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Schwache Heilbronner Falken verlieren zum Auftakt verdient in Bad Tölz

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Heilbronner Falken verspielen beim Saisonauftakt eine zweimalige Führung und unterliegen mit 2:3. Goalie Patrick Berger verhindert eine höhere Pleite. 

Falken-Neuzugang Nolan Ritchie (rechts) kassierte in der Schlussphase die unnötige Strafe, die zum Siegtreffer der Tölzer Löwen führte.
Falken-Neuzugang Nolan Ritchie (rechts) kassierte in der Schlussphase die unnötige Strafe, die zum Siegtreffer der Tölzer Löwen führte.  Foto: Mario Berger

Das war nicht der erhoffte Saisonauftakt für die Heilbronner Falken. Der Oberligist verlor am Freitagabend nach zweimaliger Führung mit 2:3 (0:0, 1:1, 1:2) bei den Tölzer Löwen. Angesichts eines Schussverhältnisses von 37 zu 21 war der Sieg der Gastgeber sicher nicht unverdient. „Der Sieg geht in Ordnung“, gab Frank Petrozza zu und monierte einige verloren Zweikämpfe und die unnötige Strafe von Nolan Ritchie kurz vor Schluss.

Hauptschiedsrichter fällt früh auf den Hinterkopf 

Die Partie begann mit einem kleinen Unfall. Beim ersten Bully holten die übereifrigen Spieler den Hauptschiedsrichter von den Beinen, der unglücklich mit dem Hinterkopf aufs Eis schlug und erst einmal in den Katakomben behandelt werden musste. Das Unparteiischen-Gespann leitete die ersten Minuten daher in Unterzahl. Die ersten Chancen vergaben Reto Schüpping für Tölz (2. Minute) und Brett Ouderkirk für Heilbronn (5.). Im ersten Powerplay hatten die Falken zwei weitere gute Gelegenheiten durch Thomas Supis und Freddy Cabana – doch Löwen-Goalie Christopher Kolarz war jeweils zur Stelle. Der 23-jährige Förderlizenspieler von Red Bull München hatte etwas überraschend den Vorzug vor Enrico Salvarani erhalten.

Niklas Jentsch erzielt das erste Saisontor der Heilbronner 

Bis zur ersten Pause stand aber mehr und mehr sein Pendant auf Heilbronner Seite im Mittelpunkt. Patrick Berger verhinderte mit mehreren starken Paraden gegen Marc Schmidtpeter (10.), Topi Piipponen (11.) und Sandro Schönberger (14.) einen Rückstand. Es blieb bis zur ersten Pause beim torlosen Remis.

Der zwischenzeitlich zurückgekehrte Referee musste zu Beginn des Mitteldrittels endgültig aufgeben. Offenbar war der Aufprall doch zu heftig gewesen. Die Falken kamen für einige Sekunden in den Genuss einer doppelten Überzahl. Doch das Powerplay war viel zu umständlich und ungenau. Es gab nicht einen gefährlichen Abschluss.

Kaum waren die Gastgeber wieder vollzählig, unterlief ihnen ein folgenschwerer Fehlpass im Aufbau. Cabana eroberte die Scheibe, spielte auf Robin Just, der perfekt für Niklas Jentsch servierte. Mit einer Direktabnahme erzielte der 25-Jährige das erste Tor der Falken in der Saison 24/25 zum 1:0 (24.).

Glückliche 2:1-Führung gibt keine Sicherheit 

Erkennbar mehr Sicherheit gab der Treffer den Heilbronnern indes nicht. In der 27. Minute musste Berger gegen Olmstead Kopf und Kragen riskieren. Ein paar Minuten später gelang den Tölzern dann aber doch der verdiente Ausgleich. Einen eher harmlosen Schuss des US-Amerikaners ließ Berger durchrutschen, offenbar irritiert von dem im Slot lauernden Christoph Fischhaber, der die Scheibe aber nicht mehr berührte (31.). Danach hatten die Falken wieder Dusel, dass die Gastgeber nicht noch den zweiten Treffer nachlegten. Glücklich war auch die zweite Gästeführung kurz nach Beginn des Schlussdrittels. Einen Pass von Supis fälschte Klemen Pretnar exakt zu Ouderkirk ab, der direkt zum 2:1 abschloss (43.).

Nolan Ritchie unterläuft ein folgenschweres Foul 

Das Spiel der Falken wurde aber auch mit dem zweiten Tor nicht sicherer – im Gegenteil. Tölz drückte umgehend auf den Ausgleich und der fiel schon gut zwei Minuten später. Schüpping tankte sich gegen zwei Falken durch, Max Spöttel staubte zum 2:2 ab (46.). Wiederum nur zwei Minuten später hatte Just Pech, als er freistehend vor Kolarz nur den Pfosten traf.

Ein völlig unnötiges Foul von Nolan Ritchie im gegnerischen Drittel entschied die Partie. Im vierten Powerplay erzielten die Gastgeber ihr zweites Überzahltor. Pretnar – der Unglücksrabe vor dem 1:2 – traf mit einem satten Schuss von der blauen Linie zum 3:2-Endstand (53.).

Tor: Berger, Ganz; Abwehr: Mapes - B. Jiranek, Pavlu - Supis, Krenzlin - Schiller; Angriff: Anderson - Ritchie - Ouderkirk, Just - Cabana - Jentsch, Ludin - Weyrauch - Zawatsky, Nix - V. Jiranek - Hon.

Tore: 0:1 (24.) Jentsch, 1:1 (31.) Olmstead, 1:2 (43.) Ouderkirk, 2:2 (46.) Spöttel, 3:2 (53.) Pretnar.

Schiedsrichter: Michael Zettl, Markus Wohlgemuth.

Strafminuten: 6/8.

Zuschauer: 1305.

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