Vorweihnachtlich glänzende Falken: 8:3-Sieg gegen Riessersee
Die Heilbronner Falken zeigen gegen die Gäste aus Garmisch endlich mal wieder ihre spielerische Klasse. Ein Jungadler erzielt dabei sein erstes Profitor.

Nach vielen zähen Auftritten haben die Falken endlich mal wieder ein spielerisches Glanzstück abgeliefert. Am Sonntag zerlegten die Heilbronner den Verfolger SC Riessersee nach Strich und Faden und gewannen dank gnadenloser Effektivität vor dem Tor mit 8:3 (3:0, 4:2, 1:1). "Ein großes Kompliment an meine Mannschaft. Das war heute eine tolle Teamleistung. Wir waren sehr effektiv vor dem Tor und hatten auf jedes Gegentor die passende Antwort", sagte Falken-Trainer Frank Petrozza.
Für das fünfte Spiel in zehn Tagen mussten die Gastgeber schon vor dem ersten Bully Tribut zollen. Neu auf der Heilbronner Verletztenliste stand Kapitän Freddy Cabana und nach seiner Rückkehr am Freitag beim 5:3-Sieg in Stuttgart auch wieder Tim Detig. Trainer Frank Petrozza war also zum Improvisieren gezwungen. Die beiden kürzlich lizensierten Jungadler Maurice Müller und Nikita Tschwanow rückten erstmals in den Kader. Verteidiger Philip Kuschel half als Flügelstürmer in der dritten Reihe aus.
Hilfestellung für Jentsch
Nicht gerade beste Voraussetzungen, um den vierten Sieg in Folge einzufahren. In den ersten sieben Minuten war die Partie komplett zerfahren, doch dann initiierten die Gastgeber eine erste Druckphase mit mehreren Abschlüssen. Das Forechecking der Falken forcierte zunehmend Fehler bei den Gästen. Einen der ersten nutzte Niklas Jentsch zur 1:0-Führung (10. Minute). Genaugenommen schoss der 24-Jährige einen Verteidiger geschickt an, der die Scheibe perfekt ins eigene Tor verwandelte. Bei seinem zweiten Treffer brauchte der gebürtige Berliner im Abschluss keine Hilfe. Dank eines Patzers von Felix Linden war Jentsch allein auf weiter Flur Richtung Garmischer Tor und ließ Michael Böhm keine Abwehrchance.
In dem Stil ging es weiter: Sam Verelst eroberte im gegnerischen Drittel die Scheibe, hatte alle Zeit der Welt und passte im richtigen Moment auf Robin Just, der per Direktabnahme das 3:0 nachlegte. Die Falken waren in den ersten 20 Minuten ungewohnt konsequent vor dem Tor. Jeder vierte Schuss saß. Im Schnitt in dieser Saison ist es gerade einmal jeder achte.
Mapes trifft erneut
Und es wurde noch besser. Der neue Goalgetter Corey Mapes legte mit einem satten Schlagschuss das 4:0 nach (24.). Zwar verkürzte kurz darauf Lubor Dibelka zum 1:4 (25.), doch postwendend packte Linus Wernerson Libäck das 5:1 obendrauf (27.)
Überhaupt: Die Falken spielten jetzt richtig gutes Eishockey. Nicht einfach Scheibe vors Tor und auf den Abpraller hoffen. Nein, es wurde kombiniert, es wurde teilweise sogar Eishockey zelebriert. Wie beim 6:1: Jentsch setzte sich stark durch, passte auf Verelst, der auf Just ablegte. Und der Routinier jagte die Scheibe ins Netz.
Hattrick von Just
Robin Soudek störte den Heilbronner Lauf ein wenig mit seinem 2:6 (37.). Doch wieder kam die Antwort postwendend. Just machte seinen Hattrick mit dem 7:2 perfekt (38.). Nach dem Mitteldrittel war die Torquote der Falken auf weniger als drei Schüsse für einen Treffer gesunken. Unglaubliche sieben von 19 Schüssen fanden den Weg ins Ziel.
Wenn schon mal alles so perfekt angerichtet ist, darf das Sahnehäubchen obendrauf natürlich nicht fehlen. Gleich zu Beginn des Schlussdrittels gelang Tschwanow bei seinem Oberliga-Debüt sein erstes Profi-Tor zum 8:2 (43.).
Erste Strafzeiten in der 54. Minute
Bemerkenswerte Randnotiz: In der 54. Minute gab es die ersten Strafzeiten. Die wurden gerecht verteilt: Oula Uski und Connor Graham waren aneinandergeraten.
Ansonsten waren die sportlichen Fronten ja längst geklärt. Die Gäste durften mit dem 3:8 durch Soudek den Schlusspunkt setzen.
Tor: Willerscheid, Kapteinat. Abwehr: Mapes - B. Jiranek, Pavlu - Supis, Krenzlin - Müller. Angriff: L. Wernerson Libäck - Uski - P. Wernerson Libäck, Jentsch - Just - Verelst, Tschwanow - V. Jiranek - Kuschel. Tore: 1:0 (10.) Jentsch, 2:0 (12.) Jentsch, 3:0 (17.) Just, 4:0 (24.) Mapes, 4:1 (25.) Dibelka, 5:1 (27.) L. Wernerson Libäck, 6:1 (32.) Just, 6:2 (37.) Soudek, 7:2 (38.) Just, 8:2 (43.) Tschwanow, 8:3 (57.) Soudek Schiedsrichter: Dominik Fowler, Dominic Erdle. Strafminuten: 2/2. Zuschauer: 1448.
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