Zeigen die Falken gegen Passau eine Reaktion?
Nach der unnötigen Niederlage in Lindau empfangen die Heilbronner Falken bereits an diesem Dienstag die Black Hawks Passau. Neben dem Langzeitverletzten Ouderkirk muss auch ein wichtiges Duo weiterhin passen.

Die Enttäuschung nach der 6:7-Niederlage seiner Heilbronner Falken bei den Lindau Islanders am Sonntag, als die Unterländer im letzten Drittel eine 6:3-Führung aus der Hand gaben, ist auch einen Tag danach noch nicht bei Frank Petrozza verraucht. Der Blick geht allerdings nach vorne. Bereits an diesem Dienstag (19.30 Uhr) empfangen die Falken die Black Hawks Passau in der Eishalle am Europaplatz. „Im dritten Drittel hatten wir keine Struktur mehr, niemand wollte mehr die Scheibe, und wir haben aufgehört, Eishockey zu spielen“, erklärt der Falken-Trainer und fordert: „Wir müssen lernen, 60 Minuten durchzuziehen. Denn die Liga ist stark.“
Allerdings keine Entwarnung an der Verletztenfront: Neben dem Langzeitverletzten Brett Ouderkirk müssen sowohl Frederik Cabana als auch Calder Anderson gegen Passau passen. „Freddy war immer noch nicht beim MRT“, sagt Martin Jiranek. „Und Calder hat noch Schmerzen. Wir hatten zwar auf einen Einsatz gehofft, aber vor Freitag wird das nichts.“
Liga hat noch kein Urteil gegen Martin Jiranek gefällt
Auch der Falken-Sportdirektor wird auf der Heilbronner Bank fehlen. Noch hat die Liga kein Urteil nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe aus dem Derby gefällt. Die Anschuldigungen aus Bietigheim sind schwer. Jiranek soll Steelers-Angreifer Marek Racuk ins Gesicht geschlagen haben, wie Geschäftsführer Gregor Rustige gegenüber der „Ludwigsburger Kreiszeitung“ erklärte. „Das werde ich nicht kommentieren. Es ist ein laufendes Verfahren“, erklärt Jiranek. Nur so viel: „Ich bin seit 22 Jahren als Headcoach, Assistenztrainer und Sportdirektor in der DEL, der DEL2 und der Oberliga tätig und habe noch nie noch nicht einmal eine Zwei-Minuten-Bankstrafe bekommen.“
Dafür musste Corey Mapes nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe, die er sich ebenfalls im Derby eingehandelt hatte, nur ein weiteres Spiel aussetzen.
Falken bekommen Unterstützung von den Jungadlern Mannheim
Und die Heilbronner bekommen Unterstützung von den Jungadlern Mannheim. Dustin Willhöft steht wieder zur Verfügung. Außerdem werden vom DEL-Club aus der Quadratestadt auch Nikita Tschwanow und Goalie Leon Willerscheid abgestellt. „Dustin ist talentiert“, berichtet Jiranek. Und Tschwanow habe schon in der vergangenen Saison gezeigt, dass er auf Oberliga-Niveau mithalten kann. „Er hat in 15 Spielen für uns neun Scorerpunkte erreicht“, berichtet Jiranek.
Keinen Vollzug gibt es dagegen bei der Suche nach neuen Kufencracks. „Wir haben noch keinen Spieler unter Vertrag genommen und stehen derzeit auch mit niemandem in Verhandlungen“, berichtet Jiranek. Täglich kämen aber Angebote ins Büro geflattert. „Es gibt ein, zwei Namen, die interessant sind. Aber bisher habe ich die Spieler nur auf Video gesehen und noch nicht persönlich mit ihnen gesprochen“, berichtet der Sportdirektor und schiebt nach: „Wir wollen nichts überstürzen und einen Spieler holen, der vielleicht nicht bereit ist zu spielen, weil er nicht fit ist.“ Außerdem gebe es finanzielle Zwänge, die Jiranek aber nicht beziffern möchte. „Wenn ich eine Million US-Dollar hätte, wäre mein Leben einfacher“, erklärt er.
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