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Kein Happy End für die Eisbären Heilbronn gegen Black Eagles

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Reutlingen holt sich den Titel in der Baden-Württemberg-Liga: Black Eagles gewinnen 4:3 nach Penaltyschießen gegen die Eisbären des Heilbronner EC.

Die Black Eagles Reutlingen feiern den Titelgewinn, während die Eisbären Heilbronn enttäuscht zuschauen müssen.
Die Black Eagles Reutlingen feiern den Titelgewinn, während die Eisbären Heilbronn enttäuscht zuschauen müssen.  Foto: Lina Bihr

Die Sektdusche nahm er gerne hin. Und so stand John Kraiss am Ende mit nassem feinem Zwirn auf der Eisfläche im Eisstadion am Europaplatz. Dort, wo er das Eishockey-Spielen gelernt hat. Nun machte er sein Meisterstück als Trainer. Mit den Black Eagles Reutlingen holte er sich den Titel in der Baden-Württemberg-Liga.

John Kraiss, Trainer der Reutlinger.
John Kraiss, Trainer der Reutlinger.  Foto: Lina Bihr

„Ich bin glücklich über die Geschichte, die wir geschrieben haben“, sagte er nass, aber glücklich. „Wenn sich die Arbeit am Ende so auszahlt, fühlt es sich unglaublich an.“ Mit 4:3 nach Penaltyschießen gewannen die Reutlinger das vierte Spiel der Best-of-Five-Serie gegen die Eisbären des Heilbronner EC, entschieden diese mit 3:1 für sich und vermieden das entscheidende Spiel am Donnerstag.

Eisbären gegen Black Eagles Reutlingen: 1900 Zuschauer sehen ein packendes Spiel im Heilbronner Eisstadion

Das letzte Pflichtspiel der Saison in Heilbronn wollten am Sonntag 1900 Zuschauer sehen. Und sie kamen bei dem packenden Schlagabtausch auch auf ihre Kosten. Die Black Eagles Reutlingen wollten in der Best-of-Five-Serie unbedingt ihren Matchpuck verwandeln. Die Eisbären taten vor heimischem Publikum alles, um zum 2:2 auszugleichen und ein Finalspiel am Donnerstag in Reutlingen zu erzwingen. Sie schafften es aber nicht.

Die Teams boten den 1900 Zuschauern ein Spiel auf hohem Niveau.
Die Teams boten den 1900 Zuschauern ein Spiel auf hohem Niveau.  Foto: Lina Bihr

Viele Chancen, aber keine Tore: Eisbären Heilbronn gegen Black Eagles Reutlingen

Die Zwischenstände hätten eigentlich Anderes erahnen lassen. 0:0 stand es nach zwei Dritteln. Doch es war keineswegs ein Nichtangriffspakt, den die beiden Teams da geschlossen hatten. Im Gegenteil, sie hatten viele Möglichkeiten, aber mit Riku Thörnqvist auf Heilbronner und Nils Velm auf Reutlinger Seite auch zwei ganz starke Torhüter.

Die Black Eagles Reutlingen feiern ausgelassen.
Die Black Eagles Reutlingen feiern ausgelassen.  Foto: Lina Bihr

So ging es zwar hin und her, doch es blieb torlos. Und als Velm im zweiten Drittel zwei Mal schon geschlagen war, half das Gestänge. In der 37. Minute legte Eetu Santanen auf Aiden Wagner, dessen Schuss aus zwei Metern gegen die Latte krachte. In der 40. Minute zog Stefano Rupp aus seitlicher Position ab – Pfosten. „Wahnsinn“, kommentierte HEC-Geschäftsführer Michael Rumrich.

Im Schlussdrittel nimmt Spiel Fahrt auf, was die Tore anbelangt

Im Schlussdrittel nahm das Spiel dann auch Fahrt auf, was die Tore anbelangte. Erst traf Jesse Lottonen nur das Außennetz und ließ sich dann vor dem Tor den Puck abnehmen. Im Gegenzug machte es Remi Morris besser und erzielte das 1:0 der Reutlinger (44.). Noch in der selben Minute glich Marco Haas aus. Dann scheiterte Marco Schütz an Velm (46.), und kurz darauf gingen die Black Eagles in Überzahl durch Christian Bauhof mit 2:1 in Führung. Heilbronn ließ die nächste große Chance aus, den Abpraller schnappte sich Anton Sproll, lief durch und erzielte das 3:1 der Gäste.

Doch das war es noch lange nicht. Lottonen scheiterte in Überzahl (49.), weil Velm mit dem Schoner zur Stelle war. Doch wenige Augenblicke später gelang Tim Brenner in Überzahl der Anschlusstreffer. Fünf Minuten später glich Haas zum 3:3 aus.

Die Heilbronner sind nach der Niederlage enttäuscht.
Die Heilbronner sind nach der Niederlage enttäuscht.  Foto: Lina Bihr

Carroll trifft In der Schlussphase drückte Heilbronn, schaffte es aber nicht mehr, Velm zu überwinden. So ging es in die Verlängerung, die torlos blieb. Im Penaltyschießen traf lediglich Evan Carroll. „Schade“, sagte HEC-Trainer Kai Sellers. „Wir hatten fast die besseren Chancen.“

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