Stimme+
Eishockey

Falken-Offensive schwächelt auch bei den Towerstars

   | 
Lesezeit  3 Min
Erfolgreich kopiert!

Beim 1:4 in Ravensburg bringen die Heilbronner Falken wieder wenig Zählbares zustande. In den beiden Spielen zuletzt gelangen dem Team nur zwei Treffer. Das macht dem Trainer Sorgen.

Zum Helmraufen: Für Alex Tonge und seine Kollegen lief gegen Ravensburg wenig zusammen. Wie gegen Krefeld gelang den Falken nur ein Treffer.
Foto: Marc Schmerbeck
Zum Helmraufen: Für Alex Tonge und seine Kollegen lief gegen Ravensburg wenig zusammen. Wie gegen Krefeld gelang den Falken nur ein Treffer. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Schmerbeck, Marc

Die Heilbronner Falken stecken im Tabellenkeller der DEL 2 fest; und verlieren langsam den Anschluss an Platz zehn. Das 1:4 (0:2, 0:1, 1:1) bei den Ravensburg Towerstars am Sonntag war die zweite Niederlage des Teams von Martin Jiranek in Folge - das damit ein Null-Punkte-Wochenende hinlegte. Auffällig dabei: Offensiv fiel den Falken überraschend wenig ein. "Mit einem Tor kann man ein Spiel nicht gewinnen", sagte Jiranek.

Nach der knappen 1:2-Niederlage am Freitag gegen Krefeld hatte Jiranek seine Mannschaft als "one trick Pony", als Pferd mit nur einem Trick bezeichnet, und kritisiert, dass aktuell einzig von der ersten Falken-Reihe Torgefahr ausgeht. "Wir können nicht erwarten, dass die erste Reihe alle Tore schießt. Wir brauchen die zweite und dritte Reihe, mehr Tore von mehr Leuten", sagte der Coach.

Fast neun Minuten lang gelingt den Falken kein Abschluss

Zumal den Falken allmählich die Spiele ausgehen, um den Playdowns zu entgehen. "Wir müssen Punkte holen, um im Rennen um Platz zehn zu bleiben", sagte Jiranek vor dem Duell in Ravensburg. Mehr Abschlüsse sollten her - und vor allem nachsetzen sollte sein Team, mehr zweite und dritte Schüsse nehmen. Neun Minuten lang aber kam erst einmal gar nichts von den Falken in Richtung des Tores von Towerstars-Keeper Jonas Langmann. Auch von der Parade-Reihe nicht.

Als River Rymsha den ersten Torschuss abgab, der von den Gastgebern aber geblockt wurde, stand es bereits 1:0 für Ravensburg. Vincent Hessler hatte Ilya Andryukhov, der für Florian Mnich wieder ins Tor gerückt war, überwunden (9.). Die Falken, die sich bis dato auf die Defensive beschränkt hatten und auch gut verteidigten, machten im Aufbau einen Fehler und wurden prompt bestraft. Wieder ein Rückstand.

Zwei gute Chancen zum Auftakt in den zweiten Abschnitt lässt Heilbronn ungenutzt

Und der hatte auch noch nach 20 Minuten Bestand: Ravensburg machte weiter das Spiel, fand aber selten eine Lücke. Heilbronn dagegen fand offensiv kaum statt. Da musste mehr kommen. Immerhin: In das zweite Drittel starteten die Falken mit zwei guten Chancen. Und doch stand es keine vier Minuten später 2:0 für die Gastgeber. Nachdem sowohl Noah Dunham (22.) als auch August von Ungern-Sternberg (23.) gute Chancen ausgelassen hatten, stellte Florin Ketterer in seinem 500. Spiel auf 2:0 (24.). Blöd: Die Scheibe ging von einem Schlittschuh der Falken ins Tor. Direkt danach vergab Jeremy Williams, als er alleine aufs Tor laufend verzog.

Selbst im anschließenden Powerplay ging von Heilbronn - dem besten Überzahl-Team der Liga - wenig Torgefahr aus. Die Falken schafften es nicht einmal richtig, in Formation zu kommen. Bei einem Konter hatte eher sogar Ravensburg die Chance auf ein Tor. Brenzlig wurde es dann, als die Gastgeber um die 30. Minute in Überzahl spielten und dem 3:0 sehr nah waren. Mit Glück und dank Andryukhov blieb es aber beim Vorsprung von zwei Toren. Zunächst.

15 Sekunden vor der Pausensirene klingelt es im Kasten von Andryukhov

Das zweite Überzahlspiel der Falken gegen Ende des Abschnitts war zwar besser - aber eben auch nicht gut. Als es schon in Richtung Pause ging, schlugen die Gastgeber noch einmal zu: 15 Sekunden vor der Sirene vollendete Max Hadraschek ein Zuspiel von Ken Latta zum 3:0. "Das ist nicht akzeptabel", kritisierte Kapitän Christopher Fischer im direkt folgenden Pauseninterview.

Er hatte sein Team im Vergleich zum ersten Abschnitt verbessert gesehen. "Wir hatten gute Chancen, belohnen uns aber nicht dafür." Die Devise für den Schlussabschnitt lautete wenig überraschend: "Wir müssen mehr schießen."

Genau das machte Maximilian Leitner in der 45. Minute und traf prompt zum 1:3. Ging da noch was für die Falken? Nein. Fünf Minuten später hatte Fabian Dietz den alten Abstand wieder hergestellt. Er traf im Nachsetzen in Überzahl (50.). Bis zum Ende war Ravensburg eher dem 5:1 näher als die Falken einem zweiten Treffer.


Tor: Andryukhov, Mnich. Abwehr: Morrison - Rymsha, Fischer - Leitner, Mapes - Preto, Krenzlin. Angriff: Williams - Cabana - Tonge, Della Rovere - Lautenschlager Kirsch, Dunham - Volkmann - Sternberg, Ramoser. Tore: 1:0 (9.) Hessler, 2:0 (24.) Ketterer, 3:0 (40.) Hadraschek, 3:1 (45.) Leitner, 4:1 (50.) Dietz. Strafminuten: 8/6. Schiedsrichter: Michael Klein, Vadislav Gossmann. Zuschauer: 2008.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben