Red Devils: Heimkampf als erste Einstimmung auf die Playoffs
Ringer-Bundesligist Red Devils Heilbronn erwartet den ASV Urloffen zum vorletzten Hauptrundenduell vor dem Abschluss in Neuss. Mit ein bischen Glück ist sogar noch Platz eins in der Gruppe drin.

Nach dem "Heim-Auswärts-Auftritt" als Gast "Unter der Pyramide" bei der Kreissparkasse Heilbronn (24:7-Sieg gegen Witten) und einem kampffreien Wochenende kehren die Red Devils Heilbronn in ihre gewohnte Umgebung der Römerhalle zurück. Am Samstag (19.30 Uhr) wird der ASV Urloffen erwartet. Es ist der letzte Heimkampf der Hauptrunde. Eine Woche später wird die Rückrunde bei der KSK Konkordia Neuss abgeschlossen. Danach geht es in die K.o.-Runde der Playoffs.
"Die kleine Pause hat uns nicht geschadet", sagt Devils-Chefcoach Adam Juretzko, auch wenn die Heilbronner in der Bundesliga West wieder mit einem Punkt Rückstand hinter den KSV Köllerbach und den deutschen Meister ASV Mainz auf Rang drei abgerutscht sind. "Die Playoffs haben wir sicher", sagt Juretzko. Nun heißt es, sich in den verbleibenden Hauptrunden-Auftritten "gut aus der Affäre zu ziehen", um danach zu sehen, welche Viertelfinal-Hürde die Auslosung den Roten Teufeln beschert.
Die Gäste haben in der Rückrunde noch keinen Punkt geholt
Heilbronn geht auf dem Papier gegen Urloffen als klarer Favorit auf die Matte. Für Juretzko ist es bereits die erste Einstimmung auf die K.o.-Runde und so bietet sich die Gelegenheit, "etwas auszuprobieren" oder den "ein oder anderen Athleten zu schonen".
Eine starke Mannschaft, die den Sieg holen wird, garantiert der Coach aber dennoch. Zumal die Gäste aus Baden nach dem Stilartenwechsel in der Rückrunde noch keinen Punkt geholt haben. Zuletzt verkaufte sich der ASV bei der 12:17-Niederlage gegen Mainz jedoch teuer und gewann vier von zehn Einzelduellen.
Ein echter Härtetest für Atka Sever
Einen starken Eindruck bei den Gästen hat bisher Mindaugas Venckaitis im Greco-Limit bis 98 Kilogramm hinterlassen. "Ich bin gespannt, wie sich Etka Sever gegen diesen Gegner aus der Affäre zieht, Das ist für ihn ein echter Härtetest in Richtung Playoffs. Er kann in einem 50:50-Kampf zeigen, wo er steht", gewährt Juretzko völlig ungewohnt den einen oder anderen Blick in seine Aufstellung. Auch Eigengewächs Alexander Jakob, Abdolmohammad Papi und Lom-Ali Eskijev werden zum Heilbronner Aufgebot gehören.
Die Hoffnung, als Gruppenerster in die Playoffs zu gehen, um so einen möglichen leichteren Auftaktgegner und das Heimrecht im Rückkampf zu haben, ist gering, aber dennoch vorhanden. Dazu müsste Köllerbach am Samstag in Witten patzen und zum Hauptrundenfinale gegen Mainz gewinnen.
Möglich sei alles, sagt Juretzko, jetzt beginne die Phase, in der die nationalen Verbände ihre Auswahlringer zu Lehrgängen und Trainingsmaßnahmen zusammenrufen, da zu Beginn des neuen Jahres Qualifikationsturniere für die Olympischen Spiele in Paris nächsten Sommer auf dem Programm stehen. Das könnte auch Auswirkungen auf die Playoffs haben, in der Form, dass nicht alle Vereine ihre besten ausländischen Ringer zur Verfügung haben.
Unter der Pyramide habe das Heim-Gefühl gefehlt
Beim Blick zurück auf das Event "Unter der Pyramide" hat Juretzko die gewohnte Stimmung aus der Römerhalle vermisst. Hätte man in der Kreissparkasse vor 400 oder 500 Zuschauern gerungen, wäre das sicherlich "ein Hexenkessel" geworden, vermutet Juretzko. Doch bei nur knapp 250 Besuchern sei dies nicht möglich, zudem habe das echte Heim-Feeling gefehlt. "In der Römerhalle, da bist du Zuhause und kennst jede Ecke."
In der beengten Räumlichkeit der Kreissparkasse sei alles ein bisschen anders gewesen und es habe sich, auch wenn es in Heilbronn war, eher wie ein Auswärtskampf angefühlt. Nun freuen sich die Red Devils, wieder in der Römerhalle auf die Matte gehen zu können.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare