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"Müssen 60 Minuten unser Eishockey durchziehen": Heilbronner Falken vor Spiel gegen Bad Tölz

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Nach dem Sieg gegen Füssen geht es für die Heilbronner Falken zu den Tölzer Löwen, einem direkten Konkurrenten im Kampf um das Playoff-Heimrecht in der Eishockey-Oberliga Süd. So blickt Trainer Niko Eronen nach vorn.


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Die Heilbronner Falken sind mit einem deutlichen Heimsieg ins neue Jahr gestartet. Der Eishockey-Oberligist setzte sich am heimischen Europaplatz vor rund 1900 Zuschauern mit 6:2 (4:0, 1:2, 1:0) gegen das Schlusslicht EV Füssen durch und unterstrich damit trotz der angespannten Situation im Vereinsumfeld seine sportliche Stabilität. Vor allem im ersten Drittel legten die Gastgeber den Grundstein für den Erfolg.

Hauptrunde der Eishockey-Oberliga: Es geht derzeit Schlag auf Schlag bei den Heilbronner Falken

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Falken allerdings nicht. Bereits diesen Sonntag um 18 Uhr steht das Auswärtsspiel bei den Tölzer Löwen an. „Wir biegen jetzt auf die Zielgerade der Hauptrunde ein und kämpfen um die Plätze“, blickte Trainer Niko Eronen voraus. „In Bad Tölz wird es intensiv und hart. Unser Ziel ist klar: Wir wollen dort drei Punkte holen.“ Es wird aber sicher eine deutlich schwerere Aufgabe als gegen die Füssener. Schließlich sind die Löwen einer der Konkurrenten um eine bestmögliche Ausgangslage in den Playoffs.

Thore Weyrauch (3. v. L.) erzielte bereits in der ersten Minute gegen Füssen das 1:0. Die Heilbronner Falken gewannen 6:2.
Thore Weyrauch (3. v. L.) erzielte bereits in der ersten Minute gegen Füssen das 1:0. Die Heilbronner Falken gewannen 6:2.  Foto: Seidel, Ralf

„Tölz ist sehr heimstark. Wir dürfen nicht wieder ein Drittel gut, eines weniger gut und eines solide spielen“, sagt Verteidiger Corey Mapes. „Wir müssen 60 Minuten unser Eishockey durchziehen.“

Aiden Wagner wird auch in Bad Tölz für Heilbronn auflaufen 

In Tölz wird auch Aiden Wagner, die Leihgabe von den Eisbären Heilbronn, wieder mit dabei sein. Dieser verbuchte bei seinem Debüt gleich einen Assist und hinterließ in der dritten Angriffsreihe einen guten Eindruck. „Wir hatten ihn schon für drei oder vier Wochen im Training und haben uns dann entschieden, dass er für uns spielen wird, so wie wir mit Eetu Santanen damals auch die Möglichkeit hatten, ihn drei Spiele spielen zu lassen. Und wir werden nach den drei Spielen entscheiden, wie es weitergeht.“ Danach müssten die Falken ihn lizenzieren; Wagner dürfte dann aber nicht mehr für die Eisbären spielen. Wahrscheinlich wird man auch danach eher noch abwarten. Aktuell hilft Aiden Wagner dabei, dass die Falken mit vier kompletten Angriffsreihen spielen können. „Das fühlt sich gut an, und Aiden hat einen guten Job gemacht“, sagte Eronen.

Aiden Wagner (rechts) hat gegen Füssen sein erstes Spiel für die Heilbronner Falken gemacht.
Aiden Wagner (rechts) hat gegen Füssen sein erstes Spiel für die Heilbronner Falken gemacht.  Foto: Marc Schmerbeck

Bereits nach 20 Minuten führten die Falken gegen Füssen klar mit 4:0. Thore Weyrauch eröffnete früh den Torreigen, Paul Fabian legte wenig später nach. In Überzahl erhöhte Niklas Jentsch, ehe Leon Fern kurz vor der ersten Pause den vierten Treffer nachlegte. „Wir haben im ersten Drittel wirklich sehr gut begonnen und es verdient mit 4:0 in die Pause geschafft“, bilanzierte Falken-Trainer Niko Eronen nach der Partie.Schwaches zweites Drittel der Falken

Zweites Drittel bietet Eronen Material für die Videoanalyse

Im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild jedoch. Die Gastgeber verloren etwas die Ordnung und ließen Füssen besser ins Spiel kommen. „Das war ein komisches Drittel. Wir haben unser System verlassen und individuell gespielt“, kritisierte Eronen. Füssen nutzte die Nachlässigkeiten: Bauer Neudecker verkürzte auf 1:4, ehe Lukas Wagner den alten Abstand wiederherstellte. Kurz darauf traf Simon Boyko zum 2:5 aus Sicht der Gäste.Erst im Schlussdrittel fanden die Falken wieder zu ihrer Struktur zurück. „Wir haben gesagt, wir machen einen Neustart – und die Jungs haben gut reagiert“, so Eronen. Corey Mapes sorgte in der 50. Minute mit dem Treffer zum 6:2 für die endgültige Entscheidung. Danach spielte Heilbronn die Partie souverän zu Ende und ließ nichts mehr anbrennen.

„Wir haben unser System verlassen und individuell gespielt.“

Niko Eronen

Das Mitteldrittel wollte der Coach aber in der Videoanalyse nochmal ganz genau unter die Lupe nehmen und seinen Spielern die Problemstellen aufzeigen. Und er fasste schon direkt nach dem Spiel seine ersten Eindrücke zusammen: „Drei Schüsse haben wir zugelassen im ersten Drittel, 13 Schüsse im zweiten Drittel und fünf oder sechs im letzten Drittel. Das sagt tatsächlich schon alles aus, und Füssen hat talentierte Spieler, gute Spieler, speziell in der ersten Reihe. Und da haben wir Raum gelassen, haben wir Zeit gelassen, und Füssen hätte gut und gerne nochmals ein oder zwei Tore mehr schießen können.“Gegen Bad Tölz werden solche Nachlässigkeiten sicher schneller bestraft.

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