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Heilbronner Falken gewinnen ohne Mühe ihr erstes Spiel des Jahres gegen den EV Füssen

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Heilbronn schlägt Oberliga-Schlusslicht Füssen mit 6:2. Am Sonntag steht die deutlich schwerere Aufgabe bei den Tölzer Löwen an.

Niklas Jentsch (vorne links) erzielt das 3:0 der Heilbronner Falken beim deutlichen Sieg gegen den EV Füssen.
Foto: Ralf Seidel
Niklas Jentsch (vorne links) erzielt das 3:0 der Heilbronner Falken beim deutlichen Sieg gegen den EV Füssen. Foto: Ralf Seidel  Foto: Seidel, Ralf

Erstes Spiel, erstes Tänzchen mit den Fans. Die Heilbronner Falken haben den Jahresauftakt sportlich positiv gestaltet. Im ersten Spiel des Jahres 2026 gewann der Eishockey-Oberligist am heimischen Europaplatz mit 6:2 (4:0, 1:2, 1:0) gegen das Schlusslicht EV Füssen. Trotz der ungewissen Situation im Umfeld lässt sich die Mannschaft nicht hängen und will im Idealfall das Heimrecht in den Playoffs erreichen – auch wenn dies durch den drohenden Abzug von sechs Punkten erschwert wird.

Seit langem wieder standen Niko Eronen vier Reihen zur Verfügung

Angesichts des extrem straffen Terminplans, der die Falken bereits am Sonntag zu den Tölzer Löwen und am Dienstag zu Hause gegen die Höchstadt Alligators führt, tat es Trainer Niko Eronen gut, auf vier Angriffsreihen zurückgreifen zu können. Sebastian Hon kehrte in den Kader zurück, zudem gab es Verstärkung von den Eisbären Heilbronn durch Aiden Wagner. „Es war ein gutes Gefühl, mal wieder mit einer vierten Reihe spielen zu können“, sagte Eronen.

Die Silvesterfeierlichkeiten sowie der um zehn Minuten verspätete Beginn am Freitagabend, weil einer der Schiedsrichter im Stau gestanden hatte, erwiesen sich nicht als allzu große Störfaktoren.

Falken legen einen starken Start hin

Im Gegenteil: Den Falken gelang ein perfekter Start. Zwar leisteten sie sich in den ersten Sekunden einige defensive Nachlässigkeiten, doch noch keine Minute war gespielt, da stand es 1:0. Die Gastgeber ließen den Puck sehenswert vor dem Füssener Tor kreisen, ehe Thore Weyrauch unter den Augen von Bürgermeisterin Agnes Christner, die am Europaplatz zu Besuch war, abschloss. Wenig später vergab Hon (3. Minute) die große Möglichkeit zum 2:0. Dieses erzielte dann Paul Fabian nur eine Minute später (4.). In Überzahl erhöhte Niklas Jentsch auf 3:0. Als die nächste Strafe der Füssener gerade abgelaufen war, legte Leon Fern das 4:0 nach (19.).

Wenige Sekunden vor Ende des ersten Drittels war dann Torhüter Franz Jokinen, der anstelle von Patrick Berger zwischen den Pfosten stand, erstmals gefordert. Sicher fischte er den Puck nach einem Schuss von Julian Straub mit der Fanghand aus der Luft. „Was will man sagen, wenn man nach dem ersten Drittel 4:0 führt“, fand Eronen keinen Ansatz zur Kritik

Im zweiten Drittel lassen die Falken Konsequenz vermissen

Das sollte sich aber nach der Pause ändern. „Wir haben unser System verlassen“, sagte der Coach. „Wir haben individuell gespielt,“ Im zweiten Abschnitt fehlte – auch bedingt durch die klare Führung – etwas der Zug zum Tor sowie die letzte Konsequenz im Abschluss. So vergab Calder Anderson (22.) im Zusammenspiel mit Freddy Cabana die große Chance auf das 5:0. Stattdessen verkürzten die Gäste in der 32. Minute durch Bauer Neudecker auf 1:4. Noch in der selben Minute legten die Falken durch Lukas Wagner das 5:1 nach. Ein Assist ging als nachträgliches Geburtstagsgeschenk an Aiden Wagner, der am 1. Januar Geburtstag hatte. Simon Boyko sorgte für den zweiten Füssener Treffer (33.).

Im Schlussdrittel erhöhte Corey Mapes noch auf 6:2 (50.). Viel mehr passierte vor den Toren aber nicht mehr. Die Falken spielten die Partie souverän zu Ende, schonten dabei auch noch ein paar Kräfte.

Am Sonntag geht es in Bad Tölz weiter

Denn an diesem Sonntag (18 Uhr) geht es für die Falken nun zu den Tölzer Löwen, dem Tabellendritten. Am Dienstag (17 Uhr) steht bereits wieder ein Heimspiel gegen die Höchstadt Alligators an.

Fünf Spiele müssen die Eishockey-Profis zum Start ins neue Jahr zwischen dem 2. und 11. Januar bestreiten. Eine hohe Belastung. Schließlich war der Spielplan um Weihnachten ebenfalls schon so dicht gedrängt. „Ich denke, das machen unsere Coaches ganz gut“, sagt Falken-Goalie Patrick Berger in Bezug auf die Belastungssteuerung und gibt aus: „Wir wollen so viele Punkte einsammeln, wie es geht. Da müssen wir die Zähne zusammenbeißen und durch.“

Tor: Berger, Jokinen; Abwehr: Plauschin – Mapes, Fern – Berry, Krenzlin – Schams; Angriff:Ludin – Weyrauch – Skvorcovs, Anderson – Cabana – Jentsch, Just – Lukas Wagner – Aiden Wagner, Drothen - Hon - Fabian.Tore:1:0 Weyrauch (1.), 2:0 Fabian (4.), 3:0 Jentsch (10./Überzahl), 4:0 Fern (19.), 4:1 Neudecker (32.), 5:1 Wagner (32.), 5:2 Boyko (33.), 6:2 Mapes (50.).Schiedsrichter: Vanessa Anselm, Robert Ruhnau.Strafminuten: 4/4. Zuschauer:1906.

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