Erster Shutout für Falken-Goalie Patrick Berger
Falken-Goalie Patrick Berger bleibt beim 6:0-Auswärtssieg seiner Heilbronner Falken beim Deggendorfer SC erstmals in dieser Saison ohne Gegentor.

In seinem 20. Einsatz in dieser Saison hat es endlich geklappt: Goalie Patrick Berger feierte mit den Heilbronner Falken beim 6:0 (3:0, 3:0, 0:0)-Sieg beim bisherigen Tabellenzweiten der Oberliga Süd, dem Deggendorfer SC, seinen ersten Shutout der Spielzeit. „,Bergi’ hatte Riesen-Saves. Hut ab, wie er gespielt hat. Auf ihn konnten wir uns voll und ganz verlassen“, lobt Stürmer Robin Just die Leistung des Schlussmanns direkt nach der Partie. Und Trainer Frank Petrozza ergänzt auf der Pressekonferenz: „Ich freue mich für ,Bergi’. Er hat es verdient, endlich einmal zu null zu spielen.“
Beide Teams benötigten keine Warmlaufphase, waren von der ersten Sekunde an auf Betriebstemperatur. Dabei kamen die Gastgeber ein bisschen besser in die Partie, unterbanden mit ihrem aggressiven Forechecking das Kombinationsspiel der Falken zunächst äußerst geschickt. „Die Deggendorfer hatten den etwas besseren Start, waren frischer. Wir waren am Anfang noch ein bisschen im Bus“, erklärt Just.
Überspielte Heilbronn das Forechecking des DSC, wurde es direkt gefährlich
Doch überspielten die Heilbronner die ersten drei Deggendorfer Spieler, die tief in der Zone der Falken den Druck aufbauten, dann wurde es meist schon brandgefährlich – wie beispielsweise in der achten Minute, als Alec Zawatsky DSC-Goalie Timo Pielmeier über die Fanghand hinweg ins kurze Eck zum 1:0 überwand.
Die Gastgeber hatten direkt im Anschluss den Ausgleich auf dem Schläger – Andree Hult lenkte den Puck allerdings zu zentral auf den Kasten von Berger. Doch im Anschluss dann klebte den Deggendorfern das Pech an den Schlittschuhen. Erst fälschte Marcel Pfänder einen Schuss von Lars Schiller von der blauen Linie unhaltbar für Pielmeier mit seiner Hüfte ab (14. Minute). Nur gut eine Minute später war es Ondrej Pozivil, der eine scharfe Hereingabe von Nolan Ritchie, bedrängt durch Corey Mapes, mit der Kufe über die eigene Linie beförderte (15.). „Wir haben ein paar Scheiben aufs Tor geschmissen. Die waren auch ein bisschen glücklich drin“, berichtet Just. Für Petrozza war das schon die halbe Miete. „Mit den drei Toren im ersten Drittel hatten wir einen Lauf“, sagt der Falken-Coach.
Nolan Ritchie kracht mit dem Nacken voran in die Bande
Schrecksekunde aber zu Beginn des zweiten Abschnitts für die Gäste: Deggendorfs Alex Großrubatscher checkte Nolan Ritchie tief in der Heilbronner Zone hart, aber eishockeykonform an der Schulter, so dass der Kanadier das Gleichgewicht verlor, mit dem Nacken voraus in die Bande krachte und liegen blieb. Ritchie konnte aber ohne fremde Hilfe vom Eis fahren.
Der Angriff gegen den Kanadier schien die Heilbronner noch mehr anzustacheln. Es folgte die beste Phase der Falken. Deggendorf bekam offensiv fast nichts mehr auf die Reihe, machte sich das Leben durch Strafzeiten aber auch schwer. Die Folge: In einer der Überzahlen netzte Zawatsky nach Doppelpass mit Gunars Skvorcovs zum 4:0 ein (28.). Mit einem Kracher von der blauen Linie ließ Schiller das 5:0 folgen (34.). Und sogar mit zwei Mann mehr auf dem Eis legte Freddy Cabana für Thomas Supis auf, der per Direktabnahme zum 6:0 traf (38.) – zwei Sekunden, bevor der erste Deggendorfer Sünder, Benedikt Schopper, die Strafbank verlassen hätte dürfen.
Deggendorfer ergeben sich mit zunehmender Spieldauer ihrem Schicksal
Erst in der Schlussphase des zweiten Durchgangs befreite sich der Deggendorfer SC etwas. Doch Falken-Goalie Berger hielt bei einem Schuss von Jaroslav Hafenrichter aus dem High Slot mit einem Reflex die Null fest (35.).
Im Schlussabschnitt warfen die Gastgeber noch mal alles nach vorne. Hult traf in der 44. Minute allerdings nur die Latte. Und Berger war an diesem zweiten Weihnachtsfeiertag ohne Fehl und Tadel, der Goalie hielt seinen Kasten sauber – unter anderem zwei Mal gegen Curtis Leinweber (51.). Mit immer weiter fortschreitender Spieldauer ergaben sich die Deggendorfer dann jedoch auch immer mehr ihrem Schicksal und akzeptierten die Niederlage.
Tor: Berger, Ganz; Abwehr: Mapes - B. Jiranek, Pavlu - Supis, Krenzlin - Schiller; Angriff: Ritchie - Weyrauch - Anderson, Jentsch - Cabana - Just, Skvorcovs - Hon - Zawatsky, Ludin - V. Jiranek.Tore: 0:1 Zawatsky (8.), 0:2 Schiller (14.), 0:3 Ritchie (15.), 0:4 Zawatsky (28./Überzahl), 0:5 Schiller (34.), 0:6 Supis (38./Überzahl).Schiedsrichter: Florian Meineke, Daniel Kannengießer.Strafminuten: 16/12.Zuschauer: 2167.
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