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Fußball Verbandsliga Baden

VfB Eppingen feiert ersten Dreier im Jahr 2026 - Trainer Pfeiffer ist dennoch unzufrieden

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Mit 4:3 gewinnt der VfB Eppingen in der Verbandsliga Baden bei der TSG Weinheim. Trainer David Pfeiffer ärgert aber die Leistung seines Teams.

Dejan Tomic (rechts) war von der TSG Weinheim nicht zu halten. Der Stürmer des VfB Eppingen erzielte drei der vier Treffer selbst und bereitete das vierte vor.
Dejan Tomic (rechts) war von der TSG Weinheim nicht zu halten. Der Stürmer des VfB Eppingen erzielte drei der vier Treffer selbst und bereitete das vierte vor.  Foto: Arciv/Michael Nachreiner

Der Knoten beim VfB Eppingen ist endlich geplatzt. Nach drei Niederlagen in den ersten drei Verbandsliga-Spielen nach der Winterpause fuhr die Mannschaft von Trainer David Pfeiffer die ersten drei Punkte im Jahr 2026 ein. Bei der TSG Weinheim gewann sie mit 4:3 (3:2). Zufrieden war Pfeiffer nach dem Sieg allerdings nicht. „Wir waren zwar in Summe auch in Weinheim die bessere Mannschaft“, erklärt der VfB-Coach. „Aber nach einer Niederlage, bei der wir richtig gut gespielt haben, bin ich dennoch zufriedener. Denn ich schaue auf die Leistung. Die ist immer das, was darüber entscheidet, ob man gewinnt oder nicht. Unsere Leistung in Weinheim war deutlich schwächer als zuvor. Aber wir hatten das Glück, dass der Gegner defensiv schwach war.“

VfB Eppingen ist nicht präsent und kommt kaum ins Pressing

Als „ziemlich fahrig“, bezeichnet Pfeiffer die Leistung der Eppinger. „Wir waren nicht so präsent. Das Pressing hat nicht so funktioniert, wir sind nicht gut in die Zweikämpfe gekommen und wurden relativ leicht überspielt. Und auch hinten waren wir anfällig, haben die Weinheimer immer wieder eingeladen“, bemängelt der VfB-Trainer. Dennoch gingen die Eppinger in Führung. „Die Gastgeber haben uns einen Elfmeter geschenkt. Das Foul an Philipp Zentler im eigenen Strafraum war unnötig“, erklärt Pfeiffer. Die Einladung ließ sich Dejan Tomic, der an allen vier Treffern der Kraichgauer beteiligt war, nicht entgehen (10. Minute).

„Dejan hat bereits in den vergangenen drei Spielen viel Aufwand betrieben, aber kein Tor gemacht. Vielleicht wäre ihm das schon gelungen, wenn er bei der einen oder anderen Schiedsrichterentscheidung besser weggekommen wäre“, sagt Pfeiffer. „Umso schöner ist, dass er sich nun belohnt hat. Das tut ihm gut.“

Selbst deutliche Führungen bringen VfB Eppingen keine Sicherheit

Die Führung hat „unserem Spiel aber nicht die Klarheit und Ruhe gegeben, die ich mir gewünscht hätte“, ärgert sich Pfeiffer – „auch nicht nach dem 2:0“, das ebenfalls Tomic erzielte (28.). Es folgte sogar das vermeintliche 3:0 durch Vincenzo Cianciolo. Doch der Schiedsrichter pfiff den Treffer zurück, weil er ein Handspiel von Christopher Diamalembe gesehen hatte.

Den Freistoß führten die Weinheimer schnell aus. Und nachdem Philipp Lambert weggerutscht war, hatte Jermain Schranz freie Bahn zum 1:2 (30.). „Innerhalb von zehn Sekunden eigentlich von 3:0 auf 2:1“, bringt es Pfeiffer auf den Punkt. Die Weinheimer boten auch in der Folge einige Räume. „Doch es blieb dabei, dass in unserem Spiel keine Klarheit herrschte“, bemängelt der VfB-Coach. Dennoch traf Noah Lorch nach einer Hereingabe von Tomic zum 3:1 (37.). Selbst das brachte keine Sicherheit. „Wir haben uns überrumpeln lassen“, echauffiert sich Pfeiffer. Schranz sorgte noch vor der Pause für den erneuten Anschluss (42.).

TSG Weinheim: Reiter – Imsirovic (79. Mucha), Schneider, Schranz, Hoffmann, Gervalla (81. Kasango), Hussaini (72. Biazid), Goulas (65. Czaker), Bergbauer, Langer, Kühne (72. Kartal).

VfB Eppingen: Mack – Rauh (10. Sasso), Lambert, Diamalembe, Kradija – Ulusoy (60. Zengerle), Lorch (83. Rudenko), Cianciolo – Yazji (60. Schnabel), Tomic (72. Kritter), Zentler.

Tore: 0:1 Tomic (10./Foulelfmeter), 0:2 Tomic (28.), 1:2 Schranz (30.), 1:3 Lorch (37.), 2:3 Schranz (42.), 2:4 Tomic (72.), 3:4 Kartal (81.).

Auch nach dem Seitenwechsel „ging es relativ wild weiter“, sagt Pfeiffer. Tomic machte nach 72 Minuten dann doch das 4:2. Doch Ismet Kartal verkürzte noch einmal auf 3:4 (81.). „Wir haben den Vorsprung dann über die Zeit gebracht. Die Weinheimer haben schon alles nach vorne geworfen. Aber Torchancen hatten sie allerdings nicht mehr“, berichtet Pfeiffer. Bis zur letzten Aktion, als ein langer Ball durchrutschte. Doch Lambert entschärfte die Situation, bevor es richtig gefährlich werden konnte.

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