Investorensuche für Heilbronner Falken gestartet – was jetzt passiert
Peter Roeger, der vorläufige Insolvenzverwalter der Heilbronner Falken, sucht einen finanzstarken Investor – so wie er es im Frühjahr 2024 bereits bei Konkurrent Bayreuth Tigers getan hat.
Den Spielbetrieb der insolventen Heilbronner Falken GmbH & Co. KG bis Saisonende aufrechtzuerhalten, ist der ein Teil der Arbeit des vorläufigen Insolvenzverwalters Peter Roeger und seines Teams von Pluta Rechtsanwälte. Mit einem anderen Teil haben sie nun begonnen. Nach dem Insolvenzantrag Ende Januar folgt der nächste Schritt im Verfahren. Es wurde der Investorenprozess für den Eishockey-Club gestartet.
Sanierungsexperte Peter Roeger erklärt in einer Mitteilung: „In den kommenden Wochen werden wir einen Investorenprozess durchführen. Der Club braucht einen finanzstarken Investor für die Zukunft.“ Die Investorensuche wird begleitet vom Beratungsunternehmen CF Consilio Forte. Die Experten haben bereits vor zwei Jahren den Investorenprozess für die Bayreuth Tigers unterstützt. Und zwar mit Erfolg. Das Profi-Eishockey in Bayreuth wurde gesichert.
Falken-Insolvenzverwalter war auch bei den Bayreuth Tigers aktiv
Anfang 2024 waren die Tigers in finanzielle Schwierigkeiten geraten und stellten Ende Januar 2024 einen Insolvenzantrag. Auch hier wurde Peter Roeger zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Ende März 2024 schloss er einen Übernahmevertrag mit dem bayerischen Softwareunternehmen Onesto ab, das als Investor einstieg.
Im April 2024 stimmten die Gläubiger dem Insolvenzplan zu und Onesto trat als neuer Gesellschafter in die Bayreuth Tigers Eishockey GmbH ein. Thomas Lünenborg, einer der Gesellschafter von Onesto, wurde zum Geschäftsführer der neu gegründeten GmbH ernannt.
Am 29. August 2024 wurde das Insolvenzverfahren offiziell beendet, und der Club startete unter neuer Führung weiter in der Oberliga.
EC Peiting bittet Fans um Hilfe und mehr Zuschauer
Doch die Heilbronner Falken sind nicht der einzige Oberliga-Verein mit finanziellen Problemen. Am Donnerstag meldete der EC Peiting auf seiner Internetseite: „Leider mussten wir in den letzten Wochen tendenziell einen Rückgang der Zuschauerzahlen und damit einhergehende Mindereinnahmen verzeichnen.“
Der Verein betont aber im gleichen Zuge, gesund aufgestellt zu sein. Weiter heißt es aber: „Jedoch wird es auch für uns auf Dauer schwierig, mit einem Zuschauerzuspruch von rund 500 pro Spiel gesund zu bleiben.“
Weiter wird in dem Statement auf der vereinseigenen Homepage erklärt: „Im Vergleich zu vielen Konkurrenten in der Oberliga Süd kämpfen wir mit einem Etat, der deutlich unter und teilweise weniger als die Hälfte von dem anderer Clubs beträgt, um den sportlichen Erfolg. Zusätzlich laufen in diesem Etat auch die Kosten für unseren Nachwuchs mit, da wir nicht – wie viele andere Standorte – mit der ersten Mannschafft eine ausgegliederte GmbH sind“, heißt es in der Mitteilung weiter.
EC Peiting kämpft noch um direkten Playoff-Platz in der Eishockey-Oberliga
Die Saison der Peitinger verläuft aber nach ein paar unnötigen Niederlagen erfolgreich. Aktuell stehen sie auf Rang sieben und haben durch die Insolvenz der Falken noch die Chance auf einen direkten Playoff-Platz. Da Heilbronn laut DEB-Statuten keine Playoffs spielen darf, wird es nach dem Ende der Hauptrunde automatisch auf Rang elf gesetzt wird – alle hinter den Falken platzierten Teams bis zu Position elf rücken um einen Rang auf.
„Deshalb rufen wir alle Fans auf, unseren Eissportclub und unser Team im Endspurt der Hauptrunde durch Euren zahlreichen Besuch zu unterstützen. Senden wir gemeinsam ein starkes Signal und machen zusammen die letzten vier Heimspiele der diesjährigen Hauptrunde zu besonderen“, schreibt der EC Peiting weiter. „Jeder Fan im Stadion zählt – der Besuch im Stadion hat direkte Auswirkungen auf die Atmosphäre, die Stimmung und auch die wirtschaftliche Situation des Vereins.“
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