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Leichtes Spiel für die Heilbronner Falken

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Die Heilbronner Falken schlagen überforderte Passau Black Hawks mit 6:2. Niklas Jentsch trifft gegen den Tabellenvorletzten der Oberliga Süd dreifach. Bei den Falken feiert ein Keeper sein Debüt.

Pontus Wernerson Libäck (Mitte) traf gegen die Passau Black Hawks mit Goalie Jakub Urbisch (links) doppelt. 
Foto: Mario Berger
Pontus Wernerson Libäck (Mitte) traf gegen die Passau Black Hawks mit Goalie Jakub Urbisch (links) doppelt. Foto: Mario Berger  Foto: Berger, Mario

Falken-Trainer Frank Petrozza wird zwar nicht müde zu betonen, dass es in der Oberliga Süd keine leichten Gegner gibt. Doch der Tabellenvorletzte Passau Black Hawks war am Sonntag im Heilbronner Eisstadion sicher nicht auf Augenhöhe mit den Gastgebern unterwegs. Der 6:2 (2:1, 1:0, 3:1)-Sieg der Falken fiel angesichts des Spielverlaufs fast zu niedrig aus. "Wir befinden uns in einer schwierigen Phase, am Ende ist uns der Saft ausgegangen", konstatierte Passaus Trainer Thomas Vogl.

Erstmals in dieser Saison baute Petrozza freiwillig seine Paradereihe um. Kapitän Freddy Cabana rückte für Oula Uski an die Seite der beiden schwedischen Zwillinge. Der Finne stürmte mit Robin Just und Sam Verelst. "Ich wollte etwas ausprobieren, um mehr Torgefahr zu entwickeln", erklärte Petrozza.

Im Tor feierte Jungadler Leon Willerscheid sein Debüt bei den Falken in der Oberliga. Dünn war die Personaldecke in der Verteidigung, weil neben Michael Brunner auch noch Benedikt Jiranek fehlte. Der 21-Jährige hatte bei der 1:5-Niederlage am Freitag in Deggendorf eine Spieldauerstrafe kassiert und war am Sonntag gesperrt.

Beim Ausgleich hilft der Linesman mit

Als allzu gewinnbringend erwies sich der Centerwechsel zu Beginn nicht. Die ersten Minuten gehörten dem Tabellenvorletzten aus Passau, der zuletzt drei Mal in Folge verloren und dabei 20 Gegentore kassiert hatte. In der achten Minute folgte Nummer 21. Als die Falken langsam in Fahrt kamen, legte Vincent Jiranek perfekt auf Niklas Jentsch ab und der traf ins kurze Eck zur Führung. Doch postwendend kassierten die Falken den Ausgleich - wenn auch unglücklich. Der Linesman stoppte einen Klärungsversuch der Heilbronner, wodurch Passau plötzlich in aussichtsreicher Position in Scheibenbesitz kam. Arturs Sevcenko war der Torschütze zum 1:1, das nicht unverdient war.

Die Falken hatten vor Drittelende aber noch einen Pfeil im Köcher, beziehungsweise Jentsch einen weiteren Hammer im Arm. Ähnlich wie zur Führung traf der 24-Jährige auch zum 2:1 (16.).

Mangelnde Chancenverwertung verhindert zunächst den dritten Treffer

Zu Beginn des Mitteldrittels legten die Heilbronner endlich einen Gang zu, kamen zu einer ganzen Reihe bester Einschussgelegenheiten. Allein das alte Problem der Chancenverwertung verhinderte einen dritten Treffer. Die erste Überzahl brachte ebenfalls keinen Erfolg. Sam Verlest scheiterte nach einer guten halben Stunde an der Latte.

Im zweiten Powerplay dauerte es dann aber nur drei Sekunden, ehe das längst überfällige 3:1 fiel. Pontus Wernerson Libäck brach den Bann (37.). Angesichts eines Schussverhältnisses von 14:6 im zweiten Spielabschnitt war das 1:0-Drittelergebnis zwar zu wenig, aber immerhin wurde der Chancenwucher nicht bestraft.

Passau verkürzt aus dem Nichts

Mit zwei Toren Luft zum Gegner ließ sich das Schlussdrittel natürlich ein wenig entspannter angehen. Das Geschehen spielte sich dennoch nahezu ausschließlich vor Jakub Urbisch im Passauer Tor ab. Erneut war es Pontus Wernerson Libäck, der in der 46. Minute auf 4:1 stellte. Damit war die Partie entschieden. Passau verkürzte zwar aus dem Nichts durch den ehemaligen Falken Sergej Janzen auf 2:4 (47.), doch 16 Sekunden später stellte Robin Just mit dem 5:2 (48.) den Drei-Tore-Abstand wieder her.

In Überzahl legte Jentsch in Kopie seiner beiden vorangegangenen Treffer das 6:2 nach. Es war bereits der zweite Saison-Hattrick des gebürtigen Berliners.

Tor: Willerscheid, Kapteinat; Abwehr: Pavlu - Supis, Krenzlin - Kuschel, Mapes; Angriff: L. Wernerson Libäck - Cabana - P. Wernerson Libäck, Just - Uski - Verelst, Jentsch - Detig - V. Jiranek, Dell.

Tore: 1:0 (8.) Jentsch, 1:1 (10.) Sevcenko, 2:1 (16.) Jentsch, 3:1 (37.) P. Wernerson Libäck, 4:1 (46.) P. Wernerson Libäck, 4:2 (47.) Janzen, 5:2 (48.) Just, 6:2 (53.) Jentsch.

Schiedrichterinnen: Tijana Haack, Vanessa Anselm. Strafminuten: 2/8.

Zuschauer: 1433.

DEB als Mediator im Kooperations-Konflikt

Im Streit um einen Kooperationsvertrag zwischen den Heilbronner Falken und dem Heilbronner EC ist der Deutsche Eishockey-Bund inzwischen als Mediator im Einsatz. "Der Kaufmännische Leiter DEB-Ligen, Panagiotis Christakakis, hat sich in Absprache mit DEB-Vizepräsident Marc Hindelang, der Thematik angenommen", teilt der DEB auf Anfrage mit. Immerhin: "Beide Seiten sind an einem Kooperationsvertrag interessiert. Die Kommunikation verläuft sehr konstruktiv und professionell", heißt es vom DEB. 

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