Captain Cabana führt Heilbronner Falken zum Sieg gegen SC Riessersee
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Im Spiel eins nach dem personellen Aderlass und der Verpflichtung von einigen U20-Spielern aus dem Nachwuchs des Heilbronner EC und des Mannheimer ERC in der Oberliga gegen den SC Riessersee.
Freddy Cabana (links) und Robin Just freuen sich über den Treffer zum 1:0 der Heilbronner Falken, die mit 2:1 nach Penaltyschießen gewannen.
Foto: Marc Schmerbeck
Erst ein verschmitztes Lächeln, dann die Umarmung. Freddy Cabana und Robin Just tanzten fast ein wenig auf dem Eis. Das 1:0 gegen den SC Riessersee war eine Co-Produktion der beiden Routiniers. Am Dienstagabend bestand die wegen das zahlreichen Abgänge stark verjüngte Oberliga-Mannschaft der Heilbronner Falken den Charaktertest und gewann zu Hause mit 2:1 (0:0, 0:1, 1:1) nach Penaltyschießen. „Am Ende hat uns der alte Mann, der Vater der Jungs, zu zwei Punkten verholfen“, sagte Trainer Niko Eronen.
Allerdings strotzten auch die Gäste vom SC Riessersee nach dem 3:12 im vergangenen Spiel gegen Memmingen nicht gerade vor Selbstvertrauen.
Falken wollen trotz personellen Aderlasses weiterhin Spaß
Nach verhaltenem Beginn entwickelte sich ein munteres erstes Drittel. Der große Zug zum Tor fehlte allerdings auf beiden Seiten. Die Falken waren jedoch bemüht. Augenscheinlich wollten sie das Beste aus der Situation machen, in den verbleibenden Spielen noch einmal Spaß haben und sich keineswegs abschießen lassen. Andererseits stehen Eronen noch immer zweieinhalb Reihen mit etablierten Spielern zur Verfügung, die Qualität aufs Eis bringen.
Doch auch die Akteure aus dem Nachwuchs des Heilbronner EC und des Mannheimer ERC zeigten, dass sie durchaus Potenzial besitzen. Ihnen kam zudem entgegen, dass beide Mannschaften nicht in erster Linie auf Physis setzten. „Es war mega anstrengend“, sagte Kevin Dibrov im Interview bei Sprade-TV. „Aber es hat Spaß gemacht.“
Beiden Teams fehlt nötige Konsequenz vor dem gegnerischen Tor
Selbst in Überzahl – Sebastian Hon (12. Minute) musste auf die Strafbank – kam der SCR nur zu zwei oder drei Abschlüssen. Doch Franz Jokinen war jedes Mal zur Stelle. So stand es nach 20 Minuten 0:0, dennoch hatte die Partie einen gewissen Unterhaltungswert.
Auch nach 40 Minuten blieb das Spiel torlos. Zum einen fehlte beiden Teams die nötige Konsequenz vor dem gegnerischen Tor oder das Quäntchen Glück im Abschluss – etwa in der 38. Minute, als Freddy Cabana in Überzahl knapp scheiterte.
Zum anderen präsentierten sich Heilbronns Torhüter Franz Jokinen und sein Gegenüber Patrik Mühlberger aufmerksam. Auch Falken-Routinier Corey Mapes zeigte in der 27. Minute, dass sich das Team keineswegs aufgegeben hatte, als er auf dem Bauch rutschend einen Riesserseer Angreifer vom Puck trennte. Als Gäste-Verteidiger Lenny Elwing auf der Strafbank saß, vergab Cabana die beste Heilbronner Möglichkeit im Powerplay (27.). Praktisch im Gegenzug rettete Mapes im Rutschen.
Heilbronn geht in Unterzahl in Führung
In Unterzahl gingen die Falken dann in Führung. Robin Just lief bei einem Konter durch, passte auf den mitgelaufenen Cabana, der trocken zum 1:0 abschloss (49.). Doch Yannick Armstrong-Kingkade glich vier Minuten vor dem Ende aus. Auch die Verlängerung blieb torlos. So musste das Penaltyschießen entscheiden. Schließlich traf Cabana zum 2:1-Endstand.
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