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Viel Neues bei den Heilbronner Falken

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Veränderungen in Organisation und Umfeld der Heilbronner Falken sowie ein gelungener Testspiel-Auftritt. Thomas Seeböck-Gebel ist neuer Mannschaftsarzt.

Es ging gut zur Sache beim Testspiel der Falken gegen die University of Ottawa. Hier versucht Überzahl-Goalgetter Corey Mapes (2.v.r.) die Scheibe an Goalie Jean-Philippe Tourigny vorbei zu spitzeln.
Fotos: Mario Berger
Es ging gut zur Sache beim Testspiel der Falken gegen die University of Ottawa. Hier versucht Überzahl-Goalgetter Corey Mapes (2.v.r.) die Scheibe an Goalie Jean-Philippe Tourigny vorbei zu spitzeln. Fotos: Mario Berger  Foto: Berger, Mario

Die Fans hatten beim ersten Testspiel der Falken im Eisstadion am Europaplatz richtig Spaß. Die Partie gegen die University of Ottawa war am Samstag der Höhe- und Schlusspunkt des gemeinsam mit dem Heilbronner EC begangenen "Tag des Heilbronner Eishockeys", der die Saison 24/25 offiziell einläutete.

Gegen die "Gee-Gees" genannten College-Boys, die ihren Heilbronn-Aufenthalt spät in der Nacht in der Gartenlaube ausklingen ließen, unterlag der Oberligist nach starkem Auftritt in der Verlängerung mit 2:3 (0:1, 1:1, 1:0). "Das war ein guter Test für uns gegen einen aggressiv spielenden Gegner", befand Cheftrainer Frank Petrozza.

Die Falken-Wurst gibt es jetzt in zwei Varianten

Bereits am Samstagvormittag verkündeten die Falken einige Neuerungen in der Organisation. Fortan ist die Stega GmbH mit Sitz in Oberreichenbach nahe Calw für die Sicherheit an den Spieltagen zuständig. Die bisher in Eigenregie durchgeführte Bewirtung in der Eishalle ist neu an UMO-Catering in Crailsheim vergeben worden. Dazu zählen nicht nur die Kioske, sondern auch der Vip-Raum. Dadurch soll das Speisenangebot sukzessive erweitert werden. Einen ersten Vorgeschmack auf die neue Falken-Wurst in zwei Varianten gab es bereits am Samstag. Die legendäre Paprikawurst wird dafür aber nicht aus dem Angebot verschwinden, versicherte der Club umgehend.

Ebenfalls runderneuert präsentiert sich seit Ende vergangener Woche die Homepage der Falken. Deutlich aufgeräumter und übersichtlicher finden hier die webaffinen Fans alles Wichtige zu ihrem Club. Die Heilbronner Firma "Hotbytes" hat das Online-Schaufenster der Oberliga-Clubs neu gestaltet.

Sebastian Hon, Manuel Nix und Calder Anderson noch nicht spielfähig

Der Tag des Heilbronner Eishockeys dürfte weit mehr als 1000 Fans angelockt haben. Beim Testspiel waren offiziell 805 Zuschauer in der Halle.
Der Tag des Heilbronner Eishockeys dürfte weit mehr als 1000 Fans angelockt haben. Beim Testspiel waren offiziell 805 Zuschauer in der Halle.  Foto: Berger, Mario

Im Umfeld des Teams präsentierten die Falken mit Thomas Seeböck-Göbel einen neuen Mannschaftsarzt. Der 57-Jährige ist Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie bei den Neckar-Odenwald-Kliniken in Mosbach. Mit dem erfahrenen Mediziner an Bord sollten die weiterhin noch nicht spielfähigen Sebastian Hon, Manuel Nix und Calder Anderson möglichst bald aufs Eis zurückkehren. Die Notwendigkeit sieht auch Chefcoach Petrozza: "Ich will in der Vorbereitung richtig Dampf geben. Dafür brauche ich möglichst alle Spieler."

Am Samstag wurden schon die Dienste des 16-jährigen Nachwuchsspielers Leon Gromov und die Try-out-Spieler Julian Schams und Aaron Reisz benötigt, um wenigstens drei volle Sturmreihen stellen zu können. Der in Heilbronn lebende Stürmer Reisz, der in der Saison 20/21 bereits 45 Partien für die Falken bestritten hat, ist aufgrund des fehlenden deutschen Passes aber keine Option für einen festen Kaderplatz. "Ich bin froh, dass er uns für zwei Wochen unterstützt", sagt Petrozza.

Falken-Rekordspieler Corey Mapes trifft zum 2:2

Alle Spieler, hier Malte Krenzlin (li.) und Lars Schiller, wurden vorgestellt.
Alle Spieler, hier Malte Krenzlin (li.) und Lars Schiller, wurden vorgestellt.  Foto: Berger, Mario

Richtig feierlich mit den Nationalhymnen Kanadas und Deutschlands wurde der erste Heim-Test der Falken eingeläutet. Mit der friedlichen Stimmung war es aber schnell vorbei, gleich in den ersten drei Minuten hagelte es drei Strafzeiten. Die Kanadier nutzten gleich die erste Überzahlgelegenheit zum 1:0 nach 46 Sekunden. Nach vorne wurden die Falken erst im zweiten Drittel gefährlich. Eine Doppelchance von Brett Ouderkirk entschärfte Ottawas Goalie Jean-Philippe Tourigny noch, doch gegen den allein auf ihn zufahrenden Nolan Ritchie war er machtlos (24.). Die Gastgeber waren jetzt am Drücker, doch das Tor fiel auf der Gegenseite. Bradley Chenier brachte die Gäste wieder in Führung (34.).

Im Schlussdrittel ließen die Falken eine doppelte Überzahl liegen, dafür testete Kapitän Freddy Cabana unter dem Jubel der Heilbronner Fans mal die Kampfkünste des 13 Jahre jüngeren Cheniers. Der 38-jährige Altmeister durfte als gefühlter Sieger und begleitet von "Freddy Cabana"-Rufen auf der Strafbank Platz nehmen. 74 Sekunden vor dem Ende gelang Falken-Rekordspieler Corey Mapes dann doch noch der 2:2-Ausgleich. In der Verlängerung holten sich die Gäste durch Mathieu Desgagnes verspätet den 3:2-Sieg.

Tor: Ganz, Berger; Abwehr: Pavlu - Supis, Mapes - B. Jiranek, Krenzlin - Schiller; Angriff: Weyrauch - Cabana - Ouderkirk, Ludin - Ritchie - V. Jiranek, Schams - Just - Jentsch, Gromov, Reisz.

Tore: 0:1 (1.) Roy, 1:1 (24.) Ritchie, 1:2 (31.) Chenier, 2:2 (59.) Mapes, 2:3 (65.) Desgagnes.

Schiedsrichter: Markus Schütz, Robert Ruhnau.

Strafminuten: 13/21. Zuschauer: 805.

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