Insolvenz der Heilbronner Falken: Erster Spieler verlässt Eishockey-Oberligisten
Nach der Insolvenzmeldung wollen die Heilbronner Falken die Saison unbedingt zu Ende spielen. Der vorläufige Insolvenzverwalter arbeitet daran, den Kader des Eishockey-Oberligisten möglichst zusammenzuhalten – doch den ersten Abgang gibt es bereits.
"Das Team will die Saison trotz der Insolvenz zu Ende bringen", erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter der Heilbronner Falken, Peter Roeger von der Pluta Rechtsanwalts GmbH, am Donnerstag in einer Pressemitteilung. Und weiter: "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, damit die Mannschaft bis Saisonende am Spielbetrieb teilnehmen kann." Aus diesem Grund will der Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht aus Bayreuth auch möglichst den gesamten Kader des Unterländer Oberligisten zusammenhalten.
Nach Beantragung der Insolvenz: Thore Weyrauch verlässt Heilbronner Falken
Einen ersten Abgang müssen die Heilbronner Falken nach der Beantragung der Insolvenz an diesem Mittwoch allerdings bereits verkraften. Nur wenige Stunden nach Bekanntwerden der Insolvenz vermeldete das Physiozentrum Leintal, bei dem Falken-Profi Thore Weyrauch seit Dezember des vergangenen Jahres als Physiotherapeut arbeitet, den Abschied des Stürmers auf seinen Social-Media-Kanälen.
"Mit dem höheren sportlichen Einsatz sowie der geografischen Veränderung bleibt leider nicht genug Zeit, um den Job bei uns weiterzuführen", heißt es dort. Wo es Weyrauch hinzieht, steht noch nicht fest. Eine Spur könnte nach Hannover führen − auch aus privaten Gründen. Weitere Abgänge könnten folgen. Nachdem der Heilbronner Oberliga-Konkurrent Bayreuth Tigers vor zwei Jahren Insolvenz angemeldet hatte, war der Aderlass bei den Franken danach substantiell.
Medienbericht: Spielerberater kontaktieren Bietigheim Steelers
Dass Spieler der Falken ihre Fühler ausgestreckt haben, bestätigte der Geschäftsführer der Bietigheim Steelers, Gregor Rustige, der "Ludwigsburger Kreiszeitung". Mit Verweis auf die schwierige finanzielle Situation in Heilbronn hätten ihn schon etwa fünf Spielerberater kontaktiert. Konkretes Interesse bestehe vom Zweitligisten an Heilbronner Spielern allerdings nicht. "Ob ein Oberliga-Spieler aus Heilbronn helfen kann, hängt von Position, Kaderplanung und Bedarf ab. Derzeit gibt es dafür keine konkrete Planung oder Priorität", sagte Rustige der "LKZ". Man hoffe vielmehr auf die Rückkehr der verletzten Spieler.
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