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Später Doppelpack lässt die Heilbronner Falken in Bayreuth noch jubeln

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Heilbronn liefert in Bayreuth ein gutes Spiel ab, läuft aber lange einem Rückstand hinterher. Doch ein Doppelpack in der Schlussphase dreht die Partie. Das Siegtor zum 3:2 erzielt Corey Mapes in seinem 500. Spiel für die Falken.

Am Sonntag noch dreifacher Torschütze, erzielte Niklas Jentsch (links) in Bayreuth zwei Minuten vor dem Ende das wichtige und verdiente 2:2.
Foto: Mario Berger
Am Sonntag noch dreifacher Torschütze, erzielte Niklas Jentsch (links) in Bayreuth zwei Minuten vor dem Ende das wichtige und verdiente 2:2. Foto: Mario Berger  Foto: Berger, Mario

Die Parallelen zum 1:5 in Deggendorf am Freitag waren nicht zu übersehen. Im Nachholspiel am Dienstagabend in Bayreuth haben die Heilbronner Falken wieder ein gutes Oberligaspiel abgeliefert. Waren die bessere Mannschaft. Hatten mehr Torschüsse. Lagen aber trotzdem zurück. Nur: Diesmal holte das Team von Trainer Frank Petrozza drei Punkte, drehte die Partie durch zwei ganz späte Treffer und gewann am Ende mit 3:2 (0:1, 1:1, 0:2). "Großes Kompliment an meine Mannschaft, was sie heute gelaufen ist, wie viele Chancen sie kreiert hat", sagte der Trainer stolz. "Ich glaube, das war heute unsere beste Saisonleistung."

Nachdem Benedikt Jiranek seine Sperre abgesessen hatte, bot Petrozza wieder sechs Verteidigern auf. Im Gegenzug fehlte im Angriff Tim Detig, so dass es für drei Reihen reichte. Bayreuth kam dagegen mit vollem Line-up daher - und mit zuletzt vier Siegen in Folge.

Die Falken liefern ein gutes erstes Drittel ab

Die Anfangsphase aber dominierten die Gäste, spielten überhaupt ein gutes erstes Drittel. Manko war wie am Freitag in Deggendorf die Chancenverwertung. Pech hatte Frederik Cabana, dessen Rückhandschuss an der Latte landete (3.). Die Falken ließen sich nicht entmutigen, drückten weiter aufs Tempo und hatten weitere gute Chancen. Einmal hielt Kai Kristian bärenstark (4.), beim anderen Mal hatte der Keeper der Tigers ebenfalls seine Finger im Spiel, als Sam Verelst am Pfosten scheiterte (5.). Trotzdem: Das sah gut aus, was die Falken ablieferten.

Blöd nur, dass die Gastgeber quasi mit ihrer ersten guten Torchance gleich in Führung gingen: Geburtstagskind Andre Hult traf zu seinem 36. zum 1:0 (6.). Angetrieben von Cabana machten die Falken aber weiter - einzig ihr Powerplay Mitte des Drittels war nicht gut anzusehen. In Unterzahl - 1:26 Minuten in doppelter - waren die Falken aber auf der Höhe und ließen nichts anbrennen. "Das haben wir gut gekillt"; sagte der Trainer. Damit blieb es beim 1:0. Bei 12:8 Torschüssen für Heilbronn.

Pavlu fordert mehr Biss zum Tor

"Wir spielen ein gutes Drittel, wir müssen aber mehr Biss zum Tor zeigen", meinte Jan Pavlu in der Drittelpause. Gesagt, getan: Heilbronn war nach Wiederbeginn gleich da, zeigte Biss und kam auch bald zum 1:1. Einen Schuss von Cabana in Richtung Tigers-Tor lenkte Linus Wernerson Libäck geschickt zum Ausgleich ab (24.). Das tat Heilbronn spürbar gut, während Bayreuth mehr und mehr den Faden verlor.

Doch die Gäste holten die Tigers durch eine unnötige Strafe zurück in das Spiel und kassierten drei Sekunden vor Ablauf der Unterzahl das 1:2. Warum Torschütze Robin Drothen im Slot aber völlig unbedrängt zwei Mal nachsetzen durfte, ist unerklärlich. Die Partie danach: offen. Und irgendwie ein wenig wild. Die Falken durften auch nochmal in Überzahl ran. Aber das war nichts.

Jentsch ist zur Stelle, Mapes macht es in Überzahl

Trotzdem: Bei diesem Spielstand war noch alles drin und genauso gingen es die Falken an. Aber die Gäste mussten sich gedulden: Erst in der Schlussphase gelang das erlösende 2:2, Niklas Jentsch war bereit, als die Scheibe bei ihm landete. Unmittelbar danach kassierten die Gastgeber auch noch eine Strafe - und dieses Mal nutzten die Falken die Überzahl.

Und es hätte keinen besseren Torschützen geben können als Corey Mapes. In seinem 500. Spiel für die Falken traf der Verteidiger tatsächlich noch zum umjubelten 3:2 für sein Team (59.). "Meine Mannschaft hat Charakter, hat gekämpft bis zum Ende und sich mit dem 3:2 belohnt", sagte Frank Pertozza hinterher. Auch Bayreuths Trainer Rich Chernomaz räumte trotz der beiden späten Treffer gegen sein Team ein: "Heilbronn hat verdient gewonnen."

Tor: Willerscheid, Kapteinat. Abwehr: Mapes - B. Jiranek, Pavlu - Supis, Krenzlin - Kuschel. Angriff: L. Wernerson Libäck - Cabana - P. Wernerson Libäck, Dell - Uski - Verelst, Jentsch - Just - V. Jiranek.

Tore: 1:0 (7.) Hult, 1:1 (24.) L. Wernerson Libäck, 2:1 (32.) Drothen, 2:2 (58.) Jentsch, 2:3 (59.) Mapes. Strafminuten: 12/12. Schiedsrichter: Maik Preiß, Göran Noeller. Zuschauer: 1167.

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