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Falken gegen Langenthal: Shutout für Jokinen bei seiner doppelten Premiere

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Im ersten Spiel bei den Männern überhaupt und für die Falkenhält der 19 Jahre alte Goalie seinen Kasten beim Test-3:0 der Heilbronner Falken gegen den Schweizer Drittligisten SC Langenthal sauber.

Schon vor dem Spiel hatte Goalie Franz Jokinen (Mitte) gut lachen. Der 19-Jährige hielt im Test gegen Langenthal im Rahmen des Stadionfestes der Falken seinen Kasten sauber.
Schon vor dem Spiel hatte Goalie Franz Jokinen (Mitte) gut lachen. Der 19-Jährige hielt im Test gegen Langenthal im Rahmen des Stadionfestes der Falken seinen Kasten sauber.  Foto: Seidel, Ralf

Zu null gespielt hat Franz Jokinen in seiner bisherigen Laufbahn schon das eine oder andere Mal. Dennoch war der Shutout im ersten Vorbereitungs-Heimspiel der Heilbronner Falken im Rahmen des Stadionfestes gegen den Schweizer Drittligisten SC Langenthal etwas Besonderes für den 19-jährigen Goalie. Denn dem Deutsch-Finnen gelang das Kunststück beim 3:0 (1:0, 0:0, 2:0)-Sieg des Unterländer Oberligisten direkt in seinem ersten Spiel bei den Männern. „Da zieht man natürlich Selbstvertrauen raus“, erklärt Jokinen, verfällt aber nicht in Euphorie: „Wir müssen dranbleiben und uns als Team, aber auch ich mich individuell noch verbessern.“

Jokinen sieht man es nicht an, dass es sein erstes Spiel bei den Männern ist

Viel Lob Sein Coach war dennoch stolz auf seinen jungen Schlussmann. „Es war ein solider Start für ihn in seine professionelle Karriere. Seine Leistung war mehr als okay – und jeder ist froh für ihn, dass es so gelaufen ist.“ Auch Verteidiger Spencer Berry war voll des Lobes: „Defensiv waren wir richtig gut, und Franz hat einige gute Paraden gezeigt. Dass es sein erstes Spiel bei den Männern war, hat man ihm nicht angesehen.“

Seine Vorderleute hätten es ihm als Torhüter aber auch leicht gemacht. „Die Jungs haben sehr gut verteidigt. Die Langenthaler hatten nur in den Ecken und an der blauen Linie etwas Platz. Es war einfach, die Schüsse zu parieren“, berichtet Jokinen. Diesen Eindruck hatte auch Trainer Eronen: „Wir haben deutlich besser verteidigt als zuletzt.“

Falken zeigen sich vor allem in Unterzahl deutlich verbessert

Vor allem in Unterzahl zeigten sich die Falken deutlich verbessert, nachdem sie den Bietigheim Steelers am Dienstag noch bei jeder zweiten Powerplay-Situation ein Tor gestatteten. „Im Penaltykilling haben wir einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Die Langenthaler brachten uns in zehn Minuten Überzahl vielleicht zwei Mal in Bedrängnis“, sagt der Coach.

Nachdem die Special Teams bis zum Vorbereitungsderby in Bietigheim nicht auf dem Programm standen, war es „in dieser Woche ein Thema“, berichtet Berry. Eronen zeigte Szenen aus dem Steelers-Testspiel und wies darauf hin, was die Falken anders machen sollten. „Wir haben eine gute Gruppe an Spielern. Da reicht es, dass wir die Szenen auf Video gesehen haben. Das Umsetzen auf dem Eis folgt von alleine“, erklärt Berry.

Erst mit angezogener Handbremse, dann mit mehr Tempo, aber ohne Feuerwerk

Offensiv brannten die Falken allerdings auch noch kein Feuerwerk ab. Fast mit angezogener Handbremse schienen sie vor allem im ersten Drittel zu agieren. „Wir waren ein bisschen unsicher, ob wir abgehen oder uns zurückhalten sollten“, nennt Eronen einen Grund für diesen Eindruck.

Erst 23 Sekunden vor der ersten Drittelpause erzielte Gunars Skvorcovs per Direktabnahme das 1:0. Nach torlosem Mittelabschnitt, in dem die Falken aber das Tempo deutlich erhöhten, sorgte Niklas Jentsch mit einem Konter zum 2:0 schon für die Vorentscheidung (44. Minute). Und den Schlusspunkt setzte Leon Fern zum 3:0 (58.). Kurz davor hatte Nolan Ritchie zwei Mal den Außenpfosten getroffen – zunächst bei einem Konter (57.), dann aus spitzem Winkel (58.).

Berry wird unsanft von hinten in die Bande gecheckt und bleibt kurz liegen

Die Langenthaler fielen vor allem durch ihre raue Gangart auf. Erster Leidtragender war Berry, der nach sieben Minuten im ersten Drittel an der eigenen blauen Linie von Janis Schmid von hinten in die Bande gecheckt wurde, der dafür vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Berry blieb benommen liegen, konnte aber weiter mitwirken. „Der Check kam unerwartet, aber mir geht es gut“, berichtet der 26-Jährige. „Manchmal wurde es etwas grob, aber nichts über die Maßen Schlimmes.“

Tor: Jokinen, Berger; Abwehr: Berry - Fern, Krenzlin - Schiller, Mapes - Plauschin, Schams - Gromov; Angriff: Anderson - Weyrauch - Ritchie, Just - Cabana - Jentsch, Hon - Ludin - Skvorcovs, Fabian - Wagner - Drothen.

Tore: 1:0 Skvorcovs (20.), 2:0 Jentsch (44.), 3:0 Fern (58.).

Schiedsrichter: Artur Votler, Robert Ruhnau.

Strafminuten: 10/68.

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