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Heilbronner Falken: Selbst Patrick Berger kann vierte Niederlage in Folge nicht verhindern

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Die Negativserie der Heilbronner Falken in der Oberliga hält an. Obwohl sich die Unterländer erneut verbessert zeigten und einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten hatten, verlieren sie gegen die Tölzer Löwen mit 1:3.


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Die Talfahrt der Heilbronner Falken in der Oberliga geht auch gegen die Tölzer Löwen weiter. Das 1:3 (0:1, 1:0, 0:2) am Sonntagabend gegen die Oberbayern war bereits die vierte Niederlage in Folge für die Mannschaft von Trainer Niko Eronen – und das, obwohl Goalie Patrick Berger eine überragende Leistung zeigte. Bei den Gegentoren war aber auch er machtlos.

Das Spiel der Falken gegen die Tölzer Löwen hatte Playoff-Charakter. Hier wird Freddy Cabana (Mitte) hart angegangen.
Das Spiel der Falken gegen die Tölzer Löwen hatte Playoff-Charakter. Hier wird Freddy Cabana (Mitte) hart angegangen.  Foto: Berger, Mario

Die Verunsicherung nach zuletzt drei Niederlagen in Folge ist den Falken zunächst anzumerken

Die Verunsicherung nach drei Niederlagen in Folge war den Falken zu Beginn anzumerken. Schon in der ersten Minute verhinderte Goalie Berger mit einer Glanztat das 0:1 durch Sandro Schönberger. Auch die Fans merkten, dass Unterstützung von Nöten ist. Eine kleine Gruppe skandierte schon früh „Heilbronn, Heilbronn“, während der Großteil ruhig blieb – auch in Gedenken an den am vergangenen Sonntag im Eisstadion verstorbenen Falken-Fan, für den ein Banner ausgerollt worden war.

Gerade, als die gesamte Stehplatztribüne mit ihrem Support einsetzte, schlug es hinter Patrick Berger ein. Nach einem Scheibenverlust der Heilbronner in der eigenen Zone, legte Schönberger für Toms Prokopovics auf, der den Falken-Goalie über die Stockhand ins kurze Eck überwand (4. Minute).

Goalie Berger zeigt teilweise Weltklasse-Paraden und verhindert so lange ein zweites Gegentor

Dass es nach 20 Minuten bei einem Gegentor blieb, hatten die Gastgeber aber ihrem Schlussmann zu verdanken. Berger parierte mit teils Weltklasse-Paraden einen Abschluss der Bad Tölzer nach dem anderen – beispielsweise gegen Christoph Fischhaber (10.), Topi Piipponen und im Nachsetzen gegen Ludwig Nirschl bei einer Doppelchance (11.), gegen Prokopovics (11.) oder erneut gegen Piipponen (19.).

Die Falken wurden am gefährlichsten, wenn sie in Unterzahl waren. Im ersten Penalty Killing scheiterte aber Robin Just nach einem Zwei-gegen-Eins-Konter an Matthias Bittner (7.). Als die Heilbronner ein weiteres Mal einen Mann weniger als die Tölzer auf dem Eis hatten, zielte Luis Ludin nach einer sehenswerte Puckmitnahme in der neutralen Zone zu zentral auf den Löwen-Goalie (17.).

Zu Beginn des zweiten Drittels beweisen die Heilbronner einmal mehr, warum sie eins der besten Überzahl-Teams in der Oberliga sind

Den Rückstand egalisierten die Falken direkt zu Beginn des zweiten Drittels. Topi Piipponen saß gerade einmal 18 Sekunden eine kleine Strafe ab, da schlug ein Schuss von Leon Fern von der blauen Linie im Kasten der bayerischen Gäste ein. Ludin hatte Goalie Bittner irritiert, weil er den Puck fast noch abfälschte (21.).

Schon davor hatten die Heilbronner eine Dreifachchance, doch Gunars Skvorcovs und Ludin brachten den Puck nicht an Bittner vorbei über die Linie (21.) – ebenso wie kurz darauf erneut Skvorcovs und Fern, nachdem der Löwen-Schlussmann einen Schuss von Calder Anderson hatte abprallen lassen (25.).

Nach dem 1:1-Ausgleich entwickelt sich ein Spiel mit Playoff-Charakter - kein Puck wird verloren gegeben

In der Folge entwickelte sich ein Duell mit Playoff-Charakter – mit klaren Vorteilen für die Falken. Doch auch die Tölzer hätten nachlegen können. Bei einem Konter blieb Berger aber Sieger gegen Michael Keränen, wofür der Goalie mit Sprechchören gefeiert wurde (33.). Auch in der 46. Minute hielt Berger das Unentschieden fest, als bei Heilbronner Überzahl Piiponen alleine auf ihn zufuhr. Zwei Minuten später blieb der Goalie abermals Sieger gegen den finnischen Topscorer der Gäste. 

Im Schlussabschnitt drängen die Löwen auf die Entscheidung, das 2:1 fällt aber erst, als die Falken die Drangphase schon überstanden haben

Die Heilbronner hatten gerade die Drangphase der Bad Tölzer überstanden, da mussten sie doch den Rückstand hinnehmen. Als der Puck harmlos in den Slot gespielt wurde, stand Fischhaber goldrichtig und schob die Scheibe zum 2:1 über die Linie (52.). Direkt darauf hätten die Löwen nachlegen können, doch Berger entschärfte eine Doppelchance von Prokopovics und Dominik Daxlberger (53.).

Die beste Chance auf den erneuten Ausgleich hatte Fern. Doch dessen Schuss nach einem Fehlpass der Bad Tölzer direkt vor dem eigenen Kasten strich knapp am langen Pfosten vorbei (57.). Auch, dass Berger rund 90 Sekunden vor dem Ende für einen sechsten Feldspieler vom Eis ging, brachte keinen Erfolg mehr. Vielmehr machte Keränen 54 Sekunden vor der Sirene mit einem Treffer ins verwaiste Tor alles klar.

Tor: Berger, Jokinen; Abwehr: Mapes – Plauschin, Berry – Fern, Krenzlin – Schiller; Angriff: Anderson – Ludin – Skvorcovs, Just – Cabana – Jentsch, Fabian – Wagner – Hon, Drothen – Schams.Tore: 0:1 Prokopovics (4.), 1:1 Fern (21./Überzahl), 1:2 Fischhaber (52.), 1:3 Keränen (60./Empty Net).Schiedsrichter: Artur Votler, Michael Klein.Strafminuten: 8/8.Zuschauer: 1652.

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