Trainer Frank Petrozza fordert Verstärkungen für die Heilbronner Falken – "Müssen personell reagieren"
Die Heilbronner Falken plagen vor dem Auswärtsspiel in Höchstadt Personalsorgen. Immerhin ein ganz wichtiger Spieler fällt nicht wie befürchtet aus.

Die personelle Situation der Heilbronner Falken ähnelt zusehends einem Puzzle, bei dem immer mehr Teile verloren gehen. Aus dem Oberliga-Kader stehen für die Partien am Freitag (20 Uhr) in Höchstadt maximal 14 Feldspieler und ein Torhüter zur Verfügung.
Am Sonntag (18.30 Uhr) zu Hause gegen Peiting kehrt lediglich Goalie Patrick Berger nach Ablauf seiner Sperre zurück. "Das ist brutal und geht auf Dauer nicht gut", warnt Trainer Frank Petrozza.
Falken-Personal: Freddy Cabana fällt nicht aus, Tim Detig bis zu zwei Monate
Die beste Nachricht der Woche war, dass zumindest der Kapitän nicht ausfällt. "Alles gut", beruhigte Freddy Cabana nach dem Training am Donnerstag. Dafür wird Tim Detig wegen einer Verletzung des Syndesmosebands bis zu zwei Monate ausfallen. "Der Junge hat echt Pech. Wenigstens muss er nicht operiert werden", sagte Petrozza.
Dazu fehlen weiterhin Michael Brunner, Philip Hecht und krankheitsbedingt jetzt zusätzlich Linus Wernerson Libäck. Um überhaupt drei Reihen zusammenzukriegen, fahren am Freitag wieder die beiden Jungadler Nikita Tschwanow und Maurice Müller mit nach Höchstadt. Fehlen wird allerdings deren Teamkollege Leon Willerscheid, der bei den Adlern Mannheim gebraucht wird. Der 18-Jährige war zuletzt ein starker Rückhalt. Mit ihm im Tor haben die Falken die jüngsten vier Partien gewonnen.
Falken-Torhüter Nils Kapteinat bekommt eine neue Bewährungschance
Am Freitag wird also wieder Nils Kapteinat zwischen den Pfosten stehen. Wer als Ersatz auf der Bank Platz nehmen wird, war am Donnerstag noch ungewiss. "Wir schauen", sagte Petrozza achselzuckend. Vielleicht spendieren die HEC Eisbären ihrem Kooperationspartner einen Goalie?
"Ich werde nicht jammern und keine Ausreden suchen. Doch um an der Spitze der Oberliga mitzuspielen, müssen wir personell reagieren", fordert Petrozza.
Falken-Trainer Frank Petrozza hat einen Wunschzettel geschrieben
Immerhin war ja Mitte November bereits Luke Volkmann nach Leipzig abgegeben worden. Diese Position wurde bislang nicht ersetzt. Kandidaten gäbe es – Petrozza führt eine Liste. "Mein Wunschzettel für Weihnachten", sagt der 53-Jährige leicht sarkastisch. Ein neuer Stürmer und ein weiterer Verteidiger stehen darauf.
Der Sportliche Leiter Martin Jiranek hatte zumindest einen neuen Angreifer für Dezember in Aussicht gestellt, gleichzeitig aber betont: "Wir wollen die richtige Entscheidung treffen." Im Augenblick wirkt es eher wie Aussitzen. Selbst ohne Verstärkungen würden sich die Falken wohl für die Playoffs qualifizieren. "Diese Mannschaft hat extrem viel Charakter und ist topfit", lobt Petrozza sein Team.
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