Heilbronner Falken müssen mit Garmisch eine harte Nuss knacken
Freitagsgegner SC Riessersee, Ex-Club des verletzten Sam Verelst, ist ein Defensivspezialist. Zu gerne würde der Angreifer der Heilbronner Falken gegen seine alten Kollegen auflaufen, muss sich aber in Geduld üben.

Sam Verelst weiß um das Risiko, das sein Sport birgt. Schließlich ist der Belgier schon 32, ein alter Hase. Verletzungen, sagt der Angreifer der Heilbronner Falken, gehören eben dazu. Erst recht im Eishockey. "Mit aktuell nur einem verletzten Spieler sind wir ja noch ganz gut bedient", meint Verelst. Dass er derjenige ist, der seit knapp vier Wochen wegen einer Schulterverletzung fehlt und auch das Wiedersehen an diesem Freitag (19.30 Uhr) gegen seinen ehemaligen Verein SC Riessersee verpasst, ist Pech. Aber nicht zu ändern.
"Ich würde mega gerne mitspielen, ein Spiel gegen den Ex-Club hat immer einen Extra-Reiz", findet Verelst, der noch viele im Team der Garmischer kennt. Da schmerzt so eine Verletzung doppelt und dreifach, zumal auch sein fitter Körper chancenlos war, als ihn ein Check von hinten im dritten Saisonspiel fies in die Bande beförderte. Seitdem darf der vielseitige Stürmer nicht mehr aufs Eis, die Ärzte haben da einen Riegel vorgeschoben. "Es wird aber wöchentlich besser", sagt Sam Verelst, dem es "den Umständen entsprechend" gut geht. Er geht jeden Morgen brav zur Physiotherapie, sitzt täglich auf dem Ergometer und versucht, seine Beine "in Schuss" zu halten.
Verelst ist für den Trainer ein wichtiger Informant
Mittags kommt er trotzdem immer ins Eisstadion, um "Kontakt zu den Boys" zu haben und um taktische Veränderungen mitzubekommen. In dieser Woche war zudem seine Expertise in Sachen Gegner gefragt. Nachdem er sich ein eigenes Bild vom Altmeister gemacht hatte, suchte Trainer Frank Petrozza das Gespräch mit seinem Angreifer, um noch mehr über den SC Riessersee und seine Spielweise rauszubekommen Verelst war da eine wichtige Quelle.
"Garmisch ist unglaublich defensiv orientiert", sagt er. Vor allem vor dem Tor stehe der Gegner gut. "Da geben sie einem wenig Raum. Und es wird nicht leicht, ins gegnerische Drittel zu kommen." Gerade gegen einen offensivstarken Gegner wie es die Falken sind, "werden sie das extra umsetzen", weiß der Belgier.
Bad Tölz hat viele Spiele nur knapp verloren
Verelst sieht das für seine Falken aber positiv. "Es gibt uns noch mehr die Chance, uns auf die Offensive zu fokussieren, Garmisch mit Schnelligkeit und gutem Forechecking unter Druck zu setzen." Ein Spaß, bei dem er gerne mitwirken würde.
Aber vorher schon fest drei Punkte einzuplanen sei gefährlich. Riessersee habe ebenso wie der EC Bad Tölz, Gegner der Falken am Sonntag (18 Uhr/SpradeTV), eine sehr solide Mannschaft. "Das sind zwei ehemalige DEL2-Clubs, die wissen, wie es geht", sagt Verelst. Zwar sind die Tölzer aktuell Vorletzter der Oberliga, "sie haben aber viele Spiele nur knapp verloren". Aus der Erfahrung über 330 Oberligaspielen weiß Sam Verelst, dass es leicht ist, gegen vermeintlich schwächere Teams Punkte liegen zu lassen.
Verelst wartet auf das Go der Ärzte
Zuletzt haben die Falken die Duelle gegen Bayreuth (1:2) und Weiden (1:4) verloren. "Obwohl ich uns gegen Weiden schon besser fand. Daran sieht man, wie schnell drei Punkte weg sind", sagt Sam Verelst, der in Heilbronn die professionellen Strukturen eines ehemaligen DEL-2-Standortes schätzt. Die sind gerade jetzt gold wert
Bis der Allrounder wieder angreifen kann, wird es noch dauern. "Ich warte auf das Go der Ärzte." Verelst ist froh, dass es auf konservativem Weg geht. "Es hätte auch schlimmer kommen können", sagt er.
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