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Nichts zu holen in Dresden

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Die Heilbronner Falken verlieren am Freitagabend bei den Dresdner Eislöwen mit 0:4 – Debüts für Konrad, Hauß und Eisele.

Von Stephan Sonntag

 

Schon vorher war klar, dass dies eine beinahe unlösbare Aufgabe für die Falken werden würde. Ohne die verletzten Steven Bär, Adriano Carciola und Brady Leisenring waren die Heilbronner am Freitagabend bei den Dresdner Eislöwen angetreten. Branislav Konrad feierte dabei sein Debüt im Falken-Tor. Zum ersten Mal Zweitligaluft schnupperten zudem die Youngster Moritz Hauß und Patrick Eisele. Derart rundum umgestellt verloren die Falken bei einem der konstantesten und stärksten Teams der Liga mit 0:4 (0:1, 0:1, 0:2).

Im Schnitt gerade mal 19 Jahre jung war die dritte Angriffsreihe der Falken mit Alexander Ackermann, Marcel Kurth und Eisele. Der beinahe ja schon etablierte 18-jährige Stefano Rupp spielte dieses Mal in einer Reihe mit Kapitän Robert Hock und P. J. Fenton.

Faust-Tanz

Dass soviel Jugend nicht zwangsläufig eine Riesenportion Respekt vor der Größe der Aufgabe mit sich bringt, bewies Eisele schon im ersten Drittel. Kurz vor der Pause schnappte sich das Eigengewächs den zehn Zentimeter größeren und zehn Kilo schwereren Dresdner Thomas Supis, um ihm seinen neuesten Faust-Tanz vorzuführen – ganz im Sinne des Casper-Songs „Grizzly“: „Such den Größten der Bande, spring da drauf, schwing voll aus. Verlieren wirst du nur das eine Mal, denn ist alles gegeben, denken die nächstes Mal zwei mal nach.“

Mit Mut, Einsatzwille und Leidenschaft allein lassen sich in der DEL 2 aber keine Spiele gewinnen. Schon kurz vor Eiseles Kampfpremiere waren die Falken in Rückstand geraten. Felix Thomas hatte die Gastgeber in der 17. Minute verdientermaßen in Führung gebracht.

Die Falken hatten Schwierigkeiten sich aus dem eigenen Drittel zu befreien, im Spielaufbau haperte es – nicht überraschend bei den vielen Umstellungen – gewaltig. Dem Überzahlspiel fehlte es an Effektivität, wie beispielsweise bei einer 5:3-Situation Mitte des zweiten Drittels zu beobachten war. Hoher Aufwand, kein Ertrag – so ließe sich der Auftritt der Falken in Dresden wohl zusammenfassen.

Die schon vorher seit neun Spielen unbesiegten Dresdner ließen trotz einiger Starfminuten zuviel keinen Zweifel aufkommen, wer das Eis als Sieger verlassen würde. Das 2:0 von Topscorer Tomi Pöllänen (32.) sorgte für Ruhe, das 3:0 zu Beginn des Schlussdrittels von Carsten Gosdeck war bereits die Vorentscheidung. Im Gegensatz zu den Gästen waren sie in den Powerplaysituationen gnadenlos effektiv – Erfolgsquote 66,6 Prozent.

Shoutout für Nastiuk

Insgesamt genügte den Eislöwen eine allenfalls durchschnittliche Leistung, um die Falken unter der Kontrolle zu halten. Die schlugen zwar wild mit den Flügeln, doch Krallen und Schnabel waren nicht spitz genug, um echte Waffen darzustellen. Der ehemalige Falke im Dresdner Tor, Kevin Nastiuk, verlebte einen eher ruhigen Abend und durfte sich am Ende über den ersten Shutout in dieser Saison freuen.

An diesem Sonntag (18.30 Uhr) kommen nun die Ravensburg Towerstars in die Heilbronner Kolbenschmidt-Arena. Die heimstarken Oberschwaben bezwangen am Freitagabend Aufsteiger Bad Nauheim klar mit 5:2.

Tor: Konrad, Martinovic; Abwehr: Card, Krull, Baum, Andersons, Fendt, Versteeg, Hauß; Angriff: F. Carciola, Kurth, Blank, Hock, Ackermann, Fenton, Rupp, Mrazek, Eisele.

Tore: 1:0 (17.) Thomas, 2:0 (32.) Pöllänen, 3:0 (42.) Gosdeck, 4:0 (59.) Macholda.
Strafminuten: 16/20
Zuschauer: 2500.

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