Nach Rückzug aus Ringer-Bundesliga: Offene Fragen bei den Red Devils Heilbronn
Der künftige Verbandsligist hat aktuell keinen Abteilungsleiter. Auch ist noch unklar mit welchem Etat für die nächste Saison geplant werden kann.

Nach dem finanziell bedingten Rückzug aus der Bundesliga stehen die Red Devils Heilbronn – wie berichtet – nächste Saison vor einem Neustart in der Verbandsliga. Doch wer führt künftig die Ringerabteilung des SV Heilbronn am Leinbach? Es gibt offene Fragen.
Vor einer Woche tagte der Ausschuss der Devils-Ringer. Auf diesem Treffen stellte der bisherige Abteilungsleiter Denis Berberovic sein Amt zur Verfügung. „Wir sind jetzt quasi kopflos“, sagt Berberovic, der trotz Rücktritt bis zur nächsten Hauptversammlung der Ringer noch helfend zur Seite steht.
Sponsoren müssen gesucht werden, auch muss mit den Ringern der Red Devils Heilbronn gesprochen werden
„Wichtig ist, Kandidaten zu finden, für die Ämter, die zu besetzten sind“, zählt Berberovic die Posten Abteilungsleiter, dessen Vertreter, Kassier und Schriftführer auf. Namen von Personen, die Verantwortung übernehmen wollen, soll es geben. „Aber noch ist nichts in trockenen Tüchern. Diese Personen müssen ja erst gewählt werden.“ Mit den neuen Verantwortlichen werden dann die Planungen für die Saison 2025 in Angriff genommen. „Es geht um Sponsoren und man muss mit den Ringern sprechen“, nennt Berberovic die dringlichsten Aufgaben.
Die Entscheidung, künftig in der Verbandsliga auf die Matte zu gehen, fällten final die Trainer Halil Meral, Josef Svajlenka und Andrej Puscas, wobei auch die Meinung weiterer Verantwortlicher aus dem Jugendbereich eingeholt wurde. Svajlenka berichtet, aus der Nachwuchsabteilung kam der Wunsch die zweite Mannschaft, die aus der Landesliga in die Landesklasse abgestiegen ist, zu halten.
Die Zukunft der Red Devils Heilbronn soll über die eigene Jugend gestaltet werden
„Wir haben gesagt, wir ringen nächste Saison nur mit einer Mannschaft“, sagt Svajlenka. Wenn alles gut läuft, könne man für 2026 wieder anders entscheiden. Jugendleiter Arno Stegmeyer bedauert, dass es keine Zweite mehr geben wird, in der die jungen Talente Erfahrung im Teamsport sammeln können und nicht nur auf Turnierteilnahmen beschränkt sind. In Bezug auf die Eigengewächse ab 14 Jahre „hätte eine zweite Mannschaft Sinn gemacht“, sagt Stegmeyer. Die Zukunft der Red Devils müsse über die eigene Jugend gestaltet werden. „Der andere Weg hat ja nicht funktioniert, wie wir jetzt sehen.“
Mit welcher Mannschaft in der Verbandsliga gerungen wird, ist offen. „Wir wissen ja nicht, wie wir finanziell dastehen“, sagt Svajlenka. Erst wenn klar ist, welcher Etat zur Verfügung steht, könne die Kaderplanung erfolgen. Auch die Verbandsliga gibt es nicht kostenfrei. Selbst in der fünfthöchsten Liga wird Geld beziehungsweise eine Aufwandsentscheidung an die Athleten gezahlt. Für den Neustart fallen die Namen der Eigengewächse Alexander Jakob und André Timofeev. Zudem hofft man auf die Rückkehr von Stefan Kamockij vom Oberligisten KSV Neckarweihingen. „Die Jungs wollen wissen, was wir bieten können und wie die Planungen aussehen“, sagt Svajlenka man hänge derzeit in der Luft und sei erst nach der Hauptversammlung handlungsfähig.
Wer die Red Devils Heilbronn künftig trainiert, das ist noch offen
Doch die Zeit wird knapp. „Timofeev und Jakob haben mit Sicherheit Angebote von anderen Vereinen“, sagt Svajlenka, man müsse sich, wenn es finanziell machbar ist, auch um zwei Ausländer bemühen. „In der Verbandsliga hat fast jeder Verein drei Ausländer.“ Eine weitere drängende Frage ist jene nach den sportlich Verantwortlichen. Wer trainiert den Kader? Werden bei nur noch einer Mannschaft in der Verbandsliga drei Trainer benötigt? Auch das wird laut Svajlenka wohl erst „nach der Hauptversammlung entschieden werden“.
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