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Heilbronner Falken verlieren wildes Scheibenschießen auf dem Hühnerberg

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In einem unterhaltsamen Spiel mit vielen Treffern und mehreren Führungswechseln verlieren die Heilbronner Falken in Memmingen. Sechs Auswärtstore reichen nicht.

In der Mangel: Frederik Cabana unterlag mit den Falken beim ECDC. 
Foto: Berger
In der Mangel: Frederik Cabana unterlag mit den Falken beim ECDC. Foto: Berger  Foto: Berger, Mario

Puh, was war das für ein Spiel: Einen völlig wilden Schlagabtausch mit dem ECDC Memmingen haben sich die Heilbronner Falken am Freitagabend auf dem Hühnerberg geliefert und den Kürzeren gezogen. Das Team von Frank Petrozza verlor am Ende eines verrückten Abends mit 6:7 (2:1, 3:3, 1:3).

"Wenn du sechs Tore auswärts schießt, musst du das Spiel eigentlich nach Hause bringen", fasste Petrozza hinterher zusammen. Siegen Gegentore: Das waren dem Falken-Trainer einfach zu viele. "Ich bin heute ein bisschen enttäuscht von einigen Spielern", gab er am Ende eines wilden Abends zu.

Nach der Sperre von Patrick Berger stand Nils Kapteinat im Tor. Für den Backup die Chance, sich zu zeigen - und das gegen eine der stärksten Offensiven der Liga. Die kam zunächst aber nicht zum Zug, die Heilbronner übernahmen gleich die Initiative, hatten durch Pontus Wernerson Libäck (1.), Niklas Jentsch (3.) und Oula Uski (4.) erste Chancen.

Heilbronner Falken drehen Rückstand noch vor der Pause

Ein guter, flotter Start der Falken, die den Tabellendritten unter Druck setzten. Die Allgäuer hatten mit dem Forechecking im ersten Drittel ihre liebe Mühe, gingen dennoch in Führung. Beim Torschuss von Dominik Meisinger aus spitzem Winkel sah Kapteinat allerdings nicht gut aus (10.). Doch die Falken drehten die Partie noch vor der Pause.

Linus Wernerson Libäck besorgte in Überzahl zunächst mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie das 1:1 (12.). Kurz darauf brachte Jan Pavlu die Falken nach Zusammenspiel mit Sam Verelst per Bogenlampe zum ersten Mal in Führung (15.). Und das durchaus verdient. In einem ansehnlichen Abschnitt hatten beide Teams weitere Chancen. "Wir waren gut, Memmingen auch", fand Corey Mapes. Nach Wiederbeginn galt dann: Heilbronn okay, Memmingen besser.

Memminger Center lässt die Falken bei seinem Sololauf wie Statisten aussehen

Die Allgäuer drehten ein unterhaltsames, wenngleich nun eher wildes Spiel: Tobias Meier traf nach Alleingang zunächst zum 2:2 (21.), ehe Sofiene Bräuner die Memminger in Führung brachte - und die Falken komplett düpierte (25.). Der Center umkurvte vier Gegenspieler wie Slalomstangen und traf zum 3:2.

Pontus Wernerson Libäck meldete die Falken zwar drei Minuten später mit dem 3:3 wieder zurück - aber die Freude über den Ausgleich hielt genau zehn Sekunden. Dann waren die Falken hinten völlig blank, Marcus Marsall erzielte bei einer Drei-auf-eins-Situation umgehend das 4:3 (28.). Das tat weh. Aber es war noch nicht das Ende des Drittels. Die Falken schlugen im Powerplay zurück, Thomas Supis glich aus (36.) - Kapitän Frederik Cabana drehte die Partie eine Minute später mit dem Treffer zum 5:4 erneut.

Das letzte Wort gehört Heilbronn, trotzdem steht am Ende eine Niederlage

Es konnte in dem Spiel natürlich nicht das letzte Wort gewesen sein: Nach nur zwei Minuten im letzten Drittel hatte Memmingen die Partie wieder gedreht, Meier mit einem krummen Ding (42.) - Kapteinat sah nicht gut aus - und Denis Fominych 56 Sekunden später brachten die Allgäuer 6:5 in Führung. Im Powerplay staubte Fominych dann zum 7:5 ab (51.). Zwar traf Uski zum 6:7 (54.) - mehr gelang den Falken nicht.

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