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Eisbären unter Druck: Heilbronn steht vor dem Aus

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Nach 3:4-Niederlage in Reutlingen müssen die Eisbären Spiel vier gewinnen – sonst ist die Saison beendet.

Die Eisbären Heilbronn haben Spiel drei verloren. Reutlingen könnte sich damit am Sonntag im Eisstadion am Europaplatz den Titel sichern.
Die Eisbären Heilbronn haben Spiel drei verloren. Reutlingen könnte sich damit am Sonntag im Eisstadion am Europaplatz den Titel sichern.  Foto: Mario Berger

Der Druck liegt nun auf den Eisbären des Heilbronner EC. Der Eishockey-Baden-Württembergligist verlor Spiel drei der Finalserie bei den Black Eagles Reutlingen vor 650 Zuschauern mit 3:4 (0:1, 0:2, 1:3) und liegt in der Serie nun mit 1:2 zurück. Das Team, das als erstes dreimal gewinnt, sichert sich den Titel.

Eisbären stehen zu Hause mit dem Rücken zur Wand 

Damit stehen die Heilbronner am Sonntag (Spielbeginn 16 Uhr) vor heimischem Publikum mit dem Rücken zur Wand – oder ganz einfach: unter Siegzwang. Sie müssen Spiel vier im Eisstadion am Europaplatz für sich entscheiden, sonst ist die Saison beendet. „Jetzt müssen wir am Sonntag gewinnen und am Donnerstag wieder nach Reutlingen fahren“, sagt Sellers.

Doch was so einfach klingt, wird ganz schwer und kann zur Nervensache werden. Denn die Eisbären wollen sicher nicht zuschauen, wie die Reutlinger mit ihrem aus Heilbronn stammenden Trainer John Kraiss die Meisterschaft feiern. Der Außenseiter hat sich den Matchpuck erspielt.

Eisbären Heilbronn lassen zu viele Chancen liegen

„Wir waren auch im ersten Drittel echt stark“, sagt Sellers, der seiner Mannschaft keinen Vorwurf machte. „Wir haben es aber nicht geschafft zu scoren. Das war so das Problem.“ Seine Mannschaft musste einem frühen Rückstand hinterherlaufen. Gerade einmal 26 Sekunden waren gespielt, als Marek Rubner die Reutlinger Führung erzielte. „Das hat uns gepusht“, sagte Kraiss.

Das Problem der Eisbären war danach die mangelnde Chancenverwertung in einem erneut ausgeglichenen Spiel – wie schon in den ersten beiden Partien. „Heilbronn hatte die besseren, klareren Chancen als wir“, sagte Kraiss. „Auch wenn wir den einen oder anderen Alleingang hatten – im ersten Drittel hatte Heilbronn einfach die Oberhand. Wir wussten aber, wir brauchen ein Tor als Weckruf.“

Black Eagles legen in ersten beiden Dritteln ein 3:0 vor

Doch auch die Reutlinger schafften es in den ersten 20 Minuten nicht, nachzulegen.

Im zweiten Drittel ging dann alles schnell: Keine zwei Minuten waren gespielt, da stand es 2:0. „Wir waren schon etwas geschockt“, sagte Sellers. Das Spiel schien seinem Team zu entgleiten, und Lukas Traub legte in der 34. Minute das 3:0 nach. „Wir sind mit einem 3:0 aus dem zweiten Drittel raus und konnten dann auch schnell das 4:0 schießen“, sagte Kraiss.

Als Evan Carroll (48.) in Unterzahl das 4:0 für die Gastgeber erzielte, schien die Vorentscheidung gefallen. „Dann gab es die ein oder andere unglückliche Situation für uns, in der wir nicht mehr so kompakt waren wie zuvor, und haben die Gegentore bekommen“, erklärte Kraiss. „Gerade das 1:4 hat Heilbronn natürlich wieder ein bisschen gepusht.“

Eisbären geben sich auch nach 0:4 nicht geschlagen

Die Eisbären gaben nicht auf und kamen noch einmal zurück. „Leider wurde es noch einmal richtig eng“, sagte Kraiss. Aiden Wagner erzielte in der 51. Minute das 1:4, ehe er in der 55. Minute auf 2:4 verkürzte. „Das zweite Tor hat ihnen nochmal neue Beine gegeben“, so Kraiss. Nur wenige Sekunden später hieß es plötzlich 3:4 – Torschütze war Leon Rausch.

„Wir hatten dann noch einen Lattentreffer, das wäre das 4:4 gewesen“, sagte Sellers. Doch der Puck wollte nicht mehr über die Linie. „Ich denke, wir haben es dann ganz gut und clever gemacht. Wir hatten noch eine Powerplay-Situation, in der wir die Zeit gut runterspielen konnten“, meinte der Reutlinger Coach.

Reutlingen hat den Vorteil auf seiner Seite

So haben die Reutlinger nun den Vorteil auf ihrer Seite und können in Heilbronn die Meisterschaft perfekt machen. „Wir sind froh, dass wir gewonnen haben. Unser voller Fokus liegt jetzt auf Sonntag, um dort den Sack zuzumachen. Aber das muss auch erst einmal gespielt werden“, sagt Kraiss – in dem Wissen, dass es in Heilbronn kein Selbstläufer wird.

Sollten die Eisbären die Partie gewinnen, fällt die Entscheidung am Donnerstag in Reutlingen.

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