Heilbronner Falken: Lukas Wagner rückt in den Fokus und übernimmt Verantwortung im Team
Drei Spiele in fünf Tagen: Die Heilbronner Falken haben ein straffes Programm mit den Partien beim SC Riessersee, gegen den EC PEiting und beim Deggendorfer SC vor sich. Und das alles mit einem extrem dünnen Kader.

Verletzungen, ein enger Spielplan und ein insgesamt unruhiges Vereinsumfeld – die Heilbronner Falken erleben derzeit eine Saison mit einigen Herausforderungen. Nun stehen mit einem kleinen Kader wegen zahlreicher Ausfälle erneut drei Spiele in kurzer Zeit auf dem Programm.
Heilbronner Falken: Sonderlob von Trainer Niko Eronen für Lukas Wagner
An diesem Freitag startet das Triple um 20 Uhr mit dem Gastspiel beim SC Riessersee. Weiter geht es am Sonntag (18.30 Uhr) zu Hause gegen den EC Peiting, bevor es am Dienstag (20 Uhr) zum Tabellenführer Deggendorf geht. Fehlen werden Nolan Ritchie, Malte Krenzlin, Lars Schiller und Thore Weyrauch. Eventuell könnte Luis Ludin wieder mit aufs Eis gehen.
Einer, der in den vergangenen Wochen sportlich wie persönlich zunehmend in den Fokus rückte, ist Stürmer Lukas Wagner. Der 22-Jährige wechselte vor der Saison vom DEL2-Club Crimmitschau nach Heilbronn. Und er erhielt zuletzt auch ein Lob von Trainer Niko Eronen. „Seit dem Ausfall von Nolan Ritchie, der bis dahin unser Topscorer war, haben andere Spieler einen Schritt nach vorne gemacht und übernehmen Verantwortung. Lukas Wagner zum Beispiel.“
Der 22-jährige Stürmer strebt ein Sechs-Punkte-Wochenende an
Mit Blick auf die kommenden Aufgaben ist die Marschroute klar. „In dieser Liga darf man keinen Gegner unterschätzen“, betont Wagner. „Unser Fokus liegt darauf, von Spiel zu Spiel zu denken und so viele Punkte wie möglich zu holen. Das Ziel sollte ein Sechs-Punkte-Wochenende sein.“ Garmisch sei offensiv sehr stark, Peiting ein Team, das physisch spielt, und Deggendorf sei ein Gegner, mit dem sich das Team auf Augenhöhe messen wolle. „Das ist fast schon ein Playoff-Spiel“, sagt Wagner.
Für ihn selbst war in dieser Saison viel Flexibilität gefragt. Denn wegen der ständigen Ausfälle wurden immer wieder die Reihen umgestellt. „Ich habe mit sehr vielen verschiedenen Sturmpartnern gespielt, dazu Powerplay und Unterzahl – da war viel Wechsel dabei“, sagt er. „Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich mich mit jedem auf dem Eis wohlfühle.“
Der Schritt zurück von der DEL2 in die Oberliga ist Wagner bewusst gegangen
Der Schritt aus der DEL2 zurück in die Oberliga war für den jungen Stürmer eine bewusste Entscheidung. „In der DEL2 bekommt man als junger Spieler oft nicht die Rolle, um sich wirklich weiterzuentwickeln“, erklärt Wagner. „Heilbronn ist ein starker Standort, ich habe hier eine echte Chance gesehen – und bislang habe ich diese Entscheidung keine Sekunde bereut.“ Die Eiszeiten und die Verantwortung bestätigen ihn in diesem Weg.
Eine wichtige Rolle im Entwicklungsprozess spielen für Wagner die erfahrenen Führungsspieler im Kader. „Spieler wie Robin Just oder Freddy Cabana sind extrem wichtig“, sagt er. „Sie sprechen viel, geben ehrliches Feedback und weisen auf Details hin, die man als junger Spieler manchmal gar nicht auf dem Schirm hat. Im Nachhinein merkt man oft, wie recht sie hatten.“
Bei den Heilbronner Falken sieht der Stürmer noch Luft nach oben
Trotz der positiven Entwicklung sieht Wagner bei der Mannschaft noch Luft nach oben – vor allem in Sachen Konstanz. „Wir zeigen immer wieder, wie stark wir sein können. Aber es gibt auch Phasen, in denen wir nachlassen“, analysiert er. „Das Auf und Ab war am Anfang der Saison noch extremer. Es wird besser, aber der nächste Schritt ist, über 60 Minuten unser Spiel durchzuziehen – gerade mit Blick auf die Playoffs.“
Für ihn persönlich steht fest: „Die Spielzeit und die Erfahrung, die ich gerade sammele, sind unglaublich wertvoll.“ Und genau davon profitieren derzeit nicht nur Lukas Wagner selbst, sondern auch die Heilbronner Falken insgesamt.
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