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Frustbewältigung nach Falken-Art mit einem 9:1-Schützenfest

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Heilbronn demontiert Kellerkind Deggendorf und gewinnt in der DEL 2 deutlich mit 9:1

Samuel Soramies (Mitte) jubelt über das 3:0 der Heilbronner Falken. Die Mannschaft von Alexander Mellitzer ließ Kellerkind Deggendorf keine Chance und gewann das DEL-2-Heimspiel deutlich. Foto: Marc Schmerbeck
Samuel Soramies (Mitte) jubelt über das 3:0 der Heilbronner Falken. Die Mannschaft von Alexander Mellitzer ließ Kellerkind Deggendorf keine Chance und gewann das DEL-2-Heimspiel deutlich. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Schmerbeck, Marc

Die Uhr in der Heilbronner Kolbenschmidt-Arena zeigte noch eine Minute und 20 Sekunden, als der Puck gegen den Pfosten prallte. Es wäre der zehnte Treffer der Heilbronner Falken an diesem Sonntagabend gewesen. Nur zu gerne hätten die Fans noch einmal gejubelt.

Doch auch so war es eine gelungene Frustbewältigung. Mit 9:1 (5:0, 2:1, 2:0) demontierte die Mannschaft von Trainer Alexander Mellitzer das DEL-2-Schlusslicht Deggendorf. "Das war für uns immens wichtig nach den schweren Tagen und den Auswärts-Niederlagen, wo wir nicht gut gespielt haben", sagte Mellitzer.

Immerhin zu Hause läuft es bei den Heilbronner Falken. Nach zuletzt drei ganz pomadigen Auswärtspleiten war es die richtige Antwort der Mannschaft von Trainer Alexander Mellitzer.

Den Falken ist auswärts der Plan abhanden gekommen

Nach dem 3:6 am Freitagabend in Crimmitschau sagte er noch: "Seit geraumer Zeit läuft es bei uns überhaupt nicht nach Plan", und fügt an: "Jetzt liegt es an mir und meinem Trainerstab, herauszufinden, warum es so ist und wie wir zurück auf die Siegerspur finden."

Nun gelang nach dem 3:0 gegen Freiburg der zweite Sieg in der Kolbenschmidt-Arena in Folge. Es war ein ganz anderer Auftritt als zuletzt. Fünf Treffer fielen in Überzahl, zuletzt war das Powerplay ein großes Problem. Die Gäste waren mit dem Tempo und der Wucht der Falken komplett überfordert. Die Gäste wussten sich kaum zu wehren.

Früh die Weichen auf Sieg gestellt

Erst gegen Ende der ersten 20 Minuten konnten sie sich auch mal etwas befreien, ohne dabei aber wirklich gefährlich zu sein. Heilbronns Torhüter Florian Mnich war kaum gefordert, wenn es sein musste, war er aber aufmerksam. Keine 40 Sekunden waren gespielt, als Greg Gibson das 1:0 erzielte. Nach fünf Minuten stand es schon 2:0 - Patrick Kurz zog von der blauen Linie ab.

Deggendorfs Trainer Otto Keresztes reagierte und nahm Goalie Cody Brenner vom Eis. Jason Bacashihua stand nun zwischen den Pfosten. Nachdem zwei Minuten später Jan-Ferdinand Stern auf die Strafbank musste, erhöhte Samuel Soramies (9.) auf 3:0. Doch damit gaben sich die Falken nicht zufrieden, sie ließen nicht nach. Im Gegenteil, sie legten nach. Wieder eine Strafe für Deggendorf, wieder ein Treffer für Heilbronn: Maschmeyer erzielte das 4:0. Elf Minuten waren da erst gespielt. In der 19. Minute erhöhte Lambacher noch auf 5:0.

Und die Führung nach dem ersten Drittel hätte durchaus höher sein können: Derek Damon (13.) traf nur die Latte, Gibson (16.) scheiterte an Bacashihua und Roope Ranta (17.) schob den Puck am Tor vorbei. Nach der ersten Pause ereignete sich zunächst wenig - bis sich Markus Eberhardt (4+10 Minuten) und Alex Roach (8+10) Minuten eine handfeste Auseinandersetzung lieferten. Die folgende Überzahl nutzte Heilbronn sogleich zum 6:0. Justin Kirsch (25.) hämmerte erst den Puck an die Latte, dann traf er. In der 28. Minute legte Lavalée das 7:0 nach.

Zweistellig wird es nicht

Curtis Leinweber (30.) zerstörte mit dem 1:7 die Hoffnungen von Torhüter Florian Mnich auf einen Shutout. Lambacher (50.) und Kirsch (53.) ließen die Treffer acht und neun folgen. Nur Nummer zehn fehlte am Ende. "Wir haben heute wieder das Hockey gezeigt, das wir wollen", sagte Mellitzer. "Die Laufbereitschaft war da. Der Sieg ist relativ hoch ausgefallen, aber das Spiel war schön."


Tor: Mnich; Abwehr: Maschmeyer - Götz, Möser - Sharrow, Mapes - Kurz, Eberhardt; Angriff: Kirsch - Damon - Gibson, Ranta - Soramies - Lavalée, Helms - Lambacher - Pavlu; Tore: 1:0 (1.) Gibson, 2:0 (5.) Kurz, 3:0 (9.) Soramies, 4:0 (11.) Maschmeyer, 5:0 (19.) Lambacher, 6:0 (25.) Kirsch, 7:0 (28.) Lavalée, 7:1 (30.) Leinweber, 8:1 (50.), 9:1 (53.) Kirsch; Strafminuten: 18/30; Schiedsrichter: Kapzan/Schmidt; Zuschauer: 1161.

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