde eben nicht belohnt. Die Reds verteidigten in Halbzeit zwei sehr aggressiv und aufmerksam. Nun fielen die Würfe nicht mehr – auch Topscorer Herdie Brandon Lawrence (36 Punkte) verfehlte nun immer wieder das Ziel.
Dafür übernahm sein Heilbronner Kumpel Marques Antoine Charlton immer mehr Verantwortung und führte die Gastgeber immer weiter heran. Das Duell der beiden Freunde endete dann auch beinahe mit einem Unentschieden. Charlton kam auf zwei Punkte weniger als der Haiterbacher.
Zu wenige Dreier
Ein Problem der Heilbronner waren die Dreier, von denen nur vier abgegeben wurden. Haiterbach versuchte es zwölf Mal aus der Distanz. Andererseits waren die Punkte der Reds auch nur auf vier Spieler verteilt. Dagegen punkteten acht Haiterbacher. Für Heilbronn steht nun bereits am kommenden Sonntag erneut ein Heimspiel an – und zwar gegen den Tabellenfünften Merlins Crailsheim II. Beide Teams sind punktgleich.
Auch Mijic hatte das Duell der beiden Amerikaner mit Spannung verfolgt. „Es war so wie es sein muss. Auf dem Feld ruht die Freundschaft, da wird dem anderen nichts geschenkt“, sagte er. „Vor und nach dem Spiel ist aber alles in Ordnung. Das gibt es heute aber nicht mehr so oft.“
Heilbronn kämpft sich wieder auf Schlagdistanz heran
In der 27. Minute verkürzte Charlton erst auf 41:51, um dann weiter nachzulegen. Beim 44:51 war Heilbronn endgültig wieder in Schlagdistanz. Simon Schmitz erzielte kurz darauf das 46:51. Doch auch das zeichnete die Haiterbacher an diesem Sonntag aus. Immer, wenn es eng wurde, fanden sie die richtigen Antworten. Ins letzte Viertel retteten sie beim 50:55 einen Fünf-Punkte-Vorsprung.
Doch das Momentum lag ganz klar auf der Seite der Reds. Und die Gastgeber starteten gleich aufmerksam in der Defense, verteidigten so gut, dass die Wurfuhr der Gäste herunterlief. Im folgenden Angriff sorgte Schmitz mit einem Korbleger und einen Zusatzfreiwurf für das 53:55. Danach setzten sich die Gäste wieder etwas auf 58:53 ab.
Heilbronn bäumt sich noch einmal auf
Noch einmal bäumte sich Heilbronn auf, kam zum Anschluss (57:58) ran. Doch der Ausgleich gelang nicht mehr. Vier Minuten vor dem Ende lag Haiterbach wieder mit 68:57 vorne. 17 Sekunden vor der Schlusssirene waren die Reds wieder auf 72:74 dran. Doch die Gäste behielten die Nerven und holten sich den 76:72-Sieg.
„Schade, dass wir nicht gewonnen haben“, meinte Schnakenberg. Mit einem Sieg wären die Heilbronner auf Rang drei geklettert. So sind sie auf Rang elf abgerutscht. „Da schaue ich gar nicht drauf“, meinte der Guard. „Für uns geht es in erster Linie darum, die Klasse zu halten. Alles, was danach kommt, ist Bonus.“
Traurig, aber keine Sorge: Sie können natürlich trotzdem weiterlesen.
Schließen Sie einfach diese Meldung und sichern Sie sich das andere exklusive Angebot auf der Seite. Bei Fragen hilft Ihnen unser Kundenservice unter 07131/615-615 gerne weiter.
Kommentare