Stimme+
Eishockey

Heilbronner Falken werden ohne Thiel und Tosto in die K.o.-Phase der DEL2 gehen

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Der Plan der Falken mit den Mannheimer Youngstern ist mit dem Ende der Wechselfrist gescheitert. Am drittletzten Hauptrundenwochenende stehen für den Vorletzten der DEL2 Duelle mit Krefeld und Ravensburg bevor.

Simon Thiel (links) und Luca Tosto werden in der K.o.-Phase der Saison allenfalls wie hier im Trikot der Adler Mannheim in der DEL zu sehen sein. Für die Falken sind sie nicht spielberechtigt.
Simon Thiel (links) und Luca Tosto werden in der K.o.-Phase der Saison allenfalls wie hier im Trikot der Adler Mannheim in der DEL zu sehen sein. Für die Falken sind sie nicht spielberechtigt.  Foto: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Sven Laegler

Auf den letzten Drücker hat sich Bad Nauheim die Dienste des kanadischen Stürmers Grayson Pawlenchuk gesichert, Verteidiger Maximilian Gläßl wechselt von den Löwen Frankfurt zu den Artgenossen nach Selb. Die Ravensburg Towerstars bedienten sich beim Oberliga-Kooperationspartner Memmingen und reaktivierten zudem Goalie Ben Meisner, um ihr Verletzungspech zu kompensieren. Die Eispiraten Crimmitschau verpflichteten zwar am letzten Tag der Transferfrist keine Spieler mehr, warfen dafür aber ihren Trainer Marian Bazany raus.

Personelle Funkstille in Heilbronn

Und in Heilbronn? Da herrschte vor dem drittletzten Hauptrunden-Wochenende mit Spielen am Freitag (19.30 Uhr) in Krefeld und am Sonntag (17 Uhr) zu Hause gegen Ravensburg Funkstille. Natürlich war vergangene Woche mit der Verpflichtung von Ryan Valentini die offensichtlich schwerwiegendste Vakanz auf der Center-Position behoben worden.

Doch der seit Wochen kolportierte Plan mit Kooperationspartner Mannheim hat sich zerschlagen. Die Falken hofften darauf, dass sie die beiden Förderlizenzspieler Simon Thiel und Luca Tosto von den Adlern fest verpflichten dürften. Damit wäre die Regelung umgangen worden, dass Förderlizenzspieler mindestens 20 Hauptrundenspiele absolvieren müssen, um für die K.o-Runde spielberechtigt zu sein. "Diese Idee ist an vertraglichen Dingen gescheitert, nicht an den Statuten der Liga", bestätigte Martin Jiranek am Donnerstag. Weitergehend wollten sich weder der Cheftrainer noch Falken-Geschäftsführer Marco Merz zu dem Thema äußern.

Offenbar ist für die Spieler die vage Aussicht in den DEL-Playoffs für die Adler aufzulaufen und um die deutsche Meisterschaft zu spielen, reizvoller, als mit dem Heilbronnern um den Klassenerhalt in der DEL2 zu kämpfen.

Jiranek muss künftig immer vier aus sechs Lizenzspielern auswählen

Damit steht nun fest, dass die Falken im Optimalfall mit zwei Goalies, sieben Verteidigern und 13 Stürmern in die Entscheidungsspiele um den Klassenerhalt gehen. Klingt grundsätzlich ausreichend, wenn da nicht hinter einigen Namen noch Fragezeichen stehen würden. Zunächst einmal haben die Falken sechs ausländische Lizenzspieler unter Vertrag, von denen immer nur vier spielen dürfen. Jiranek muss vor jedem Spiel eine Auswahl treffen. Das bietet zwar taktische Möglichkeiten, andererseits sitzen aber eben auch immer zwei potenzielle Stammkräfte auf der Tribüne. Als personeller Puffer im Fall etwaiger Verletzungen sind diese Alternativen natürlich dennoch bedeutsam. 

Fraglich ist schließlich, wie schnell Top-Verteidiger Kenney Morrison nach seiner langen Verletzungspause wieder in Form kommt. An diesem Wochenende wird der seit Montag 31-Jährige noch einmal aussetzen. "Ab nächste Woche darf er mit Vollkontakt wieder trainieren", sagte Jiranek. Ebenso fehlen wird Goalgetter Jeremy Williams, der an einer Adduktorenverletzung laboriert und der Zeit bekommen soll, diese auszukurieren. Judd Blackwater hat verletzungsbedingt in dieser Saison gerade einmal neun Spiele bestritten, taugt daher ebenfalls eher weniger als Hoffnungsträger.

Es wird also sehr darauf ankommen, dass anvisierte Leistungsträger wie Julian Lautenschlager, Justin Kirsch, Stefan Della Rovere, Noah Dunham oder August von Ungern-Sternberg in der entscheidenden Saisonphase nicht im Formtief stecken. Thiel und Tosto wären hier zwei allzeit einsetzbare Alternativen gewesen. 

 

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben