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Falken mit leichtem Handicap ins Spitzenspiel

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Beim Spitzenspiel der beiden Überraschungsteam der DEL2 am Freitag in Freiburg werden die Heilbronner Falken wegen einiger Ausfälle wohl mit drei Reihen agieren müssen. Nervös wird deswegen aber niemand.

Gute Erfahrungen haben Davis Koch und die Falken in der Saison mit Freiburg gemacht: In den bisherigen drei Spielen holte Heilbronn acht von neun Punkten, gewann zu Hause zwei Mal regulär und auswärts in der Overtime.
Foto: Archiv/Andreas Veigel
Gute Erfahrungen haben Davis Koch und die Falken in der Saison mit Freiburg gemacht: In den bisherigen drei Spielen holte Heilbronn acht von neun Punkten, gewann zu Hause zwei Mal regulär und auswärts in der Overtime. Foto: Archiv/Andreas Veigel  Foto: Veigel, Andreas

Wenn die Falken als eine der Überraschungen in dieser Saison gelten, ist der EHC Freiburg die Steigerung davon. Die Wölfe haben noch eine Ausbaustufe mehr gezündet, sind die Shootingstars der Liga.

Dem Abstieg in vergangenen Saison in allerletzter Sekunde noch entgangen, steht die Mannschaft von Trainer Peter Russell - vor dem direkten Duell an diesem Freitag um 19.30 Uhr im Breisgau - als aktueller Zweiter einen Platz besser da als die Heilbronner Falken. "Wir wollen da am liebsten auch blieben", schickt Daniel Heinrizi eine kleine Kampfansage ins Unterland.

Der Sportdirektor war vergangene Saison noch während der laufenden Playdowns zu den Freiburgern gestoßen, baute die Wölfe nach dem geglückten Klassenerhalt komplett um, holte neben Trainer Russell 15 neue Spieler - darunter waren viele Volltreffer. "Die Jungs sind als Team gut zusammengewachsen", sagt Daniel Heinrizi, der zuvor acht Jahre in Bad Nauheim gewerkelt hatte.

Fünf Siege bis zum Heimrecht

Die Wölfe zählen zu den konstantesten Teams der Liga, zusammen mit Kassel und Heilbronn. "Ich denke, dass die drei Teams am Ende auch unter den Top vier bleiben", meint Daniel Heinrizi. Damit wäre das so wichtige Heimrecht gesichert.

Seine ganz eigene Heimrecht-Rechnung sieht so aus: "Drei, vielleicht vier Siege sollten dafür reichen." Aus zehn Spielen. Runtergerechnet auf die Falken, die ein Spiel und vier Punkte weniger haben, sind das fünf Siege, um auf der sicheren Seite zu sein. Genau das war zuletzt aber das Problem: Es lief nicht mehr ganz so rund beim Team von Mellitzer. "Erfolg macht auch müde", sagt Manager Atilla Eren. Ein paar kleine Nachlässigkeiten hätten sich eingeschlichen, Kleinigkeiten nicht mehr funktioniert. "Wenn man in der Liga nicht hundertprozentig dabei ist, gewinnt man nicht", sagt Eren.

Alles aber noch kein Drama, findet der Manager der Falken. "Die Frische kommt wieder, definitiv." Zeitlich wäre die Schwächephase jetzt gerade noch okay - besser als in den Playoffs jedenfalls. Und die sieht Eren nicht gefährdet. "Stand heute bin ich überzeugt, dass wir unser Ziel, einen Platz unter den ersten Sechs, erreichen." Mit einem Sieg in Freiburg und weiteren drei Punkten im Heimspiel diesen Sonntag, 18.30 Uhr, gegen den EC Bad Tölz könnte Heilbronn das untermauern.

Freiburg ist seit zwölf Spiele zu Hause unbesiegt

Das Problem für Freitag: Die Wölfe sind seit Ende November zu Hause ungeschlagen, haben zwölf Spiele in Folge gewonnen und sind das beste Heimteam der DEL 2. Die Serie müssen die Falken erstmal brechen, reisen allerdings mit ein paar personellen Sorgen an. Alexander Nikiforuk und Michael Knaub fehlen weiterhin verletzt, Pierre Preto hat sich ebenfalls ins Lazarett begeben, Yannik Valenti bleibt in Mannheim, Tim Miller ist gesperrt und Eero Savilahti ist nicht mehr an Bord. "Notfalls spielen wir mit drei Reihen", macht sich Co-Trainer Ilkka Pakarinen, der die Woche Alexander Mellitzer vertreten hat, keine Sorgen.

Stürmer gesucht

Die Zeit von Eero Savilahti bei den Heilbronner Falken ist nach den beiden Kaufbeuren-Spielen abgelaufen: Der Finne hat es nicht über seinen zeitlich befristeten Tryout-Vertrag hinaus geschafft. "Er hat uns in einer schwierigen Phase sehr geholfen", meint Geschäftsführer Atilla Eren. Aber die erhoffte Verstärkung für die Playoffs war er nicht, die Falken sind weiter auf der Suche. "Wir werden nochmal reagieren und einen Stürmer holen", sagt Eren. 

Der Coach hielt sich mit einer Magen-Darm-Erkrankung am Mittwoch und Donnerstag lieber vom Team fern, genauso wie Brock Maschmeyer. Beide sollten am Freitag wieder zurück sein. Eine eventuelle Umstellung zurück auf drei Reihen biete sogar eine Chance, meinten Pakarinen und Eren. "Wir haben auch mit drei Reihen schon richtig gute Spiele gemacht und in der Zeit um Weihnachten viele Spiele gewonnen", sagt Pakarinen. Der Spielfluss sei in der Regel besser, drei Reihen taktisch einfacher zu handhaben.

Heilbronn mit mehr Tiefe im Kader

Immer vorausgesetzt, es ist keine Lösung von Dauer. "Eine ganze Saison hält das keiner durch", sagt Atilla Eren. Zumal die Philosophie eine andere sei in Heilbronn. Gerade mit der Kooperation mit Mannheim. Die sehen auch die Freiburger als größtes Plus des Gegners. "Sie haben dadurch mehr Tiefe im Kader", findet Heinrizi. Die Offensivklasse der Falken sei ohnehin unbestritten.

 

 

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