Zuversicht beim FSV Hollenbach ist vor dem Spiel gegen Essingen angewachsen
Der FSV Hollenbach empfängt am Samstag mit dem TSV Essingen das nächste Spitzenteam der Fußball–Oberliga. Für die Hohenloher geht es darum, Anschluss ans Mittelfeld zu halten.

Der FSV Hollenbach steckt weiter mitten im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga. Doch nach den zuletzt gezeigten Leistungen herrscht wieder Zuversicht und Hoffnung. Denn der Tabellen-15. bot dem Spitzenduo VfR Aalen (0:2) und VfR Mannheim (0:0) Paroli. Nun kommt am Samstag (Spielbeginn 15.30 Uhr) der TSV Essingen zum Abschluss des Topspiel-Dreierpacks in die Jako Arena.
Hollenbach ist gegen Essingen Außenseiter
„Natürlich sind wir, wenn wir gegen den Tabellendritten spielen, Außenseiter. Ich glaube aber, dass Essingen, auch wenn sie wirklich eine sehr gute Mannschaft haben, jetzt nicht auf demselben Level ist, wie vielleicht Aalen oder Mannheim“, sagt FSV-Trainer Reinhard Schenker. „Die sind schon nochmal eine Kategorie darunter und dann ist für uns auch möglich, vor allem jetzt zu Hause, zu punkten.“
Im Abstiegskampf könnte noch jeder Punkt zählen
Und im Abstiegskampf könnte jeder Punkt noch extrem wichtig sein. Denn es geht sehr eng zu in den Niederungen der Oberliga. Und da Ulm mit großer Wahrscheinlichkeit aus der 3. Liga absteigt, wird es wohl auch zwei baden-württembergische Regionalliga-Teams (Bahlinger SC und TSG Balingen) erwischen. Dies bedeutet, dass es fünf Absteiger aus der Oberliga geben wird – höchstens der Zweite steigt über die Relegation auf. Dann müssen nur vier Teams den Gang in die Verbandsliga antreten.
Ziel muss es sein, Sechstletzter zu werden
„Letztendlich muss es das Ziel bis zum Ende der Saison sein, dann eben mindestens auf dem sechstletzten Platz zu stehen“, sagt Schenker. „Aktuell sehe ich unsere Chancen dafür vielleicht besser als noch vor einigen Wochen, weil ich momentan den Eindruck habe, dass die Mannschaft wirklich in jedem Spiel alles raushaut und wir momentan schwer zu schlagen sind.“
Hollenbach muss alles auf dem Platz lassen
Dies zeigten die Hollenbacher sowohl gegen direkte Konkurrenten, als auch gegen die Spitzenteams. „Wenn wir wirklich alles auf dem Platz lassen, können wir gegen jeden mithalten“, sagt Schenker. „Die Mannschaft hat einfach verstanden, dass es jetzt ums Überleben in der Oberliga geht. Dementsprechend geht sie auch die Spiele an. Und deswegen habe ich da ein ganz gutes Gefühl, aber wir müssen punkten. Der Erfolg gegen Mannheim, der tut natürlich dem Selbstvertrauen gut, aber am Schluss ist es nur ein Punkt gewesen, der uns vielleicht am Schluss auch helfen kann.“
Kleine Umstellung ist nötig
28 Punkte hat der FSV auf dem 15. und viertletzten Platz. Rang zehn mit dem übernächsten Gegner Karlsruher SC II ist nur fünf Zähler entfernt.
Allerdings muss Schenker gegen Essingen auf Hannes Scherer, den Toptorjäger der Liga, verzichten. „Er war die letzten Wochen krank und hat nach dem Spiel gegen Mannheim einen Rückschlag erlitten. Wir haben ihn im Training deshalb rausgenommen. Ein Einsatz von Beginn an kommt wohl nicht infrage“, sagt Schenker, der deshalb umstellen muss. Welche Alternative er wähle, wolle er nach den Trainingseindrücken treffen.
Spieler müssen sich aufdrängen
So kann es einen Eins-zu-eins-Wechsel, aber auch eine taktische Umstellung auf ein 4-2-3-1 oder 4-5-1 geben. „Da müssen sich einfach die betreffenden Spieler aufdrängen“, sagt Schenker. Ich möchte mich jetzt gegen Essingen nicht mehr so sehr nach dem Gegner richten wie die letzten zwei Wochen, sondern schauen, wer bei uns den besten Eindruck hinterlässt und aufgrund des Eindrucks dann unsere beste Mannschaft aufstellen und das System der Qualität der Mannschaft anpassen und nicht andersrum.“
Essingen kommt mit starker Serie nah Hollenbach
Allerdings haben die Essinger in diesem Jahr noch nicht verloren, schlugen unter anderem Aalen und spielten gegen Mannheim Unentschieden. „Essingen ist natürlich unwahrscheinlich gut drauf momentan. Die haben einen super Lauf, aber wir haben bewiesen, dass wir mithalten und gegen die gewinnen können. Das wollen wir auch“, sagt Manager Karlheinz Sprügel, der erneut auf die Unterstützung der Zuschauer wie zuletzt hofft. „Aber wir müssen Leistung bringen, damit uns das gelingt.“
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