Starke Falken gleichen in den Playdowns aus
In der Abstiegsserie steht es jetzt 1:1: Das Heilbronner DEL-2-Team hat am Freitagabend Rosenheim mit 3:1 besiegt.
Zufriedene Falken-Fans, die mit Hunderten von Klatschpappen für Stimmung sorgten, ein zufriedener Trainer Gerhard Unterluggauer: Die Heilbronner Mannschaft setzte sich am Freitagabend mit 3:1 (2:0,1:0,0:1) gegen die Starbulls Rosenheim durch. In der Best-of-seven-Serie der DEL-2-Playdowns steht es damit 1:1.
Rosenheimer Parade-Angriffsformation blieb wirkungslos
Das zweite Spiel dieses Duells um den Klassenerhalt war eine klare Sache. Die Falken waren gefährlicher, präsenter, einfach besser. Die beim Verlängerungs-3:4 in Rosenheim noch prägende Rosenheimer Parade-Angriffsformation um Tyler McNeely blieb weitgehend wirkungslos. 1769 Zuschauer sahen die Begegnung.
Das erste Tor ging klar auf die Kappe von Starbulls-Torwart Timo Herden. Er verschenkte unbedrängt hinter seinem Gehäuse den Puck. Kevin Lavallee passte auf Rylan Schwartz, der die Scheibe nur noch einschieben musste. Ein Geschenk in der 14. Minute. Das 1:0 für die Heilbronner Falken.
Zuvor war es eine ausgeglichene Partie gewesen, in der auf beiden Seiten die Defensivbemühungen so gut waren, dass es nur wenige echte Torchancen gab. In der 16. Minute sah Herden erneut nicht gut aus, doch diesmal konnte der Goalie seinen Patzer ausbügeln. Wieder war Schwartz zur Stelle.
Es folgte ein starkes Heilbronner Powerplay - allerdings ohne Torerfolg. Doch die Falken gaben auch Vollgas, als die Starbulls wieder komplett waren. Und Tyler Gron traf in der 19. Minute mit einem Rückhandschuss zum 2:0. Dass es kein Gegentor gegeben hatte, lag am souveränen Heilbronner Schlussmann Andrew Hare.
Am Ende einer schwach ausgespielten Überzahl verballerten im Mittelabschnitt erst die Rosenheimer Cameron Burt und Joseph Lewis, dann hatte erneut Timo Herden die Situation nicht unter Kontrolle, als er aus dem Tor gekommen war. Doch Kevin Lavallee zielte am verlassenen Gehäuse vorbei (25.).
Partie war nach dem 3:0 entschieden
Als Markus Eberhardt in der 28. Minute das 3:0 gelang, war die Partie entschieden. Rylan Schwartz verschoss dann zwar einen Penalty, den er nach einem von Joonas Valkonen regelwidrig gebremsten Unterzahl-Alleingang zugesprochen bekommen hatte (32.), aber die Starbulls waren offensiv nicht in der Lage, dem Spiel noch eine Wende zu geben. In der 39. Minute wurde vielmehr Rosenheims Herden zum Retter gegen den allein vor ihm aufgetauchten Tyler Gron.
Im Schlussdrittel donnerte Jordan Heywood den Puck mit viel Gewalt ans Torgestänge (45.). Kein 4:0. Dennoch ein souveräner Falken-Sieg - wie auch im Boxkampf von Markus Eberhardt gegen Joonas Valkonen (52.). Bedeutungslos war das 3:1 21 Sekunden vor Schluss durch Gustav Veisert.
Trainer Gerhard Unterluggauer hatte dieselben Spieler aufs Eis geschickt wie am Dienstagabend in der ersten Playdown-Begegnung. Wieder wurden Torwart Stefan Ridderwall und Stürmer Ville Järveläinen als überzählige Ausländer aussortiert, erneut war es Matthias Forster, der als nicht mehr einsatzberechtigter Ü24-Akteur pausieren musste.
Am Sonntag können die Falken ihre Auswärtsschwäche ablegen
Am Sonntag geht die Serie in Rosenheim weiter. Die dritte Partie von maximal sieben beginnt um 17 Uhr. Dann geht es für die Falken darum, nach zehn Auswärtsniederlagen in Folge die schwarze Serie zu durchbrechen und erstmals in dieser Saison bei den Starbulls zu gewinnen. Die setzten sich bislang drei Mal knapp zu Hause durch, mit 4:3 und 2:1 in der Verlängerung während der DEL-2-Hauptrunde, dann mit 4:3 in der Verlängerung am vergangenen Dienstag beim Start der Playdowns.
Kommentare öffnen

Stimme.de
Kommentare